Sankt Martins Zug

Seht, Sankt Martin kommt geritten,
als ein Ritter hoch zu Ross,
trägt den Mantel rot, zerschnitten,
teilte, was er sonst genoss!

Durch den Abendnebel ziehen
Kinder fröhlich hinterdrein,
hell ihre Laternen glühen,
farbig tanzt der Lichter Schein.

Und sie singen ihre Lieder,
folgen schöner Tradition,
nehmen auch am Ende wieder
gern den Wecken an als „Lohn“.

Wenn wir liebend, gütig walten,
bringen wir ins Dunkel Licht,
zeigt der alte Brauch; wir halten
fest an dem, was Glauben spricht.

© Ingrid Herta Drewing,2017

Sonniger Maitag

Version 2

Mir ist so wolkig leicht der Sinn,
denn heut‘ die Sonne strahlt
und blau den Himmel blättert hin;
das Leben schenkt neu Lust,Gewinn.
Ein Tag, den Lenz gemalt!

Da möchte ich in Lüften schwingen,
mit Schmetterlingen flirren,
und fröhlich mit den Vögeln singen,
die schon am Morgen Freude bringen
und hell im Lichte schwirren.

So schön zeigt sich heut hier die Welt
in blühendem Entfalten,
ich will ins Freie, nichts mich hält
im Haus,weil es mir nun gefällt,
den Garten zu gestalten.

© Ingrid Herta Drewing,2017

Frühlingsfreude

Nun malen lieblich mir des Frühlings Träume
dies rosafarben Bild in Seele, Sinn.
Es weilt ein Lächeln in den Blütenbäumen,
und Leben flüstert in den dunklen Räumen,
drängt sich hier wachsend nach dem Lichte hin.

Da tönen zart der frühen Vögel Lieder,
umschmeicheln melodiös und schön mein Ohr.
Ich spüre, fühle, Hoffnung nimmt mich wieder
in ihre Arme, nichts zwingt mich mehr nieder,
was mich im Winter noch geplagt zuvor.

Auch ich mag jetzt schon in den Morgen singen,
begeistert von der Amsel hellem Lied,
im Sehnsuchtsruf der Ringeltaube schwingen,
einstimmen in des Frühlings sanftes Klingen,
das zärtlich leise zieht in mein Gemüt.

© Foto u Text / Ingrid Herta DrewingAmselsang_n

Frühlingsklang

Nun zieht der Frühling ein ins Land,
schmückt blütenschön die Bäume.
Ein Veilchengruß am Wegesrand,
Geschenk aus seiner milden Hand,
verleiht uns Hoffnungsträume.

Da wächst die Freude mit dem Licht.
Verschwunden ist des Winters Spur,
denn täglich schreibt ein neu‘ Gedicht,
das uns von Leben, Liebe spricht,
in sanftem Weben die Natur.

Aus zartem Grün der Wipfel schallt
der Vögel lieblich‘ Singen,
das zwitschert, tschilpt in Stadt und Wald,
auf dass ihr Loblied weithin hallt
in lebensfrohem Klingen.

© Ingrid Herta Drewing,2016

Frühlingsklang

Blauhimmel, goldner Sonne Schein
erweitern nun die Räume.
Du magst nun nichts versäumen,
stimmst dich auf den Spaziergang ein
und darfst vom Frühling träumen.

Die Amsel singt ihr Lied schon lind,
Frühblüher sich einstellen,
der Bäume Knospen schwellen.
Vom Eis befreit die Bäche sind
und stürzen in die Schnellen.

Da wird auch dir so leicht der Sinn,
du möchtest freudig singen,
in Höhen dich aufschwingen.
Und lächelnd fühlst du den Beginn
des Frühlings, hörst sein Klingen.

© Ingrid Herta Drewing,2015