Archive for the Category Glauben
Wie seltsam ist’s, dass seit Beginn des Lebens
das Sterben immer auch zugegen ist,
dem Leben setzt die kurze Daseinsfrist,
das Hoffen auf ein Bleiben ist vergebens.
Es sind die Erde, auch das weite All
auf Werden und auf Wandel eingestellt.
Das Leben im Bewusstsein, unser Fall,
ist wohl ein Funke nur im großen Feld.
Der Welt, die wir im Ansatz kaum erahnen,
mit Fragen tastend suchen zu verstehen;
die Religion uns bindet an ein Mahnen,
dass wir einander liebend leben sehen.
Denn dieses eine Leben, unser Traum,
kann sein so wunderschön im Erdenraum.
© Ingrid Herta Drewing
November 21st, 2011 | Besinnliches, Glauben | Tags: Fragen ., Glaube, Leben, Sterben, Suchen, Tod, Vergehen, Weltall, Werden | 0 Comments
Jetzt schmücken sie schon emsig Markt und Straßen
mit Tannen, Sternen, Kerzen, hellem Licht;
das Dunkel zu verdrängen, nicht vergaßen
erwartungsfroh sie des Advents Gesicht.
Besonders der Kommerz wirkt da beflügelt;
des Lichtes Flut der City dies bekennt.
Jedoch, was hier so lautstark, ungezügelt
erstrahlt, sich wohl vom Sinn der Weihnacht trennt.
In Andacht Christi Ankunft zu erwarten,
gelingt sehr vielen nicht im Festtagsstress,
als zögen wild die Bagger durch den Garten,
man es nicht wachsen, schön erblühen lässt.
Lernt innehalten, nicht um Ware laufen,
denn was Bestand hat, kann kein Mensch sich kaufen!
© Ingrid Herta Drewing
November 20th, 2011 | Adventszeit, Gesellschaftskritisches, Glauben | Tags: Advent, Andacht, Christi Ankunft, Kommerz, Lichter, Schmuck, Sterne, Tannenbäume | 0 Comments
Es trägt der Wind die letzten goldnen Blätter
und wirbelt sie im Tanze durch die Luft.
Noch einmal grüßen sie das Sonnenwetter,
bevor ihr irdisch Los zum Welken ruft.
Was einst im Frühling lind begann zu leben,
in Sommers Reife grünen ließ den Baum,
darf losgelöst von seinem Ursprung schweben
in kurzer Freiheit vor dem langen Traum.
Zu Boden sinkend, braune Blätterhülle,
die sanft und warm deckt bloße Erde zu,
wenn Raureif, Schnee, des Frostes kalte Stille
das Pflanzenleben lässt in Winters Ruh’
Um dann im warmen Dunkel aufzugehen,
zurückgekehrt zu lichtem Auferstehen.
© Ingrid Herta Drewing
November 13th, 2011 | Besinnliches, Glauben, Herbst, Kreislauf des Lebens | Tags: Auferstehung, Blätter, Feiheit, Herbst, Tod, Wind | 0 Comments
Und nichts ist von Dauer, was wir erkiesen,
alles nimmt mit ohne Mitleid die Zeit,
die Wasser, die tosend zum Meere fließen,
die Pflanzen, die blühend und welkend sprießen.
Uns steht hier vieles nur sehr kurz bereit.
Sogar die Sterne, die himmlisch erglänzen,
sterben von Anbeginn in ihrem Licht,
tragen es dennoch so weit, uns kredenzend,
weiten uns Menschen die irdischen Grenzen,
ein Himmel voll Hoffnung und Zuversicht.
Zuversicht wächst in vertrauendem Glauben,
dass gütig uns, wenn unser Leben einst fällt,
der Herrgott in seiner Gnade erlaube,
die Seinen zu sein; fern dem Sternenstaube
geborgen in seiner Hand er uns hält.
© Ingrid Herta Drewing
November 1st, 2011 | Besinnliches, Glauben | Tags: Gaube, Gott, Hoffnung, Leben, Liebe, Vergänglichkeit, Vertrauen | 0 Comments
Und Tage gibt es, da wachsen dir Flügel,
die Freude trägt dich auf Schwingen ins Licht.
Vergessen ist jeder Schreckensbericht,
verlässt dunkle Felder und Sorgenhügel.
Du hörst frohe Lieder, von Hoffnung erfüllt,
dass auch auf Erden der Friede einkehre,
ein jeder den andern, die Schöpfung ehre,
und allen werde der Hunger gestillt.
Du glaubst, dass Menschen die Zukunft gestalten,
dass Einsicht zu Vorsicht und Rücksicht dann führt,
das Leiden des einen den anderen rührt.
Und sich kein Mensch mehr im Hassen verliert,
weil er nun empathisch fühlt und auch spürt,
wie Menschen, sich menschlich, liebend verhalten.
© Ingrid Herta Drewing
Oktober 23rd, 2011 | Besinnliches, Glauben, Leben, Liebe | Tags: Hoffnung, Liebe, Menschlichkeit, Utopie, Welt, Zukunft | 0 Comments
Wir danken, Herr, für deine Gaben,
erwachsend aus der Erde Schoß,
denn alles Leben, was wir haben,
wird nur aus deiner Güte groß.
Du lässt die Sonn ‚ am Himmel scheinen,
den Mond, die Sterne in der Nacht,
schenkst Regen uns, lässt Pflanzen keimen
und blühen, was uns glücklich macht.
Du gabst die Schöpfung uns zur Pflege,
nun bitten wir, gib uns die Kraft,
sie auch in deinem Sinn zu hegen,
nur das zu tun, was Frieden schafft.
© Ingrid Herta Drewing
Oktober 3rd, 2011 | Glauben, Leben | Tags: Gott, Liebe, Schöpfung | 0 Comments
An einem Tag wie heute, hell und warm,
da möcht’ man sonnenwärts zum Himmel schweben.
Spätsommer nimmt uns zärtlich in den Arm
und schenkt uns einen Sonntag, reich an Leben.
Noch grünen Bäume, leuchten Beerenhecken,
und golden malt die Sonne hier den Tag.
Das Eichhörnchen mag sich nun nicht verstecken,
es sammelt Nüsse dort im nahen Hag.
Auch unser Lobgesang darf schön erklingen,
Licht leuchtet warm durch ’s bunte Fensterbild,
zeigt Gottes Sohn, sich auf zum Himmel schwingend.
Wir singen Benediktus…, andächtig und mild.
Und danken Gott für seine große Güte,
wir bitten, dass er unsre Welt behüte.
Ingrid Herta Drewing
September 18th, 2011 | Besinnliches, Glauben, Leben | Tags: Christus, Gottesdienst Benediktus, Kirchenfenster, Lebensfreude, Leuchte, Sone, Sonntag, Spätsommer | 0 Comments
Das Leben ist ein Werden und Vergehen.
Wer kennt das Ziel, das Ende seiner Spur?
Aus Dunklem kommend, leuchtend hell entstehend,
so flammt es auf ringsum in der Natur.
Wir Menschen sinnen, wollen es verstehen,
entschlüsseln viele seiner Rätsel kühn.
Doch dem Warum, Woher genügt kein Sehen,
wir bleiben blind in unserem Bemühen.
Je mehr wir wissen, desto minder wird uns klar,
warum nicht nichts hier ist und Anfang war.
Da sind wir ahnungslos wie zahme Tauben.
Doch Urvertrauen, uns seit Kindheit offenbar,
schenkt die Gewissheit, dass vor allem ist und wahr
der Gott der Liebe, Christ, an den wir glauben.
© Ingrid Herta Drewing
September 9th, 2011 | Besinnliches, Glauben, Leben, Lebensfreude | Tags: Christus, Glauben, Kosmos, Leben, Lebenssinn, Liebe, Urvertrauen, Vergänglichkeit, Werden | 0 Comments
Nicht Mauer sein, nicht Wall, der alles trennt,
die Tür sein, die in Freiheit, Weite führt,
die Brücke, die verbindet, was getrennt,
ein Mensch sein, den die Nächstenliebe rührt.
Nicht Feuer sein, im Wahn die Welt zerstörend;
doch Frühlingsregen, der die Erde netzt,
sie hegend, auf des Lebens Stimme hörend,
der Sonne gleich, die sie ins Blühen setzt.
Mit wachen Augen durch das Leben gehen
und Fehler nicht nur bei den Andern sehen,
von Eitelkeit geblendet und gehemmt.
Sich nicht im Starrsinn dumpf ums Ego drehen,
versuchen, andre Menschen zu verstehen,
erscheinen sie zunächst auch noch so fremd.
Ingrid Herta Drewing
Juni 12th, 2011 | Besinnliches, Glauben | Tags: Brücke, Nächstenliebe, Toleranz, Umweltbewusstsein, Verständnis | 0 Comments
Glaubst du ernsthaft, dass es nur die Leere gibt
und das Ich, gezeichnet, nur sein Leben schreibt,
dass uns wirklich niemand außer uns auch liebt
dass von uns einmal nur graue Asche bleibt?
So wie alle Sterne, die verglühen,
noch nach Jahren Licht ins All aussenden,
mögen wir in unserem Bemühen
unsre Tage leben und verschwenden?
Ist dies alles wirklich nur ein kurzes Spiel:
Leben, Liebe, Leiden, Nehmen, Geben,
wir unkundig, ohne Wissen, Weg und Ziel
tausendfach uns in der Welt verwebend?
Nein, ich glaube, dass uns Gottes Gnade, Geist
seinen Weg in Jesus Christus liebend weist.
Ingrid Herta Drewing
Juni 11th, 2011 | Besinnliches, Glauben | Tags: Christus, Gott, Leben, Lebensinn, Tod, Vergänglichkeit | 0 Comments