Zwei Tauben auf dem Dache, dort!
Sie trotzen still dem kalten Regen.
Gemeinsamkeit wirkt wohl als Segen;
mag auch unwirtlich sein der Ort.
Idyllisch dieses Bild, bewegend:
Die eine lieb zur andern schaut,
sie neigen schnäbelnd sich so traut,
hier zart die Zweisamkeit nun hegend.
Wo Zwei sich treu und liebend finden,
verleiht die Liebe auch die Kraft,
dass man gemeinsam vieles schafft,
wo einsam sonst der Mut mag schwinden.
© Ingrid Herta Drewing
Januar 23rd, 2012 | Liebe, Natur | Tags: Gemeinsamkeit, Kraft., Liebe, Taubenpaar, Treue | 0 Comments
Niemals, Vielleicht und Gewiss
sich trafen zu nächtlicher Stunde.
Die Frage, bereit zum Verriss,
nahm Hoffnung mit in die Runde.
Und Niemals ergriff das Wort,
sehr hart nur von Ablehnung sprach,
von gänzlich falschem Ort,
die Hoffnung nähre nur Schmach.
Da lächelte Hoffnung. Vielleicht:
Dies’ sei doch zu dunkel gedacht;
ein Wagen zeige sogleich,
ob man sich verstiegen zur Nacht.
Gewiss führt‘ die Frage ins Licht,
erklärte besonnen, bedacht,
dass Niemals, zu hart im Gericht,
nur predige Ende, Verzicht;
so sei kein Leben gemacht.
Gewiss seien Liebe und Güte;
man möge die Hoffnung behüten!
© Ingrid Herta Drewing
Januar 15th, 2012 | Leben, Nachdenkliches | Tags: Ablehnung, Besonnenheit, Güte, Hoffnung, Leben, Liebe | 0 Comments
Wir suchten sie,die Blume,
auf Schnee bedecktem Feld,
Christrose, dem zum Ruhme,
der alles hier erhält.
Der Sonne, Luft und Regen
zur Erde hat geschickt,
des Lebens sanften Segen
uns zeigt im Blütenglück.
Wir fanden und erschauten
das zarte Sterngesicht
in Eis und Schnee, das traute
Hoffnungs -und Lebenslicht.
© Ingrid Herta Drewing
Januar 14th, 2012 | Besinnliches, Glauben | Tags: Christrose, Christus, Gott, Liebe, Schöpfung | 0 Comments
Ich träumte heut’ von einem Garten,
der duftend, reich in Blüte stand,
als habe segnend Gottes Hand,
entgegen allem langen Warten,
uns schon das Paradies gesandt.
Ich blieb dort, schaute und erkannte,
dass dieser Hort war unsre Erde,
sah Löwen liegen, Huftierherden,
die arglos in der Nähe standen,
nicht fürchtend Leid, noch sonst Beschwerden.
Da fragte mein Verstand vermessen:
Was soll das sein, ein Erdenbild?
Hier geht es sonst doch zu so wild:
Ein jeder frisst und wird gefressen.
Was schützt hier wen? Wo ist der Schild?
Ja, Illusionen malen Frieden
so rosafarben an die Wand.
Erwacht, wir suchen nach dem Land,
wo niemand Angst hat, wird gemieden,
und Lieben gilt als Unterpfand.
© Ingrid Herta Drewing
Januar 7th, 2012 | Besinnliches | Tags: Illusion, Liebe, Löwe, Paradies Erde, Traum. Friede. | 0 Comments
Des Jahres Tage sind gezählt.
Der Blick zurück lässt Wünsche offen,
gebiert zugleich das stille Hoffen,
dass Glück im neuen Jahr uns wähl’.
Prognosen gibt es, im Orakel,
da findet mancher seine Sicht.
Noch ahnt er nichts von dem Debakel,
das ihn alsbald nimmt in die Pflicht.
Sylvesterträume in den Lüften;
der Lärm den Dämon dräng’ zurück!
Jedoch in unsren engen Klüften,
dort knüpfen wir uns selbst den Strick.
So vieles, was wir tun, entscheiden,
ist wichtig, zeigt des Lebens Weg.
Die Gier, den Hass gilt ’s zu vermeiden,
die Liebe sei uns Brücke, Steg!
Dann wird vielleicht das nächste Jahr
am Ende für uns wunderbar.
Ingrid Herta Drewing
Januar 1st, 2012 | Besinnliches | Tags: Liebe, Orakel, Prognosen, Wünsche | 0 Comments
Wie viele Winter habe ich gesehen,
mit wachem Auge tief erschaut,
und viele Bilder mir wie Schnee verwehen,
Erinnerungen, aufgestaut.
Doch einen Winter werd‘ ich nie vergessen,
das war, als du, mein Schneemann, mich geküsst.
Es schien mir zunächst frech, ja fast vermessen;
dann war mir so, als ob ich träumen müsst.
Wir hatten rote Wangen, kalte Hände,
doch unsre Herzen klopften heiß.
Im Augen – Blick der Wintersonnenwende
schmolz hin in Liebe alles Eis.
© Ingrid Herta Drewing
Dezember 23rd, 2011 | Liebe, Winter | Tags: Kuss, Liebe, Winter, Winteronnnenwende | 0 Comments
Der blauen Buden Türen sind verriegelt,
und sanft kehrt Stille auf dem Markt nun ein.
Hell leuchtend glänzt der vielen Sterne Schein,
Adventszeitlichter, himmelwärts beflügelt.
Und leise rieselt Schnee; in goldnem Licht
mag märchenhaft die Nacht den Zauber schenken.
Ich stapfe durch den tiefen Schnee, bedenke,
was uns das Weihnachtsfest als Heil verspricht.
Im harten Winter, wenn durch Frost erstarrt
der See und Bäche dicht von Eis gesäumt,
erscheint der Hoffnung Licht im Dunkel klar,
der Friede, von den Menschen neu erträumt.
Die Rettung, die die Liebe kann gewähren,
die Christus, Gottes Gnade uns bescheren.
© Ingrid Herta Drewing
Dezember 19th, 2011 | Adventszeit, Besinnliches, Glauben | Tags: Christus, Friede, Glaube, Liebe, Schnee Sterne, Weihnachtsmarkt | 0 Comments
Lasst uns die frohen Lieder singen
und Gott den Herren loben!
Unsre Musik soll hell erklingen
gleich Engelschören droben!
Bald Weihnacht ist, und Jesus Christ,
als Gott und Mensch geboren,
doch unser aller Heiland ist,
hat uns in Lieb erkoren.
Er ist im Dunkeln unser Licht,
lehrt uns mit Liebe sehen.
Lasst folgen uns und zagen nicht
zu aller Wohlergehen!
Drum singt mit Freuden, dass es schalle
dringe in Herzen, Ohren!
Christ ist geboren für uns alle,
wir sind nicht mehr verloren!
Ingrid Herta Drewing
Dezember 12th, 2011 | Adventszeit, Besinnliches, Glauben, Liebe, Musik | Tags: Adventslieder, Friede, Glaube, Hoffnung, Liebe | 0 Comments
Zum nahen Christfest froh bereit
glänzt Tannengrün und Kerzenlicht.
Dies Leuchten hell ins Dunkel spricht,
die Hoffnung im Geleit.
Lässt innehalten, still besinnen.
Im Einklang mit den alten Liedern
erklingt es „alle Jahre wieder“
dies’ freudig’, lieb’ Beginnen.
Die Liebe öffne Herzen, Tore!
Wer vormals finster und verschlossen,
wer Gram gebeugt und hart, verdrossen,
der fühle nicht mehr sich verloren.
Dies ist die Zeit, da Engel singen
und Sterne tanzen in der Nacht.
Erwartend hörst du zartes Klingen.
Das Kind in dir vor Freude lacht
Ingrid Herta Drewing
Dezember 10th, 2011 | Adventszeit, Liebe, Musik | Tags: Adventszeit, Freude, Hoffnung, Kind, Liebe, Weihnachtslieder | 0 Comments
Wie jedes Jahr zur Weihnachtszeit
kriecht er aus seinem dunklen Nest,
klagt laut vor Abscheu nun sein Leid,
geheuchelt sei dies’ Friedensfest.
Es steht, wie oft bei Pessimisten,
die immer nur das Schlimme sehen,
bei ihm fest auf der Abschussliste.
Das Gute lässt er abseits stehen.
Und wiederholt hat’s sich erwiesen,
dem Weihnachtsmuffel liegt daran,
die Freude andrer zu vermiesen,
und er mault rum, so gut er kann.
Ihm fehlt da jene Toleranz,
die er sonst oft und gern bemüht,
wenn es ihm passt in seinen Tanz,
in Kreise, die er selber zieht.
Er muss wohl den Kulturkreis meiden,
will er dem Weihnachtsbrauch entkommen,
um nicht an Freud’ und Lieb’ zu leiden,
dem Glaubensglück der andern Frommen.
© Ingrid Herta Drewing
Dezember 8th, 2011 | Adventszeit, Klartext | Tags: Freude, Glaube, Liebe, Pessimist, Weihnachtsmuffel | 0 Comments