Archive for the Category Besinnliches
Die Sonne sinkt, in ihrer Glut erröten
der Himmel und die weißen Wolken nun.
Der Abend naht, sogar der Amsel Flöten
verklingt; die müde Welt wird jetzt bald ruh’n.
Auf steigt aus Wald und Wiesen Nebelrauch;
hier zelebriert Natur ihr sanftes Schweigen,
der Bäume Kronen spüren keinen Hauch,
es lädt der Wind nicht ein zum Wipfelreigen.
Schon strahlt aus dunklem Blau der Abendstern.
Die Königin der Nacht hat nun die Wahl,
ihr Sternenmantel streift das stille Tal;
des Mondes Silbersichel glänzt von fern.
Spätsommernacht gewährt der Milde Räume
und friedlich darf die kleine Welt jetzt träumen.
© Ingrid Herta Drewing
September 9th, 2012 | Besinnliches, Sommer | Tags: Abendrot, Nebel, Silbersichel, Sommerabend | 0 Comments
Es strömt der Fluss dahin,
als sei er Licht verbandelt,
errötend hier im Abendsonnenschein.
Geschäftig, nüchtern sonst,
nun zauberzart verwandelt,
lädt er die Liebenden im Boote ein.
Erfüllt den Inseltraum;
die goldnen Wellen tragen
in sanftem Wiegen sie zur stillen Bucht.
Das Boot im Gräserflaum,
ein wohliges Behagen
in dieser Landschaft segnet ihre Flucht.
Vom Lärm der Stadt entfernt;
nur noch ein Plätschern, leise,
der Wassernixen sanftes Abendlied,
bis dunkelblau, besternt,
mit Silbermondes Weise
die Sommernacht den Zaubervorhang zieht.
© Ingrid Herta Drewing
August 28th, 2012 | Besinnliches, Fluss, Liebe, Romantisches | Tags: Abendrot, Boot, Fluss, Liebe, Liebende, Romanze, Sommerabend, Zauber | 0 Comments
Die Sonnenstrahlen flüstern in den Bäumen
und malen Blättermuster in den Sand,
in dem das Kind spielt, still vertieft in Träume.
Kein dunkler Schatten trübt sein Kinderland.
Da gibt es Ritter, Prinzen, Feen und Tiere;
sogar den kleinen Drachen mag man gern.
Als Tollpatsch darf er harmlos hier agieren,
beschirmt von einem guten Zauberstern.
Die kleine Burg im Sand lebt bunt und heiter.
Die Ritter kämpfen, haben nie Blessuren,
und fällt ein Wachhund an die kühnen Reiter,
verwischt das Kind schnell mit dem Sieb die Spuren.
Gilt es gar, die Prinzessin dort zu retten,
sie zu befreien von dem bösen Fluch,
hilft die Magie, hier eine Handvoll Kletten,
gut aufbewahrt in einem weißen Tuch.
Eintauchen, einmal noch, in jene Welt,
die jenseits des Realen hält bereit
die Märchenwunder, Leben ohne Geld,
weit weg von allen Krisen unsrer Zeit!
© Ingrid Herta Drewing
August 25th, 2012 | Besinnliches, Erinnerungen, Kindheit, Märchenhaftes | Tags: Erinnerung, Fee, Geld, Kind, Krise, Magie, Phantasie, Prinzessin, Ritter, Sandburg, Sehnsucht, Spiel, Zauber | 0 Comments
So blau der Himmel, keiner Wolke Grau
verhindert heut’ der Sonne goldnes Strahlen.
Die Farben leuchten, Maler sieht ’s genau,
wie sich hier wieder neu Kontraste malen.
Da zeichnen sich der grünen Bäume Schatten
klar in den weißen Kies des Weges ein.
Zypressen, die Parade hier abstatten,
dort steh’n Spalier im hellen Sonnenschein.
Und Wasser sprudelt, springt, und die Kaskade
ergießt sich schäumend, füllt ein Beckenrund,
das überfließt; des Wasserschleiers Gnade
strömt weiter in zwei großer Schalen Grund.
Römischer Brunnen, er erfrischt den Blick,
das müde Auge, das zu viel gesehen.
Das kühle Nass die Hitze weist zurück,
zeigt hier im Kreislauf Werden und Vergehen.
© Ingrid Herta Drewing
August 19th, 2012 | Besinnliches, Kreislauf des Lebens, Orte, Sommer | Tags: Kontinuität, Römischer Brunnen, Schloss, Sommer, Zypressen | 0 Comments
Rotweiß gestreift zwei Sonnenschirme stehen,
sie zieren hier im Hochhaus den Balkon;
und Blütenzweige sanft im Winde wehen.
Ihr Duft verbreitet sich, des Gärtners Lohn.
Es drängt des Menschen Sinn hin zur Natur.
Selbst in der Großstadt weiß er sie zu pflegen,
erfreut sich so an ihrer zarten Spur,
will noch auf kleinstem Raum ein Gärtchen hegen.
Im Blumentopf die Kräuter: Rosmarin,
Basilikum und Schnittlauch, Lorbeerbäume;
Tomaten, Salbei, Erdbeeren zu ziehn,
so mag er sich erfüllen grüne Träume.
Schafft sich im Grau der Stadt sein Paradies,
wo er die Sommertage froh genießt.
© Ingrid Herta Drewing
August 16th, 2012 | Besinnliches, Lebensfreude, Natur, Sommer | Tags: Balkon, Blüten Kräuter, Grünpflanzen, Natur, Sommer, Sommerfreuden, Sonnenschirm, Stadt | 0 Comments
Ich lieb’ den Sommermorgen, sitz’ im Schatten,
in seidig’ weicher Luft auf dem Balkon,
genieß’ mein kleines Paradies, die satten,
hellfrohen Farben, Duft, der Blüten Lohn.
Und blick’ ins Grüne; dort der kleine Garten
schenkt Vögeln und dem Eichhorn Lebensraum.
An Sträuchern locken Beeren, viele Arten,
und auch die Frucht am Apfel-Pflaumenbaum.
Hoch an der Pforte sich die Rosen ranken,
die rot in ihrer zarten Pracht erblüht’.
Da wird mir leicht das Herz, und Gramgedanken
betrüben nun nicht mehr mein froh’ Gemüt.
Gelassen grüße ich des Tags Beginnen,
erleb’ die Sommerzeit mit allen Sinnen.
© Ingrid Herta Drewing
August 14th, 2012 | Besinnliches, Sommer | Tags: Blüten, Garten, Paradies, Sommermorgen | 0 Comments
Ein sanfter Sommersonnentag,
Geräusche nur gedämpft, verschwommen;
sie scheinen unwirklich, verzagt,
aus großer Ferne herzukommen.
Mild streichelt mich ein leichter Wind,
fährt zärtlich durch die Büsche, Bäume.
Im Garten spielt ein kleines Kind,
beglückt vertieft in seine Träume.
Ich sitz und schau, genieß‘ die Stille,
die sanft im Hauch des Mittags singt.
Hier, wo auch mein bemühter Wille
entspannt im Licht des Sommers schwingt
© Ingrid Herta Drewing
August 12th, 2012 | Besinnliches, Sommer | Tags: Beschaulichkeit, Somer, Sonne | 0 Comments
Sanft zeigen uns die Sonnenuhren
des Sommers helle Tageszeit,
und dennoch flüstern erste Spuren,
es halte Herbst sich schon bereit.
Nun , da die Mauersegler zogen
weit fort in südliche Gefilde,
die letzte Mahd der Wiesenwogen,
entfernt die blühenden Gebilde,
ist kühl die Nacht, der Morgen auch,
verschleiert von des Nebels Hauch.
Jedoch im Licht des Mittags glänzen
die Sonnenblumen vor dem Haus,
und Rosen, glühend rot, ergänzen
das Sommerlied; noch klingt ’s nicht aus!
© Ingrid Herta Drewing
August 11th, 2012 | Besinnliches, Herbst, Natur, Sommer | Tags: Kühle Sommer, Mauersegler, Rosen, Sommer, Sonnenblumen, Sonnenuhren | 0 Comments
Da leben wir auf dieser schönen Erde
und hasten meistens, dessen unbewusst,
als seien wir Getier in einer Herde,
das nur auf Wiesen äsend sucht die Lust.
Doch Frust beherrscht uns, denn wir hegen Wünsche,
den fremden Bildern folgend, deren Schein
uns Werber wirksam an die Wände tünchen,
das Konsumentenfresko „ Glücklichsein“.
Wir sollten innehalten, uns besinnen
auf das, was wirklich schätzt des Lebens Wert.
Den Tag, die Stunde nutzen und beginnen
zu lieben, was Wahrhaftigkeit beschert.
Was soll dies’ Jagen, Gier versessen Streben?
Es hat ein jeder Mensch hier nur ein Leben.
© Ingrid Herta Drewing
August 7th, 2012 | Besinnliches, Leben | Tags: Glück, Leben, Liebe, Schönheit, Schöpfung, wahrhaftigkeit, Werbung, Wunschbilder | 0 Comments
Ich weiß nicht, war ’s ein Storch, ein Silberreiher,
der einsam flog am Himmel hoch dahin?
Zielstrebig zog er weiter, fern dem Weiher.
Gleich einem Kranich – kam ’s mir in den Sinn.
Vielleicht treibt ’s ihn als Vorhut in den Süden,
da nun die Nächte hier doch werden kalt.
Er mag entfliehen Tagen, regenmüden,
beendend seinen Sommeraufenthalt.
Zu neuen Ufern zieht ’s ihn, Deltas Sümpfe,
wo frisch pulsiert sein sanftes Vogelleben,
dieweil wir hier in warmen Winterstrümpfen
dem kühlen Nebel noch Paroli geben.
Auch Mauersegler sind schon fort gezogen.
Jetzt währen Sommerfreuden nicht mehr lang,
dann zeigt sich Flora bunt dem Herbst gewogen,
stimmt glühend an des Phönix’ Abschiedssang.
© Ingrid Herta Drewing
Juli 31st, 2012 | Besinnliches, Herbst, Lebensfreude, Natur, Sommer | Tags: Herbst, Kranich, Schwalbe, Sommerfreude, Süden, Vogelzug | 0 Comments