Opelbad

Nostalgisch schön, hier auf dem Berg gelegen,
schenkst du mir Urlaubsfreude, klaren Blick.
Ich schau‘ ins Tal und fühl‘ des Sommers Segen,
seh‘ weit nach vorn und gerne auch zurück.

Von goldnen Tagen magst du mir erzählen,
sahst mich als Kind, als Mädchen, junge Frau,
als Mutter dort mit meinen Kindern wählen
den Freizeitspaß, die Rutsche hoch im Blau.

Nun sind’s die Enkel schon, die mich begleiten
zu dir, du stattlich‘ Schwimmbad in der Höh‘.
Am Walde liegend, Bäume dich geleiten,
bist du so attraktiv wie eh und je.

Ich lass‘ mich froh von deinem Flair einladen,
genieß‘ das Panorama, mein Wiesbaden.

© Foto u.Text / Ingrid Herta Drewing,2018

Abkühlung

Der Laubfrosch klettert auf der Leiter
und quakt dann weiter, heiter, heiter.
Exakt zeigt ’s auch das Thermometer,
es ist zu heiß, so klagt fast jeder.

Wer gestern nicht zum Schwimmen ging,
für den ist ’s nun ein klares Ding:
Hinaus geht ’s an den Badesee,
auch’s Freibad lockt hier in der Höh‘.

Dort kann man gut sein Köpfchen kühlen,
beim Kraulen tief im Wasser wühlen.
So hält man Hitze sehr gut aus
und geht dann recht erfrischt nach Haus.

Ein guter Trunk zur Abendstunde
mag schön den Urlaubstag abrunden.

© Ingrid Herta Drewing

Sommerintermezzo

Den Regenmantel weggehängt,
der  Sonnenschirm ist nun willkommen.
Die Sonne zärtlich uns bedrängt,
vom Sommer in den Arm genommen.

Es hat das nasse Zotteltier
für eine Weile sich verkrochen.
Kein Wolkentrupp steht mehr Spalier;
nur Himmelblau scheint uns versprochen.

Der Kinder Traum vom Ferienglück,
von Freiheit, Spiel und Spaß im Bade,
er meldet wirklich sich zurück.
Ins Freie geht es mit dem Rade.

Doch Wetterfrösche prophezeien,
ein Intermezzo sei dies nur,
und Schwüle, bald Gewitter seien
den Sommerfreuden auf der Spur.

© Ingrid Herta Drewing