Archive for the Category Flora

 
 

Mimose

Vom Frühling singst du, liebliche Mimose,
ein südlich’ Lächeln grüßt aus deinem Hauch.
Betörend gleich der Königin, der Rose,
weißt du wohl zärtlich zu verzaubern auch.

Mir spricht dein goldner Blütenflausch von Sehnen,
nach hellem Himmel, azurblauem Meer,
Aranjuez, Gitarrenklängen, schönen
Erinnerungen einer Liebesmär.

Aus deinen Düften ruft mich, sanft verwoben,
ein trautes Bild und süßer Worte Sang.
Ich atme dich, halt’ dich ans Herz gehoben

und berge mein Gesicht im Blütenklang.
Um träumend in dein Sonnenreich zu sinken
und nasenselig Frühlingsglück zu trinken.

© Ingrid Herta Drewing, 2010.
© Foto: Anita L. White, 23.02.2015

Frühlings Lied

Jetzt lässt der Frühling hier im Tal
sein helles Lied erklingen.
Es grünt und blüht, kein Winterfahl
mag ihn nun mehr bezwingen.

Forsythien-Gelb, der Scilla Blau
und Krokus auf den Wiesen
entfalten ihre Farbenschau,
Magnolienblüten grüßen.

Du hörst ’s beglückt, die Amsel singt,
will sich in Höhen schwingen.
Ihr Liebeslied ins Weite dringt,
wird Frühlings Freude bringen.

© Foto u. Text : Ingrid Herta Drewing,
Wiesbaden Kurpark

Im Park

In Fülle Szillasterne sprießen,
umsäumen dicht die kahlen Bäume.
Der Maler Lenz hat auf den Wiesen
sie hingetupft als blaue Träume.

Und der Magnolien Knospen schwellen.
Schon mag manch zartes Blüh-Gesicht
vorwitzig sich der Sonne stellen,
lugt aus dem dunklen Pelz ins Licht.

Forsythien in den Frühling strahlen.
Ihr leuchtend Gelb den Tag erhellt,
mag noch für uns ein Lächeln malen,
wenn Wolken grauen, Regen fällt.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing
Wiesbaden, Am Warmen Damm

Forsythienflüstern

Schon schimmert ’s golden im Forsythienstrauch,
wo erste Blüten sich zum Lichte recken,
und bald wird sattes, gelbes Leuchten auch
die letzten Zweige gänzlich hier bedecken.

Wie kleine Sonnen werden sie erhellen
die Stadt, die sanft im Frühling aufgeblüht.
Sogar an grauen Tagen strahlen sie, bestellen,
dass trüber Wolken-Schmand vorüberzieht.

Und tief geborgen feiern dort im Nest
die Amselpaare ihre Hochzeit wieder.
Nun stimmen sie uns ein auf ’s Frühlingsfest
mit ihren Melodien. Liebeslieder.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing,
Wiesbaden, Wilhelmstraße

Frühlingsmorgen

Der Morgen graut;
ich hör‘ der Ringeltaube Tönen,
ihr tiefes Gurren klingt so sehnsuchtvoll,
das wohl dem fernen Partner gelten soll,
mit ihm den neuen Tag zu krönen,
so lieb und traut.

Der Himmel grau,
jedoch Forsythien-Büsche strahlen,
als sollten sie nun statt der Sonne scheinen,
mit diesem Frühlingstag sich lind vereinen,
sich golden in die Landschaft malen
in schöner Schau.

Mich zieht’s hinaus;
es locken Lenz, die milden Lüfte;
Schneeglöckchen, Krokus blühen schon im Garten,
sogar Maßliebchen, kleine Veilchen starten,
und Hyazinthen schenken Düfte
hier vor dem Haus.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Forsythien

Der Himmel grau,
jedoch im Park Forsythien strahlen,
als sollten sie nun statt der Sonne scheinen,
mit diesem Frühlingstag sich lind vereinen,
sich golden in die Landschaft malen
in schöner Schau.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Tulpen

Ich seh’ dem Leben gern beim Wachsen zu,
und Tulpen mir erlauben dies seit Tagen.
Zur Rettung vor dem Frost ins Haus getragen,
sie keimten auf, nun wachsen sie im Nu.

Schon blicken aus dem grünen Blätterbette,
geschlossen noch, die Blütenkelche rot.
Es ist, als ob sie wer gerufen hätte
und sie sich reckten zart, vom Licht umloht.

Drei kleine Tulpen nur im Blumentopf,
jedoch sie können mir die Hoffnung geben,
das Glück und Freude selbst dem ärmsten Tropf
beschert sind durch die Kraft, die schenkt das Leben.

Nun warte ich noch einen Tag verhalten,
erlebe sie in leuchtendem Entfalten.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing,

Kühler Vorfrühlingstag

Ein kalter Nordwind bläst, doch Sonne strahlt
und macht den Tag so hell, den Himmel blau.
Der Frühling leuchtend sich ins Land nun malt.
Ich atme auf, erblick’ die Blumenschau,
die in den Gärten und im Park erblüht.
Beschwingt geh’ ich, so leicht ist mein Gemüt.

Und mault auch wer und schimpft auf Kälte, Staat,
heut’ lass’ ich mir die Laune nicht vergrätzen,
genieße kleine Freuden, die, parat,
mir hier das große Glück recht gut ersetzen.
Lass’ zart mich leiten von des Frühlings Spur,
dem Blütenlächeln hier in Wald und Flur.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing,

Frühlingsboten

Hoch auf Südwinds leichten Schwingen
flogen Kranich, Storch ins Land,
konnten uns die Kunde bringen,
dass den Frühling sie erkannt,
der nun bald ist hier zurück,
uns beschenkt mit Blütenglück.

Schneeglöckchen und Krokus sprießen,
auch die Wiese zeigt ihr Grün,
und der Bach darf gluckern, fließen,
mag jetzt eisfrei talwärts zieh’n.
Lieblich in den Lüften klingt
der Amsel Lied, das schön sie singt.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Winterblüten

Trotz Winter blüht die Zaubernuss,
bereichert die Gefilde.
Auch Winterschneeball, ein Genuss,
mit seinem Blütenbilde,
als schenke er des Frühlings Kuss,
weiß-rosa Leuchten, milde.

Schneeglöckchen spitzt grün aus dem Schnee,
als wolle es bedeuten
in Garten, Park, am stillen See,
wie bald es wird einläuten
des Winters Ende, Frost und Weh:
Vorbei die kalten Zeiten!

© Text: Ingrid Herta Drewing
Foto: Pixabay