Archive for the Category Flora

 
 

Die Kraniche kehren zurück

Dort hoch am Himmel Kraniche, aus Süden
sie kommen, kehr’n ins Brutgebiet zurück.
Ihr Siegeszeichen zeigt sich klar dem Blick,
verheißt uns, die wir noch im Nebelmüden,
des Winters Ferne, nahen Frühlings Glück.

Nun wird es hier auch nicht mehr lange währen,
dann findet sich des Zephirs Milde ein,
es lenzt im Land und warmer Sonnenschein
küsst Knospen, die uns schön bescheren
ihr Blütenbild, und Frühling lädt uns ein.

Der Amsel lieblich Lied darf hell ertönen;
dort auf dem Dachfirst seh ich thronen sie.
Früh morgens, abends ihre Melodie
erklingt und lässt erneut so froh versöhnen
Natur und Leben sanft in Harmonie.

©  Foto u.Text: Ingrid Herta Drewing,

Schneeglöckchen

Der Frühling sein Geheimnis lupft,
schon spitzt es grünend aus dem Schnee.
Das Blüten-Röckchen glatt gezupft
und elfenhaft, zart hingetupft,
so sprießt Schneeglöckchen in die Höh’.

Und auch am Fuß der alten Eiche
zeigt es sich blühend in der Schar.
Das welke Blätterbild hier weiche
und Frühlings Kraft nun auch erreiche
ein neues Leben, hell und klar!

© Foto und Text: Ingrid Herta Drewing

Beim Anblick der Amaryllis

Vier Wochen lang den Blick bemüht,
ich wollt‘ dich wachsen sehen,
und heute bist du hell erglüht,
in rotem Glanze nun erblüht,
darfst strahlend aufrecht stehen.

Dein Leuchten passt gut zum Advent,
wenn wir uns hoffend freuen
auf den, der das Erlösen kennt,
der uns von Dunkelheit hier trennt.
Kein Tod-und Teufel-Scheuen!

Mir zeigt es auch, wie licht das Leben,
in jeder Zelle wirkend, schwingt.
Ein Nehmen und ein zärtlich Geben,
dies sanfte Wachsen, lind Verweben
mir tief in Sinn und Seele dringt.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

CHRISTROSE

 

C harisma in Eis und Schnee,

H ell erwacht im Winterlicht,

R ührst uns noch in kalter Höh‘,

I nnig strahlt dein Sterngesicht.

S prichst zur Weihnacht uns von Güte,

T rautem Tag, von Glück erfüllt.

R ein erglänzt dein lieblich‘ Bild.

O hne Dornen Ros‘, behüte

S egensreich mit weißer Blüte

E ine Welt in Frieden mild!

 

© Text: Ingrid Herta Drewing,

Foto: Pixabay

Blumenfreundin

Schöner Blumenstrauß
erfreut auch Katze Nila
nach Begutachtung.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing,

Herbst-Lese

Vorbei die Sommertage,
der Herbst späht alles aus!
Im Garten hinterm Haus
bemalt er ohne Frage
der Bäume Blätter-Flaus.

Doch noch sind hier Maronen
in ihrem Stachel-Nest,
die er hoch oben lässt
im grünen Wipfel thronen,
sie sparend für sein Fest.

Wenn des Oktobers Sonne
zu Ernte-Dank erwacht,
bewirkt er, rüttelnd sacht,
dass Esskastanien-Wonne
uns tiefbraun, glänzend lacht.

©  Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Rosenfrüchte

Wie schön dort in den Rosenhecken,
wo jüngst ein Blütenmeer noch war,
die roten Hagebutten blecken,
so drall und fruchtig, glänzend klar!

Zwar senden sie uns Herbstsignale,
jedoch ihr feuerroter Glanz
belebt das Bild noch, wenn der fahle
November naht im Nebeltanz.

Gepflückt, geschält, als Marmelade,
so munden sie als Brotaufstrich.
Doch als der Vögel Futtergnade
erweisen sie im Winter sich.

Wie schön dort in den Rosenhecken,
die nun all ihrer Blüten bar,
die Hagebutten rot erwecken
den Traum des Sommers, der hier war!

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Glockenblume

G lockenblümchen, meine Freude,
L ieblich leuchtest du, so zart.
O hne Fehl, als Augenweide
C hangierst in Blau du hier apart.
K önigskind der Blumenwiese,
E lfengleich der Blüte Hauch,
N och der Mond, so glaub’ ich, hieße
B lühen dich und glänzen auch.
L eise klingt dein Glockenlied
U nd schenkt Sommernächten Träume.
M it ihm taucht auch mein Gemüt
E in in lebensvolle Räume.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Sommer-Lied

In den Tälern, auf den Höhen
findest du des Sommers Spur;
darfst in grünen Wäldern gehen,
Wiesenmeere blühen sehen,
spürst den Zauber der Natur.

Milde Lüfte dich umwehen,
licht erglänzen Park und Flur,
Blütendüfte reich entstehen,
schenken dir ein Wohlergehen,
fern dem Zeittakt einer Uhr.

Dich kann Unrast nicht bezwingen,
nichts treibt an zu schneller Tour;
hörst der Amsel lieblich Singen,
die hier lässt ihr Lied erklingen,
und dein Leben schwingt in Dur.

© Text u.Bild: Ingrid Herta Drewing

Sommerwiese

In diesem Sommer blüht die kleine Wiese,
als habe eine unsichtbare Hand
sie sanft liebkost und ihr gesagt, man ließe
ihr für ihr Blumenvolk das ganze Land.

Sie strotzt nur so im Sonnenlicht mit Grünen
der Blätter, mannigfach in Form und Kraft,
als wolle sie die Trockentage sühnen
und zeigen, wie das Wasser Leben schafft.

Insekten tummeln sich in diesem Garten,
das zirpt und summt und surrt im Mittagslicht;
in frohen Tänzen, hier im Spiel der Arten,
schreibt auch der Wind sein zärtliches Gedicht.

© Text u.Bild: Ingrid Herta Drewing,