Archive for the Category Licht

Das Leben ist ein Werden und Vergehen.
Wer kennt das Ziel, das Ende seiner Spur?
Aus Dunklem kommend, leuchtend hell Entstehen,
so flammt es auf ringsum in der Natur.
Wir Menschen sinnen, wollen es verstehen,
entschlüsseln viele seiner Rätsel kühn.
Doch dem Warum, Woher genügt kein Sehen,
wir bleiben blind in unserem Bemühen.
Je mehr wir wissen, desto minder wird uns klar,
warum nicht nichts hier ist und Anfang war.
Da sind wir ahnungslos wie zahme Tauben.
Doch Urvertrauen, uns seit Kindheit offenbar,
schenkt die Gewissheit, dass vor allem ist und wahr
der Gott der Liebe, Christ, an den wir glauben.
© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing
November 16th, 2020 | Leben, Licht, Liebe, Sonett | Tags: Glaube, Leben, Liebe, Natur, Wissen | Kommentare deaktiviert für Lebensfrage

Es regt das Leben sich im Wachsen, Mühen
und steht zum Welken dennoch dann bereit.
Der Schönheit Knospen und ihr hell‘ Erblühen
erstrahlen leuchtend nur für kurze Zeit.
Der Duft, der Klang, die süße Melodie
für eine Weile nur im Äther schwingen;
doch schenken sie der Welt die Harmonie,
die sanft und zart das Dunkel wird bezwingen.
© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing
Juli 22nd, 2020 | Flora, Harmonie, Leben, Licht | Tags: Harmonie, Leben, Licht | Kommentare deaktiviert für Lebensmelodie

So lass ich mir den Sommertag gefallen,
ein himmlisch Blau, hell, klar und unverstellt.
Vergesse aller Ängste, Sorgen Lallen,
was sonst zur Zeit uns will ins Leben wallen,
erfreu‘ mich nun am Schönen dieser Welt.
Es braucht die Seele eine Atempause,
kein böses Bild nun dringe in sie ein!
Drum seien mir in meiner kleinen Klause
Natur und Friede ein geborgenes Zuhause,
ein Blumenhort, erfüllt von Sonnenschein!
© Ingrid Herta Drewing
Juli 19th, 2020 | Lebensfreude, Licht, Sommer | Tags: Balkon, Blüten, Schönheit, Sommertag | Kommentare deaktiviert für Atempause

Sieh, wie zum Licht hin wachsen, streben
die Sonnenblumen dort im Feld,
sich goldgelb blühend schön verweben,
hier in des Südens Sommerleben
erfreuen klar die kleine Welt!
Wen wundert ’s, dass Van Gogh zum Malen
sie als Motiv sich auserkor?
Ihr Leuchten lässt den Blick sich aalen,
schenkt Sinn und Seele warmes Strahlen
mit Blütenkranz und Blumenflor.
So mögen sie auch Freude bringen
dorthin, wo man im Grau verstrickt.
In Helligkeit erwacht ein Schwingen
und Hoffnung lässt erneut erklingen,
was unser Leben tief beglückt.
© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing
Juli 15th, 2020 | Flora, Leben, Licht, Zu Gemälden und anderen Bildern | Tags: Licht, Sonnenblumen, Süden, Van Gogh | Kommentare deaktiviert für Sonnenblumen

In diesem Sommer blüht die kleine Wiese,
als habe eine unsichtbare Hand
sie sanft liebkost und ihr gesagt, man ließe
ihr für ihr Blumenvolk das ganze Land.
Sie strotzt nur so im Sonnenlicht mit Grünen
der Blätter, mannigfach in Form und Kraft,
als wolle sie die Regentage sühnen
und zeigen, wie das Wasser Leben schafft.
Insekten tummeln sich in diesem Garten,
das zirpt und summt und surrt im Mittagslicht;
in frohen Tänzen, hier im Spiel der Arten,
schreibt auch der Wind sein zärtliches Gedicht.
© Foto u.Text: Ingrid Herta Drewing
Juli 5th, 2020 | Flora, Licht, Sommer | Tags: Insekten, Lebensfreude, Natur, Wiese, Wind | Kommentare deaktiviert für Sommerwiese

Der Sonne Strahlen tanzen auf den Wellen,
jetzt da der Rhein im Licht des Mittags glänzt.
Du sitzt am Ufer, magst dir Wein bestellen,
den man zum Mahle freundlich dir kredenzt.
Hier darf der Sommer seine Lieder singen,
ein frischer Wind das heiße Mütchen kühlt,
flussauf, flussabwärts weiße Schiffe bringen
Touristen, und die Rheinromantik blüht.
Du weilst beschaulich, siehst die Schiffe fahren,
ein wenig Fernweh mischt sich in den Blick;
die Wellen plätschern in den Tag, den klaren,
doch Pflichten rufen dich abrupt zurück.
Wenn Vater Rhein auch noch so funkelt, blendet,
musst du nun gehen, deine Pause endet.
© Text: Ingrid Herta Drewing,
Foto: Pixabay
Mainz / Rheinufer
Juni 22nd, 2020 | Lebensfreude, Licht, Rhein, Sommer | Tags: Mittag, Pause, Rhein, Sommer, Weiße Schiffe | Kommentare deaktiviert für Mittagspause am Rhein

Johannisnacht, nun schwindet langsam wieder
das Licht bis hin zu Wintersonnenwende.
Doch jetzt erklingen Sommers heit’re Lieder,
der sonnig, hell regiert hier im Gelände.
Es grünt in Wald und Flur, die Früchte reifen:
Erdbeeren, Kirschen schenkt uns die Natur.
Wohin im Garten unsre Blicke schweifen,
erschauen wir der Schöpfung schöne Spur.
Zwar gibt es auch Gewitter, Hitzetage,
bestürmen uns mit Hagel, Regenmacht,
doch bald verstummt auch diese böse Plage
in eines Regenbogens Farbenpracht.
Und wir genießen frische, klare Luft,
Reseden, Rosen und Lavendelduft.
© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing
Juni 20th, 2020 | Leben, Lebensfreude, Licht, Sonnenwende | Tags: Früchte, Lebensfreude, Licht, Sommer, Sommersonnenwende | Kommentare deaktiviert für Sommersonnenwende

Als habe wer sie leichthin ausgezupft,
wie Watte weich die weißen Wolken ziehen,
ins helle Himmelblau dort hoch gelupft,
im Sommerwind dem Alltag zu entfliehen.
Wo kürzlich noch Gewitterblitze dräuten,
lässt Sonne nun das Tal im Glanz erstrahlen.
Von fern her Kirchenglocken leise läuten,
beschaulich sich in meinen Mittag malen.
So friedlich ruht das Tal, die grünen Auen,
sie säumen sanft den Fluss, der strömend grüßt.
Am Ufer sitze ich, darf Schönes schauen,
ein Segelboot, das mit ihm westwärts fließt.
Mein Blick folgt lange seinem Gleiten,Schweben,
und ich genieß‘ den Augenblick, mein Leben.
© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing
Juni 18th, 2020 | Frühsommer, Himmel, Lebensfreude, Licht | Tags: Beschaulichkeit, Mittagsruhe, Sommer, Sonne | Kommentare deaktiviert für Frühsommertag

Das Leben, das hier in der Endlosschleife
der Zeit in seinen Kreisen irdisch schwingt,
uns unaufhörlich trägt in Blüte, Reife,
im Welken noch von Werden, Wachsen singt,
es scheint zu bergen eine Zauberkraft,
die Phönix gleicht, sich Neubeginn erschafft.
Im weiten All mit seinen Myriaden
an Galaxien, Sternen, die bei Nacht
mit hellem Leuchten unsren Blick einladen,
wenn unser Fragen andächtig erwacht,
erscheint das Dasein hier mir als Geschenk,
und ich bin mir des Wunders eingedenk.
Wohl wissend, dass mein eignes kleines Leben
sich kurz ereignet, führt zum Ende hin,
darf ich als Glied der Kette dennoch geben
im „Stirb und Werde“ ihm den eignen Sinn.
Zwar flüstert irdisch mir die Zeit von Tod,
doch glaub‘ ich an das Licht, das ewig loht.
© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing,2020
Juni 15th, 2020 | Besinnliches, Glauben, Leben, Licht | Tags: All, Ewigkeit, Galaxien.zeit, Glaube, Leben, Licht, Liebe, Raum, Tod | Kommentare deaktiviert für Ende und Beginn

An einer Bordsteinkante, hart
treuherzig lugt sein blau Gesicht.
Ich schritt und stockte, sah es, zart,
zertrat das schöne Veilchen nicht.
Die kleine Blume, die sich hier
als Blütengast im Stein verloren,
erschien als Frühlingsbote mir,
der sich die graue Welt erkoren.
Als Zeichen, obwohl Tod befiehlt
und Kälte barsch die Wache hält,
dass Leben sich die Nische stiehlt
und so erneuernd weckt die Welt.
© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing,
Mai 19th, 2020 | Fabeln und Parabeln, Leben, Licht | Tags: Blüte, Bordstein, Leben, Veilchen | Kommentare deaktiviert für Veilchenparabel