Hoffen

Blütenbaum Horstmar_n

Es lenzt nun im Land,
und verborgene Träume
zart wachsen ins Licht.

Duftende Blüten
versprechen wieder auch dir
rosige Zukunft.

© Foto u.Text / Ingrid Herta Drewing,2018

Rosenbild

Version 3

Der Rosen Schönheit
für den Winter bewahren,
vom Duft noch träumen.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing

Im Kurpark

Kurpark, Schneerest_oNoch duldet hier die Wiese Winters Schnee.
Jedoch die Bäume, bar der Last, befreit,
schon strecken knospend Zweige in die Höh‘,
als zeigten sie der Sonne, dass bereit
zum Blühen sie, wenn fern der Kälte Weh.

Und die Magnolie, warm in Pelz gehüllt,
lässt sehnsuchtsvoll die großen Knospen schwellen,
als sei sie hier im Park sehr bald gewillt
die zarten Blüten schön ins Licht zu stellen,
wenn Frühlingssonne hell das Tal erfüllt.

Noch fühle ich des Winters Kälteschmauch,
der mich, die Wangen rötend, frostig streift;
doch ahne ich, wie bald der Blüten Hauch
anheimelnd duftend durch die Lüfte schweift,
und ich erwarte freudig Frühling auch.

© Foto und Text / Ingrid Herta Drewing,2017

Unter Linden

Jetzt blühen die Linden.
Dies goldene Glück
lockt Hummeln und Immen;
nun sind sie zurück,
nach kühler Nässe
hier Nektar zu finden.

Jetzt blühen die Linden.
Den Sommer im Blick,
lass froh ich mich stimmen
und lob dies Geschick,
mich, nasenselig,
die Düfte umwinden.

© Ingrid Herta Drewing,2016

Sommerabend

Der Abendsonne Milde
durchflutet sanft das Land
und rötet die Gefilde
mit lichter Strahlenhand.

Hoch auf dem Dachfirst thronen
zwei Ringeltauben fein,
als sei’s ihr Los, zu wohnen
im Abendsonnenschein.

Mit seidenweichen Lüften
empfängt mich mein Balkon,
schenkt zarter Rosen Düfte,
mir hier als süßen Lohn.

Mein Tagwerk ist zu Ende,
nun lass‘ ich Muße zu,
leg in den Schoß die Hände
genieß‘ beschaulich Ruh‘.

© Ingrid Herta Drewing,2015

Tropisch

Es ist so schwül und heiß der Sonne Blecken.
Da such‘ ich Kühlung, Schatten, bleib‘ im Haus,
verkriech‘ mich dort wie eine Weinbergschnecke,
mach’s mir gemütlich in der Kuschel-Ecke
und lese meinen Lieblings-Schmöker aus.

Der Ventilator summt sein leises Lied,
bewegt die Luft im Raum; sein frischer Wind,
der stetig wehend zu mir hin nun zieht,
kühlt mir die Stirn, ist Labsal für’s Gemüt.
Wohl temperiert wird da mein Leben lind.

Und wenn die Nacht erwacht, im Dunkelblau
am Himmel Sichel-Mond und Sterne grüßen,
weil‘ ich auf dem Balkon, die Luft ist lau.
Im Windlicht-Schimmer glänzt die Blütenschau
und darf mir duftend hier die Zeit versüßen.

© Ingrid Herta Drewing,2015

Sommermorgen – Ermunterung

Im Himmelblau der Segler Schau,
die hoch in Lüften schweben!
Ein Sommermorgen, mild und lau,
mag deine Stimmung heben.

Von Blütenduft erfüllt die Luft,
betört dich, weckt die Sinne.
Es schwinden Trübsal, Schmerzens-Kluft.
Nun heißt es:Neu beginne!

Das kleine Glück, ein Augenblick
des Schauens! Innehalten
bringt dir Geschick und Kraft zurück,
dein Leben zu gestalten.

© Ingrid Herta Drewing,2015

Wetterwechsel

Ein Labsal, nach der Hitze endlich Regen!
Auch hat es sich hier fühlbar abgekühlt.
Frei kannst du atmen, Grün sprießt an den Wegen,
vom Staub befreit, den Wasser abgespült.

Es zeigt der Juni uns jetzt deutlich wieder
des frühen Sommers mildes Klar-Gesicht,
und hell erklingen muntrer Vögel Lieder;
die Luft erfüllt der Pflanzen Duft-Gedicht.

Der Ventilator darf im Schrank pausieren,
wenn möglich lange, sei es bis August,
dann mag Hochsommerhitze malträtieren;
im Urlaub fördert sie die Freibad-Lust.

Doch lob ich mir den Tag, der Morgen lacht,
erholsam war der Schlaf in milder Nacht.

© Ingrid Herta Drewing,2014

Frühlingsweise

Der Morgentau küsst wach die Wiesen,
und Sonne scheint, erreicht die Welt,
den Tag hier lächelnd zu begrüßen,
ein Schimmern,Leuchten! Sie lässt fließen
ihr warmes Licht auf Wald und Feld.

Es klingen zart der Harfe Saiten,
und lieblich dringt ihr Zauberklang
aus Himmels hellen, blauen Weiten,
das Frühlingskind sanft zu begleiten,
schenkt Blütenduft und Licht-Gesang.

Die Vögel, die den Tag besingen,
sie tragen neuen Federflaum
und bergen unter ihren Schwingen
dies Lied von Hoffen und Gelingen,
des Phönix‘ goldnen Lebenstraum.

© Ingrid Herta Drewing,2014

Frühlingshoffnung

Es glänzt in klarem Morgenlicht
nun neu erwacht die kleine Welt,
zeigt strahlend Frühlings Angesicht,
das blühend uns von Leben spricht
in Wald und Garten, Park und Feld.

Da blaut Glyzinie, blüht der Flieder;
ihr süßer Duft erfüllt die Luft.
Wir fühlen frei uns; frohe Lieder
der Amsel hell erklingen wieder,
und Jubel sprengt der Enge Kluft.

Vergessen Sorgen, Zwänge,Zäume
in Milde, die so zart hier webt.
Im lichten Grünen alter Bäume
berühren uns die Frühlingsträume,
ein Hoffen, das zum Himmel strebt.

© Ingrid Herta Drewing,2014