Ein kleines, weißes Wölkchen schwebt,
wirkt fast verloren dort im Blau,
als hätt’ der Wind es hier verlegt
auf dieses weiten Himmels Au.
Die Sonne lässt es nicht gewähren,
ergreift es mit der Strahlen Kraft
und löst es auf, ihr soll gehören
der Himmel, den sie hell begafft.
So geht es vielen, denn die Macht
hat nicht nur in Natur das Sagen.
Wer sich nicht wehren kann, weil schwach,
kann sich oft nicht einmal beklagen.
Ingrid Herta Drewing
Juni 5th, 2011 | Besinnliches | Tags: Gewalt, Himmel, Machtlosigkeit, Sonne, Wölkchen | 0 Comments
Schon äugt die Sonne aus den Wolkenwänden,
aus denen noch ein leichter Regen fällt.
Die Pflanzen strecken ihre Blätterhände
ins Nass, das frisch erquickt die grüne Welt.
Und auch die Vögel finden sich nun munter
zum Trinken an der Vogeltränke ein.
Der Regen geht, vom Dache tropft es runter,
stimmt in Synkopen ab den Abschied fein.
Ingrid Herta Drewing
Juni 4th, 2011 | Natur, Wetter | Tags: Regen, Sonne, Vögel Wassermusik | 0 Comments
Am Himmel zarte Cirruszeichen,
die leicht der Wind getuscht ins Blau
und überm Wäldchen, bei den Eichen
erstrahlt die Sonne, küsst die Au.
Und ihre gleißend hellen Strahlen,
sie tanzen silbern auf dem See,
Milliarden Diamanten malend,
die funkelnd schimmern in die Höh’.
Geblendet steh’ ich am Gestade
im warmen Sommermorgenlicht;
vor mir die Schwanenpaar-Parade,
aus deren Gleiten Anmut spricht.
Ingrid Herta Drewing
Juni 4th, 2011 | Besinnliches, Natur, Sommer | Tags: Beschaulichkeit, Morgen, Schwäne, See, Sommer, Sonne | 0 Comments
Geschäftig sind die Amseln, Finken, Schwalben;
sie fliegen, schwirren hier in schnellem Flug,
nur eine Ringeltaube allenthalben
thront hoch auf dem Kamin, ist sich genug.
Wie einst Diogenes stört sie sich nicht
an dem Gewusel, das die andern treiben,
genießt der Sonne warmes Morgenlicht
und mag, gemütlich ruhend, sitzen bleiben.
Nur ab und zu ein Gurren, guttural,
schickt sie als Botschaft rhythmisch aus.
Die Antwort folgt von fern, von Mal zu Mal.
Es grüßt die Taube auf der Nachbarn Haus.
Wie Wächter wirken sie, man mag vertrauen,
dass sie besonnen nach Gefahren schauen.
Ingrid Herta Drewing
Mai 13th, 2011 | Besinnliches, Natur | Tags: Kraft., Licht, Ruhe, Sicherheit, Sonne | 0 Comments
Hier spürst du schon des Sommers Weben;
er hat die Boten uns geschickt:
Die Mauersegler, die hier schweben
und schwirren, helle Laute geben,
verkünden, dass er ist zurück.
Des Frühlings Blütenbäume haben
nun abgelegt ihr weißes Kleid.
Der Kirsche runde, grüne Gaben
versprechen, uns recht bald zu laben
in ihrer süßen Früchte Zeit.
Der Sonne gleißend helles Strahlen
beherrscht den Tag die Wärme wächst.
Man möcht’ sich gern am Strande aalen,
denn schon bereitet Hitze Qualen,
die Trockenheit, es scheint verhext.
Da wartet man und ruft nach Regen,
den dann auch ein Gewitter bringt.
Den Landwirt freut der nasse Segen,
der seine Pflanzen auch mag hegen,
damit die Frucht wächst und gelingt.
Ingrid Herta Drewing
Mai 10th, 2011 | Natur, Sommer | Tags: Frühsommer, Gewitter, Kischen, Mauersegler, Regen, Sonne, Trocknheit, Wärme | 0 Comments
Von goldnem Sonnenlicht umflossen,
erwacht das Leben, um zu träumen.
Der Frühling lächelt in den Bäumen
und Wiesen, blühende Genossen.
So mag ein Erdentag beginnen,
beschirmt von Himmels hellem Blau,
und ich erleb’ mit allen Sinnen
des Frühlings zarte Blütenschau.
Lass mich von Licht und Duft betören,
der frühen Vögel süßem Lied.
Das Leben darf auch dir gehören,
so flüstert ’s zärtlich ins Gemüt.
Ingrid Herta Drewing
Mai 9th, 2011 | Frühling | Tags: Frühling, Hoffnung, Lebensfreude, Morgen, Sonne | 0 Comments
Es warten auf den Frühlingsregen
schon lange Wiesen, Wald und Feld.
Zu trocken ist es, Sonnensegen
hat wochenlang sich eingestellt.
Nun darben Pflanzen, in den Wäldern
herrscht schon wie sommers Brandgefahr.
Die Bauern wässern künstlich Felder,
staubtrocken liegt die Erde.
Der Pegel vieler Flüsse ist
so niedrig wie sonst selten.
Die Schifffahrt fast erliegen müsst;
auf Regen hofft Rheinfelden.
Am Deutschen Eck in Koblenz dort
ist flach der Rhein, ein Meter
der Wasserstand; man quert vor Ort
den Rhein hier bald per Pedes.
Mag Mai doch endlich Regen bringen,
nachholen, was April versäumt,
damit die Quellen, Bäche springen,
die Tier- und Pflanzenwelt schön träumt!
Ingrid Herta Drewing
Mai 5th, 2011 | Frühling, Wetter | Tags: Flüsse, Schifffahrtl, Sonne, Trockenheit, Wassermangel | 0 Comments
Ein Maientag geht nun zu Ende.
Die Blüten schließen sich zur Ruh,
damit der Nachtfrost im Gelände
sie nicht zerstört in einem Nu.
Die Sonne schickt noch milden Schein,
lugt halb dort überm Dach hervor
und Schatten wachsen, fangen ein
was sich der Tag so hell erkor.
Nun da die Vögel sind im Nest,
die ersten Sterne funkeln,
zünd’ ich an für des Abends Rest
mein Windlicht hier im Dunkeln.
Genieße diese Abendstille,
sanft ist der Glocken Klang verhallt,
und freue mich an Frühlings Fülle,
die duftend aus dem Garten wallt.
Ingrid Herta Drewing
Mai 4th, 2011 | Frühling, Lebensfreude | Tags: Abend, Blütenduft, Frühling, Mai, Sonne, Stille | 0 Comments
Sanft erstes Licht die Berge talwärts fließt,
lässt sie erhellt im Morgengolde schimmern,
Das Leben neu erwacht und sich ergießt
in eines warmen Frühlingstages Flimmern.
Leicht dort im Aufwind fliegen Kranichscharen
nach kurzer Rast in Richtung Norden hin,
sie lassen hoch sich über Berge tragen
und folgen jubelnd ihrem Heimatsinn.
Doch sesshaft jene Bienenfresser bleiben,
am Steilhang Röhren bauend überm Fluss
für ihre Brut; doch Nattern Schläue zeigen,
sie winden sich hinab zum Ei-Genuss.
Und ganz hoch oben Gänsegeier kreisen,
als Todeserben, die im Leben reisen.
Ingrid Herta Drewing
April 30th, 2011 | Frühling, Natur | Tags: Berge, Frühling, Kraniche, Sonne | 0 Comments
Ein Nebellied, still ruhend liegt der See.
Der Wind, er fächelt, flüstert in den Bäumen;
und rosig, lugend über Berges Höh’,
mag Sonne lächelnd nun den Tag erträumen.
Die Wiese ward von Tau zart wach geküsst,
es glitzern, funkeln schillernd viele Perlen.
Das Vogelvolk, das freudig zwitschert, ist
geflogen in die Wipfel grüner Erlen.
Und bald erfüllt der Sonne goldnes Strahlen
das Tal, in lichtem Blau blinkt auf der See,
des Himmels Spiegel; nur zwei Wölkchen malen
sich zärtlich in das Bild, so weiß wie Schnee.
Andächtig stehst du, fühlst mit allen Sinnen
des Frühlingstages liebliches Beginnen.
Ingrid Herta Drewing
April 29th, 2011 | Frühling | Tags: Frühingsmorgen, Lebensfreude, Nebel, See, Sonne | 0 Comments