Archive for the Category Wetter
Nun fröstelt auch der Tag; es schleicht der Winter
sich heimlich, von Nordosten kommend, ein.
Die Blätter, Herbstes farbenfrohe Kinder,
verwelken, Raureif hüllt sie glitzernd ein.
Der Bäume, Büsche filigrane Äste,
verzaubert, sind kristallen überzogen;
es feiern Nebel und der Frost hier Feste,
vor Winter sich verneigend, wohl gewogen.
Wo sonst das Dach mit roten Ziegeln strahlt,
zeigt sich das alte Haus mit weißem Haupt,
und Rauch, den sein Kamin ins Blaue malt,
ein zartes Kräuseln, das die Kälte klaubt.
Die Krähe sitzt dort, postuliert:“ Krah, krah,
wer’s noch nicht weiß: Der Winter, der ist da!“
© Ingrid Herta Drewing
November 17th, 2011 | Natur, Wetter, Winter | Tags: Frost, Krähe, Rauch, Raureif, Winter, Winterschönheit | 0 Comments
Von allem, was nicht abzuwenden,
was man auf Erden muss ertragen,
das uns mit seinen blanken Händen
ergreift, eh’ wir zur Wehr uns wagen,
ist doch das Wetter auch zu nennen.
Es lehrt uns, Hoch und Tief zu kennen.
So wechselvoll in Jahreszeiten
gestaltet ’s unsre Klimazone;
da darf es Flora, Fauna leiten.
Dem Landwirt wohl gereicht ’s zum Lohne,
wenn er sein Handeln danach richtet
und wetterfeste Pflanzen züchtet.
Wir schauen doch als Erdenkinder
auf ’s Wetter alle, mehr und minder,
und stellen uns dann darauf ein;
wie wir uns kleiden, was wir machen,
ob wir verstimmt sind oder lachen.
Bei vielem, was bei uns der Hit,
spielt letztlich auch das Wetter mit.
Das Wetter, das uns täglich zeigt,
dass Menschenmacht sehr häufig schweigt.
Ingrid Herta Drewing
Oktober 14th, 2011 | Besinnliches, Natur, Wetter | Tags: Klimazone, Leben, Machtlosigkeit, Mensch, Natur, Wetter | 0 Comments
Nun wird es bald aus grauen Wolken brechen,
hier dies’ Gewitter, wofür Schwüle spricht;
lässt Donner krachen, grelle Blitze sprechen,
und Regen prasseln laut in fahlem Licht.
Jetzt tobt sich aus geballte Energie.
Am Himmel zeichnen Blitze ihre Adern;
im Zickzack gleißend dort, vollführen sie
ein Gruselschauspiel, hell in ihrem Hadern.
Die Wolke hochgeschnellt in Eisregionen,
milliardenfach nun Hagelbälle speit.
Selbst dort, wo du geborgen glaubst zu wohnen,
bist du vor den Geschossen nicht gefeit.
Zerstören Dächer, auch Automobile,
der Feldfrucht Halme knicken sie im Sturm.
In dem chaotischen Wettergewühle
fühlst du dich machtlos wie ein kleiner Wurm.
Und atmest frei erst, wenn der Spuk beendet,
der Himmel endlich klart auch wieder auf,
die Sonne ihre warmen Strahlen sendet,
der Tag nimmt wieder seinen ruhigen Lauf.
Ingrid Herta Drewing
September 12th, 2011 | Wetter | Tags: Gewitter, Hagel.Zerstörung, Machtlosigkeit, Mensch, Regen | 0 Comments
Nun spielen hier verrückt die Jahreszeiten.
Der Frühling kam als Sommer jüngst daher,
und jetzt im Juli zeigt das Wetter Seiten,
als ob der Herbst schon angekündigt wär’.
Mich würde es nicht wundern, wenn der Winter
hier im September schritte eisig aus,
und im Dezember Frühling, gleich dahinter,
uns grünend zeigte hellen Blütenflaus.
Im Umbruch scheint das Weltenklima wohl;
vielleicht verschleiert Asche der Vulkane
(viel Wasser kondensiert am Aerosol)
auch momentan nur was am Wetterplane.
Wie auch das Wetter hier nun immer sei,
wir schauen, stehen machtlos nur dabei.
Ingrid Herta Drewing
Juli 20th, 2011 | Natur, Wetter | Tags: Jahreszeiten, Unwetter, Veränderung | 0 Comments
Wie grau doch dieser Sonntagshimmel blickt,
da wirkt sogar der Amselhahn geknickt,
der dort hoch auf dem Dachfirst sitzt und schaut,
wohl seinem eignen Flöten heut’ misstraut.
Es ist fast still, nur einer Taube Gurren
klingt guttural aus weiter Ferne her,
und schläfrig ruft des schwarzen Katers Schnurren
Dornröschenstimmung, hundertjährig’, her.
Das mag man nicht als Sommer hier benennen,
obwohl der Pflanzen Grün dagegen hält.
Es fehlt das Lächeln; Leichtigkeit erkennen
wir heute kaum in unsrer kleinen Welt.
Jedoch wir wissen, auch dies’ wird wohl enden,
bald streifen Sonnenprinzen durch ’s Gelände.
Ingrid Herta Drewing
Juli 17th, 2011 | Natur, Sommer, Wetter | Tags: Amse, Dornröschenschlaf, Grau, Optimismus, Regenwetter, Sommer, Sonne | 0 Comments
Und es wachsen Wolkenberge,
türmen weiß sich himmelan.
Sie umzingeln Hochhauszwerge,
und verbergen Sonne dann.
Bald färbt sich der Himmel grau,
dräut in schwefelgelben Streifen.
Und der Wind stürmt rasend, rau,
wütend will er alles greifen.
Drohend grelle Blitze zucken,
und der Donner dröhnend rollt,
ängstlich kleine Vögel gucken,
als der Hagel prasselnd grollt.
Laut tobt das so eine Weile,
dann wird ’s wieder hell und still,
bis hoch auf der Dachfirstzeile
eine Amsel ohne Eile
süß ihr Liedchen singen will.
Ingrid Herta Drewing
Juli 8th, 2011 | Sommer, Wetter | Tags: Amsel, Blitz, Donner, Gewitterwolken | 0 Comments
Da treiben die dicken Wolken dahin
wie eine Herde von Elefanten,
hintereinander, die grauen Tanten;
sie haben wohl heut‘ nur Regen im Sinn.
Und bald schon prasselt es laut auf die Fläche.
Es rauscht über Dächer, es stürzt, und es platscht.
Die Flüsse schwellen, es reißen die Bäche,
und im Morast blubbert bräunlich der Matsch.
Hell glucksend füllt sich die Regentonne
und darf der Erfüllung entgegen sehen.
In Trockenzeiten, beherrscht von Sonne,
wird sie dann für Gartenglück wohl einstehen.
Vorbei ist der Regen, der Himmel wird blau,
nur ein paar weiße Wölkchen dort gleiten,
die nun noch die Sonne zur Abendschau
in ihrem Glanz durch die Lüfte geleiten.
Ingrid Herta Drewing
Juli 2nd, 2011 | Wetter | Tags: Garten, Hochwasser, Regen, Regentonne, Wolken | 0 Comments
Schon äugt die Sonne aus den Wolkenwänden,
aus denen noch ein leichter Regen fällt.
Die Pflanzen strecken ihre Blätterhände
ins Nass, das frisch erquickt die grüne Welt.
Und auch die Vögel finden sich nun munter
zum Trinken an der Vogeltränke ein.
Der Regen geht, vom Dache tropft es runter,
stimmt in Synkopen ab den Abschied fein.
Ingrid Herta Drewing
Juni 4th, 2011 | Natur, Wetter | Tags: Regen, Sonne, Vögel Wassermusik | 0 Comments
Es warten auf den Frühlingsregen
schon lange Wiesen, Wald und Feld.
Zu trocken ist es, Sonnensegen
hat wochenlang sich eingestellt.
Nun darben Pflanzen, in den Wäldern
herrscht schon wie sommers Brandgefahr.
Die Bauern wässern künstlich Felder,
staubtrocken liegt die Erde.
Der Pegel vieler Flüsse ist
so niedrig wie sonst selten.
Die Schifffahrt fast erliegen müsst;
auf Regen hofft Rheinfelden.
Am Deutschen Eck in Koblenz dort
ist flach der Rhein, ein Meter
der Wasserstand; man quert vor Ort
den Rhein hier bald per Pedes.
Mag Mai doch endlich Regen bringen,
nachholen, was April versäumt,
damit die Quellen, Bäche springen,
die Tier- und Pflanzenwelt schön träumt!
Ingrid Herta Drewing
Mai 5th, 2011 | Frühling, Wetter | Tags: Flüsse, Schifffahrtl, Sonne, Trockenheit, Wassermangel | 0 Comments
April mit seinen Wetterlaunen
hat uns nun wieder fest im Griff.
Die Blütenkinder lernen staunen,
wenn er den Schneepelz um sie wirft.
Verloren lugt das kleine Veilchen,
ein zart’ Gesichtchen, aus dem Schnee.
Es feierte doch vor ’nem Weilchen
noch Frühlings Ankunft in der Höh’.
Der Berg, jetzt ganz in Weiß gehüllt,
sieht dräuen furchtbare Gewitter.
Es blitzt im Tal, der Donner brüllt.
Jungvögel ängstlich nun erzittern.
Doch morgen mag es anders sein;
dann bleckt vielleicht die Sonne heiß,
lädt golden in den Frühling ein
und leckt schnell weg das Winterweiß.
Ingrid Herta Drewing
April 13th, 2011 | Frühling, Wetter | Tags: April, Schnee, Sonne, WetterlaunenGewitter | 0 Comments