Archive for the Category Allgemein,
Nun, da die goldnen Klänge schweigen
und nebelgrau der Tag erbleicht,
will ich dir meine Liebe zeigen,
wie mich die deine stets erreicht.
Mit dieser Rose, knospenoffen,
die sanft hier blüht auf deinem Grab,
verbinde ich ein sel’ges Hoffen,
dass ich dereinst dich wieder hab.
Denn alles, was uns einend fand,
weit über Glück und Körper Schein,
der Geist, der liebend uns verband,
war mehr als unser beider Sein.
© Ingrid Herta Drewing
November 2nd, 2013 | Allgemein, | Tags: | 0 Comments
Von Irland nach Amerika
einst wanderte der Brauch,
durch Marketing kam er zurück,
nun feiert man hier auch.
Mich reizt er nicht, der Kürbiskopf,
das Gruselgeisterspiel,
seh‘ lieber ihn im Suppentopf,
umrahmt von Kräutern viel.
Wer Freude hat, sich zu erschrecken
am Todesfratzgesicht,
als Knochenmann sich zu verstecken,
der scheu die Maske nicht.
Den Horror, den so mancher sucht,
den gibt’s das ganze Jahr,
solang die Kriege, die verflucht,
vermehren Todes Schar.
Lasst ruhn die Toten! Allerseelen
ist hier als Brauch zu Haus.
Besinnung, Stille, Andacht fehlen
beim Halloween-Gegraus.
© Ingrid Herta Drewing
Oktober 31st, 2013 | Allgemein, | Tags: | 0 Comments
Die Nachmittage,
leis’ in den Wind gesungen,
farbige Sehnsucht.
Dies’ duftende Lied
im Leuchten der Petunien,
ein Hauch von Sommer.
So nasenselig,
träumend im Rausch der Blüten,
den Herbst besiegen.
© Ingrid Herta Drewing
August 19th, 2013 | Allgemein, | Tags: | 0 Comments
Schon immer ringt der Mensch mit der Natur,
und er versucht, sich über sie zu heben;
der Erdenlastigkeit will er entschweben,
entwickelt seit Jahrtausenden Kultur.
Jedoch, bei Licht besehen, muss man sagen,
dass er sie nachahmt, ihr viel abgeschaut.
Im Zwiegespräch mit ihr erwachsen Fragen;
oft zeigt Natur die Antwort traut, auch laut.
Wen wundert’s,sind wir Menschen doch ein Teil
in diesem rätselhaften Erdenleben
und dürfen hier für eine kleine Weil‘
auf diesem blauen Glück durch’s Weltall schweben.
Wenn wir da mit Natur in Einklang leben,
das Bleiberecht nicht nachlässig vergeben.
© Ingrid Herta Drewing
November 8th, 2012 | Allgemein,, Besinnliches, Leben, Natur | Tags: Kultur, Leben, Mensch, Nachahmung, Nachhaltigkeit, Natur, Welt | 0 Comments
Gepresste Veilchen,
Erinnerungen, verwelkt.
Doch in meinem Traum
erzählen sie vom Frühling
und singen Liebeslieder.
© Ingrid Herta Drewing
Oktober 28th, 2012 | Allgemein, | Tags: Erinnerung, Jugend, Liebe | 0 Comments
Und richtig war des Wetterfroschs Prognose.
Heut’ regnet es in Strömen stundenlang.
Ob Efeu, Aster oder stolze Rose,
sie werden ungewollt zum Regenfang.
Die Blütenblätter schwimmen in den Pfützen,
was wehrlos, zart, erliegt des Wassers Macht.
Es fehlt den Blumen hier an Schutz; mit Mützen
hat die Natur sie nun mal nicht bedacht.
Dem Efeu macht’s nichts aus, er hält die Blätter
ausdauernd in den Regen; Staub befreit
zeigt er sein frisches Grün; gewaschen, netter
hält er sich zum Empfang des Lichts bereit.
So bringt der Regen hier doch vielen Segen.
Wir Menschen leiden nicht, sind gut bedacht,
verändern kurze Zeit nur unsre Wege
und freuen uns, wenn Sonne wieder lacht.
© Ingrid Herta Drewing
September 15th, 2012 | Allgemein,, Lebensfreude | Tags: Blüten, Efeu, Licht, Regen, Rose, Sonne | 0 Comments
Drei Tannenbäume, goldner Lichter Zier;
auch vor dem Kurhaus leuchtend hell erstrahlen
Römische Brunnen, deren Schalen hier
im Überborden Wasserspiele malen.
Nun, da geendet hat der starke Regen,
erglüht im Dunkel dieses schöne Bild:
der Lichter Spiegeln auf den Wasserwegen
im Becken, das die Brunnen speist und füllt.
Und unaufhörlich Wasserschleier fallen,
was überreich wird, strömt zum nächsten Rund.
Ein Geben, Nehmen weilt und fließt, kristallen
erscheinend, dort hinab in seinen Grund.
Doch wie aus heimlich unsichtbarer Quelle
ist immer wieder Wasser neu zur Stelle.
© Ingrid Herta Drewing,
Dezember 5th, 2011 | Adventszeit, Allgemein,, Orte | Tags: Advent, Brunnnen, Kreislauf, Lichter, Römische, Tannenbäume, Wasserspiel | 0 Comments
Der Morgen ruht im Nebelbett,
verschwommen wirken die Konturen.
Mir ist es, als ob jemand hätt’
verwischt mit Macht des Lebens Spuren.
Der Blätterteppich auf dem Weg,
er dämpft der Eile feste Schritte,
und dort am Bach der kleine Steg
verschwindet in des Dunstes Mitte.
Dies ist die Zeit zum Innehalten,
gemächlich meldet sich der Tag.
Der Nebelschleier gräulich Walten
weicht erst am Mittag, Sonn’ verzagt.
© Ingrid Herta Drewing
November 2nd, 2011 | Allgemein, | Tags: | 0 Comments
Da mögt ihr rufen
und hoffen,
es werde gehört
dort jenseits
des dunklen Flusses,
wo der Fährmann,
des Ruderns müde,
auf Ablösung wartet.
Märchenweisheiten,
bleiben unbeachtet
wie die Erwartung,
es werde wer sagen,
der Kaiser sei nackt.
Zu viele Angstblinde
huldigen der Eitelkeit.
Wo sind die Kinder
mit unverdorbenem Blick?
Nur, wenn der Wolf
vergisst,
Kreide zu fressen,
merken sie
einmal kurz auf.
© Ingrid Herta Drewing
Oktober 29th, 2011 | Allgemein, | Tags: Angst, Eitelkeit, Kinder, Märchenweisheit, Mutlosigkeit, Unwahrheit, Verführung | 0 Comments
In des Karfreitags Stille,
den Leiden Christi nah,
erfährt mein schwacher Wille,
dass in des Glaubens Fülle
das Licht ist hell und klar.
Durch Jesu Liebe finden
den Weg wir und das Ziel.
Was alles uns mag binden
Ballast und Arbeitsschinden,
er schenkt uns Glück, Gefühl.
So können wir begegnen
dem Nächsten mit Geduld,
denn Gott lässt Liebe regnen
und wird uns gütig segnen,
vergibt uns unsre Schuld.
In seinen Vaterarmen
gewährt er uns den Schutz.
Ingrid Herta Drewing
April 22nd, 2011 | Allgemein,, Glauben | Tags: Christus, Gott, Karfreitag | 0 Comments