Naturschutz

Den Frauenschuh, den ich hier seh‘,
kauft man nicht bei Zalando,
trägt ihn auch nicht beim Tango,
denn er ist eine Orchidee,
dient keinem Deko-Eigennutz,
steht unter ganz besond’rem Schutz.
© Text: Ingrid Herta Drewing
Foto: Pixabay

Den Frauenschuh, den ich hier seh‘,
kauft man nicht bei Zalando,
trägt ihn auch nicht beim Tango,
denn er ist eine Orchidee,
dient keinem Deko-Eigennutz,
steht unter ganz besond’rem Schutz.
© Text: Ingrid Herta Drewing
Foto: Pixabay

Weiß, rosa, rot wie ein Radieschen,
im Schatten dicht an dicht,
blüh’n üppig, fleißig jene Lieschen,
als sei es Ihre Pflicht,
floral sich schön zu zeigen;
auch wenn sie dazu neigen,
zu trinken Wasser wie noch nie.
Der Schweizer nennt sie: Süüfferli
© Text : Ingrid Herta Drewing
Foto: Pixabay

Ich seh’ dem Leben gern beim Wachsen zu,
und Tulpen mir erlauben dies seit Tagen.
Zur Rettung vor dem Frost ins Haus getragen,
sie keimten auf, nun wachsen sie im Nu.
Schon blicken aus dem grünen Blätterbette,
geschlossen noch, die Blütenkelche rot.
Es ist, als ob sie wer gerufen hätte
und sie sich reckten zart, vom Licht umloht.
Drei kleine Tulpen nur im Blumentopf,
jedoch sie können mir die Hoffnung geben,
dass Glück und Freude selbst dem ärmsten Tropf
beschert sind durch die Kraft, die schenkt das Leben.
Nun warte ich noch einen Tag verhalten,
erlebe sie in leuchtendem Entfalten.
© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Wolfbohne, nennt man dich Lupine
und denkt ans Gift in Deiner Frucht?
Jetzt gibt’s doch giftfrei neue Zucht!
Seh ich dein Blühen, ja, mir schiene
du reihtest auf manch‘ Schmetterling,
der sich im Blütenbild verfing.
Vielleicht denkt sich auch mancher Bube,
der deinen Namen nie gehört,
da habe jemand, der gestört,
dich dumm verwechselt mit der Lupe,
nicht wissend, dass dies praktisch Ding
vergrößert, was zu klein man fing.
Mich lässt’s an meine Kindheit denken,
an Comic-Hefte, die ich las.
Lupinchen da im Blickpunkt saß.
Sie war gewitzt, entkam den Ränken,
die Lupo häufig ausgeheckt.
Lupinchen hat sie stets entdeckt.
© Foto u. Text : Ingrid Herta Drewing

Der Morgenhimmel, noch schüchternes Blau,
jedoch die Vögel beginnen zu singen
als Vorprogramm jener sonnigen Schau,
die zärtlich lässt Blütenlieder erklingen.
–
Es blühen die Tulpen, Bellis, Narzissen,
weißrosa Magnolien und Mandelbaum.
Der Szillasterne tiefblaue Kissen
bedecken hell leuchtend den Wiesen-Flaum.
–
Auch dir fließt des Frühlings Licht in die Seele,
ermuntert dich, schenkt dir Hoffnung und Mut.
Du löst und befreist dich von Sorgen-Stelen
und glaubst ganz gewiss, dass alles wird gut.
–
Da gleichst du der Blume, der wachsendes Licht
nun wieder ein neues Werden verspricht.
© Fotos u. Text: Ingrid Herta Drewing,

Ein Tag frühsommerlich, Glyzinien blühen,
verströmen ihren lieblich feinen Duft
und eifern mit des Himmels Blau, das Glühen
der Sonne golden wärmt die klare Luft.
Da wähn‘ ich mich im Mai, nicht im April,
kann leicht gekleidet nun im Park spazieren,
der hell ergrünend mir gefallen will,
beglückend auch der Vögel Jubilieren.
Es schenkt Natur zum Fest ein Auferstehen,
erneuert’s Leben meiner kleinen Welt.
Da mag ich ahnen, hoffen und verstehen,
dass Freude, Liebe alles hier erhält.
Und stimme froh ins „Resurrexit“ ein,
in Christi Obhut sei mein menschlich Sein!
© Foto u. Text : Ingrid Herta Drewing

Was leuchtet dort so bunt im Gras?
Ist das ein Osternest?
Hat es gebracht der Osterhas’
zu diesem Frühlingsfest ?
Die Kinder können ’s kaum erwarten,
sie suchen, ob vielleicht im Garten
er Eier hat versteckt.
Nun haben sie ’s entdeckt
Im Busch, am Baum ein großes Nest!
Ach ist es schön, dies Osterfest!
© Text u. Foto : Ingrid Herta Drewing

Wir danken, Vater, für das Tagen
nach langer Nacht und tiefer Schuld.
Verleih uns Mut, nicht zu verzagen,
beschütze uns vor Ungeduld,
hier vorschnell, schädlich, falsch zu handeln,
der Schöpfung Schönheit zu verschandeln!
Herr, der du uns in deiner Güte
dies irdisch‘ Paradies geschenkt,
der Pflanzen Grünen, ihre Blüte,
die hin zu Frucht und Reife lenkt,
gib uns auch Kraft, auf weisen Wegen
in deinem Sinn dies Gut zu hegen!
Wir bitten dich um wahren Frieden,
die Güte und den wachen Blick,
einander helfend zu behüten,
fern sei uns Hass und Kriegsgeschick!
Lass uns, was heilen hilft, erkennen
und Leben, Lieben nicht mehr trennen!
© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Karfreitag-Morgen, auf dem Dach der Gaube
thront eine Amsel in der Sonne, schweigt;
sie, die doch sonst zu schönem Singen neigt.
Nur noch das Gurren einer Ringeltaube
gleich einem Sehnsuchtsruf zum Himmel steigt.
Und auch der Menschen froh geschäftig‘ Treiben,
das werktags munter in den Straßen schwingt,
verstummt; nur dort vom Dom ein Läuten klingt,
obwohl heut‘ die Gemeinde fern muss bleiben,
weil sie Corona noch zu Vorsicht zwingt.
Es scheinen nun die Oster-Feiertage
durch diese Pandemie hier fast vergällt,
denn die Gefahr reist tödlich um die Welt.
Doch virtuell kommt Gottesdienst in Frage,
wird bei YouTube uns schön bereit gestellt.
Wir dürfen Gott in Demut darum bitten,
dass er uns Rat gibt, was vom Bann befreit,
erneut uns schenkt des Lebens Leichtigkeit,
damit gemeinsam wir in richt’gen Schritten
mit Zuversicht jetzt meistern diese Zeit.
© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Frühlings zartes Lied,
der Kirschbaum im Garten blüht,
lädt die Bienen ein.
Geparkte Autos,
die Flugzeuge am Boden.
So klar ist die Luft!
Kontaktsperren-Zeit,
doch die Sonne beschert uns
Blauhimmel-Tage.
© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing,