Sankt Martins Zug

Seht, Sankt Martin kommt geritten,
als ein Ritter hoch zu Ross,
trägt den Mantel rot, zerschnitten,
teilte, was er sonst genoss!

Durch den Abendnebel ziehen
Kinder fröhlich hinterdrein,
hell ihre Laternen glühen,
farbig tanzt der Lichter Schein.

Und sie singen ihre Lieder,
folgen schöner Tradition,
nehmen auch am Ende wieder
gern den Wecken an als „Lohn“.

Wenn wir liebend, gütig walten,
bringen wir ins Dunkel Licht,
zeigt der alte Brauch; wir halten
fest an dem, was Glauben spricht.

© Ingrid Herta Drewing,2017

Valentinstag

Rote Rosen_oErfreut sind nicht nur die Floristen
am Tag des heil’gen Valentin,
auch Handel mit den Süßgelüsten,
sieht hoffnungsfroh den Umsatz blüh’n.

Denn es heißt Liebesgesten zeigen,
Rot-Rosenstrauß gilt als beliebt.
Symbolisch spricht er: „Sei mein eigen,
ich bin so froh, dass es dich gibt!“

Obwohl, weil zeitlos ist die Liebe,
sie leuchten darf an allen Tagen,
erwarten viele, dass man übe,
dies durch solch’ Zeichen schön zu sagen.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing

WEIHNACHTSSTERNE

dscn8077Die rote Glut der Weihnachtssterne
erstrahlt, wo festlich wird geschmückt,
sie, deren Heimat in der Ferne,
nun hier gezüchtet, sieht man gerne,
die Farbenpracht den Blick berückt.

Und hier im Kurhaus in Wiesbaden
sie bilden schön gestuft den Baum,
erfreu’n im Vestibül zum Feste
jetzt zahlreich gutgelaunte Gäste,
erfüllen sanft den Weihnachtstraum.

© Ingrid Herta Drewing,2016