Auf der Schaukel ( zu Renoirs Gemälde)

Im Park, dort auf der Schaukel hält sich jene Schöne,
die hier Renoir in ihrem Liebreiz eingefangen;
ein zarter Frühlingstraum in schillernd hellen Tönen,
ihr Kleid mit Schmetterlingen, Schleifen, blau behangen.

Zu ihrer Rechten wir zwei junge Männer sehen.
Der eine scheint ganz fasziniert von ihrem Blick,
kann ihrem Zauber wohl nur zögernd widerstehen,
der andere, am Baum, lehnt lässig sich zurück.

Am Rande dieser Gruppe steht das Kind, ein Mädchen.
Es schaut abwartend, brav den Großen zu,
bemerkt noch nicht, wie fein gesponnen sind die Fädchen,
die hier so glühend schweben in des Sonntags Ruh.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Renoir

Im Licht des Südens bei Olivenbäumen,
wo Zephir zärtlich durch die Wipfel streicht,
hält schön er fest, was in des Sommers Räumen
ihn lässt der Farben glänzend Leuchten träumen,
Gestalten schweben, füllen Leinwand leicht.

Da scheinen sich Konturen aufzulösen,
ein schwingend, tanzend Farbenspiel im Licht
strahlt hell hervor, entgeht dem Nebulösen,
lebt fern von allem Falschen, Prätentiösen;
in zartem Zauber Malers Kunst hier spricht.

© Ingrid Herta Drewing

Auf der Schaukel ( zu Renoirs Gemälde)

Im Park, dort auf der Schaukel hält sich jene Schöne,

die hier Renoir in ihrem Liebreiz  eingefangen;

ein zarter Frühlingstraum in schillernd hellen Tönen,

ihr Kleid mit Schmetterlingen, Schleifen, blau behangen

Zu ihrer Rechten wir zwei junge Männer sehen.

Der eine scheint ganz fasziniert von ihrem Blick,

kann ihrem Zauber wohl nur zögernd widerstehen,

der andere, am Baum, lehnt lässig sich zurück.

Am Rande dieser Gruppe steht das Kind, ein Mädchen.

Es schaut abwartend, brav den Großen zu,

bemerkt noch nicht, wie fein gesponnen sind die Fädchen,

die hier so glühend schweben in des Sonntags Ruh.

Ingrid Herta Drewing