Worte

Da gibt es Worte,
sanft mit zarten Flügeln.
Sie schweben leicht dahin
und strahlen über Hügeln,
beleben Seele, Sinn.

Doch andre harte,
losgelöst von Zügeln,
sie schmerzen, ihr Gewicht
vermag es, platt zu bügeln,
was sprießt und drängt zum Licht.

Auch jene Worte,
die geheuchelt‘ glatten
in ihrem Lügenkleid,
betrügen und begatten
einander bös‘ im Neid.

Ich lieb das klare Wort
und auch die Poesie,
die ihm die Rosen flicht‘,
hell klingt in Harmonie
und wahr,lebendig spricht.

© Ingrid Herta Drewing,2016

Euro-Krise

Wozu Gesetze, wenn sie schnell gebrochen?
Wozu Verträge, die nicht eingehalten?
Die Banken-Euro-Krise angesprochen;
hier darf noch immer der Vertragsbruch walten.

Des Goldmann-Sachs-Geflechts Spekulationen,
Boni, Gewinne zahlt der kleine Mann
im Netz der Spinne, fühlt nur Spar-Aktionen
und Steuerlast, die er kaum schultern kann.

Wann endlich sind wir ledig jener Fesseln,
zu wehren deutlich dieser Banken Gier
und lassen den Verursachern die Nesseln?
Wann zählen wieder Menschen, Bürger, WIR?

Wir wollen keine Hochfinanz der Lügen,
die sich hier etabliert mit heillosem Betrügen!

© Ingrid Herta Drewing,2013

Textgewölle

Wer sich so aus dem Fenster wagt
mit Thesen, die verworren sind,
Klischees bedient und ungefragt
Präzeptor spielt für Leut’ und Kind,
kann sicher sein, dass dieses Schwallen
recht bald im Winde wird verhallen.
Nach kurzer Zeit im Medien-Glanz
versinkt er ganz in Ignoranz.

Ihm scheint ’s egal, darf sich bequemen,
genüsslich zählen die Tantiemen.

© Ingrid Herta Drewing