November-Tage tragen dies‘ Verstummen;
fast bleiern liegt dann Stille auf dem Land,
wenn Nebel, der ein Meister im Vermummen,
Grau-Schleier um die kahlen Bäume band.
Da kriecht die Einsamkeit vorbei am Fenster,
das hier vergebens giert noch nach dem Licht
der Sonne, und wie schwarze Spukgespenster
zwei Krähen auf dem Zaun dort, dicht an dicht.
Als habe irgendwer die Zeit gestohlen,
den Raum fixiert in diesem trüben Bild,
erscheint das Leben starr; kein Atem holen
den Augenblick hier mit Bewegung füllt.
Doch wir, geborgen sind zu Haus am Feuer,
geschützt vor nassem Nebel-Ungeheuer!
© Ingrid Herta Drewing
November 16th, 2015 | Geborgenheit, Herbst, Leben, Natur, Nebel, Sonette, Vögel, Wetter, ZUhause | Tags: Einsamkeit, Feuer, Geborgenheit, Haus, Kälte, Krähen, Nebel, Spätherbst | 0 Comments
Der Spätherbst hat sich kühl hier eingefunden,
und Sturmwind, übermütig, bläst Salut.
Vorbei die goldnen, warmen Sonnenstunden;
der Mensch trägt Schal und Mütze,Mantel, Hut.
Die Blätter lösen sich von ihren Zweigen
und dürfen tanzen, leicht im Winde schweben.
Nun, da die Tage sich im Nebel neigen,
verspricht ihr Farbgesicht noch neues Leben.
Zeigt doch Natur auf wunderbare Weise
verwoben Ende, Wiederkehr und Werden.
Sie nimmt und gibt ein Wachsen, sanft und leise,
in schönem Blühen, Reifen hier auf Erden.
© Ingrid Herta Drewing
November 13th, 2015 | Abschied, Besinnliches, Flora, Herbst, Kreislauf des Lebens, Natur, Spätherbst | Tags: Blattfärbung, Natur, Nebel, Regen, Spätherbst, Sturm | 0 Comments
Den goldenen Herbst-Bäumen gleich
trägst du die farbigen Träume,
gefangen im Nebelreich,
im fahlen Morgen,noch bleich,
als Sonnenlied in die Räume.
So treu wie als Paar die Schwäne,
vereint in des Lebens Zeiten,
sei Freiheit Friedens Domäne,
und Recht begleite die Pläne,
die uns auf Erden leiten!
Es achte Einer den Andern,
und sei auch zu helfen bereit,
anstatt im Hass zu salbandern,
im Ego-Trip nur zu wandern,
verfangen in Ängsten und Neid!
© Ingrid Herta Drewing,2015
November 3rd, 2015 | Besinnliches, Freiheit, Friede, Herbst, Leben, Licht, Liebe, Menschlichkeit | Tags: Achtung, Farbenpracht, Freiheit, Friede, Herbst, Ideale, Menschlichkeit, Nebel, Recht, Träume, Wünsche | 0 Comments
Zart hebt jetzt der Morgen die müden Lider,
verschleiert im Nebel die Landschaft liegt,
als singe der Herbst ihr hier Schlummerlieder,
dieweil er sie sanft in Träumen noch wiegt.
Es fehlen die Farben, der Blätter Glänzen,
nur Krähen thronen im kahlen Geäst.
Ermattet welkt nun nach stürmischen Tänzen
Stamm säumend das Laub, beendet das Fest.
So kühl und feucht mag der Morgen mir sagen:
„Auch du sei zum Innehalten gewillt!“
Ich grüße den Tag, und mit Wohlbehagen
mich Wärme in meinem Zuhause erfüllt.
Da stört mich das Grau nicht, des Nebels Bild;
das Teelicht,es leuchtet im Stövchen so mild.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Oktober 21st, 2015 | Herbst, Licht, Natur, Nebel, Sonette, Stimmungen, Wärme, ZUhause | Tags: Kahle Bäume, Nebel, Spätherbst, Stövchen, Teelicht, Wärme, Wohlbehagen | 0 Comments
Der Herbst fasst heut‘ mit nassen, kalten Händen
den sommermüden Bäumen ins Gesicht,
die ihren Blättern nun das Grün entwenden.
Diffus nur schenkt sich dieses Tages Licht.
Doch noch hält reiche Ernte die Natur:
Kastanien, Eckern, Eicheln, Nüsse fallen.
Eichhörnchen sind hier flink auf Sammel-Tour;
man sieht sie, wenn vorbei der Nebel Wallen.
Mich fröstelt dieses trübe Regenbild;
ich sehne mich nach goldenem Oktober
und klarem, blauem Himmel, sonnenmild,
der Bäume Farbenspiel hell in Zinnober.
Damit wir aus den milden Frühherbst-Zeiten
nicht gleich in graue Nebelfänge gleiten.
© Ingrid Herta Drewing
Oktober 18th, 2015 | Herbst, Landschaft, Licht, Natur, Nebel, Regen, Sonette, Stimmungen | Tags: Blätter, Goldener Oktober, Herbst, Kälte, Nebel, Regen | 0 Comments
Nebel und Regen
verwischen die Konturen
des Krähen-Baumes.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Oktober 18th, 2015 | Haiku & Co | Tags: Krähen, Nebel, Regen | 0 Comments
Der Ventilator wandert auf den Speicher,
hat ausgesummt, wird nun nicht mehr gebraucht.
Des Sommers Hitze, kaum in Jahren reicher,
hat schon vor ein paar Wochen ausgehaucht.
Hier blickt der Herbst jetzt Morgens kühl ins Fenster.
Die Sonnenuhr zeigt an die Stunden spät,
weil Nebel graue Spinnen-Kleid-Gespenster
ihr in das helle Licht des Tages sät.
Noch glühen leuchtend rot die letzten Rosen,
doch Kraniche, laut rufend, südwärts ziehen.
Von Abschied künden auch die Herbstzeitlosen;
und du, du würdest gar zu gern entfliehen.
Doch bleibst du, hältst dein Haus hier wohl bestellt,
sorgst für das kleine Glück in deiner Welt.
© Ingrid Herta Drewing
Oktober 13th, 2015 | Abschied, Herbst, Landschaft, Licht, Natur, Nebel, Sonette, Stimmungen | Tags: Abschied, Dunkelheit, Fernweh, Herbst, Herbstzeitlosen, Kraniche, Nebel, Sonnenuhr, Verantwortung, Zugvögel, ZUhause | 0 Comments
Ich könnte mich in diesen Herbst verlieben,
in seine Farbenpracht, der Blätter Bunt,
die warmen Strahlen, die den Tag durchsieben,
wenn hoch im Blau der Sonne golden Rund.
Jedoch ist dieser Bursche recht durchtrieben,
wirft Nebelkerzen, hüllt hier ein die Stadt.
Bald wird die Malkunst in den Wind geschrieben,
nach kurzer Vernissage welkt Blattwerk matt.
Da muss, was jetzt so schön erscheint, zerstieben.
Er gibt sich dann meist frostig, feucht und kalt,
wird kahle Bäume barsch ins Blickfeld schieben,
verleiht Vergänglichkeit erneut Gestalt.
Obwohl er auch mit Frost noch nach Belieben
aus Nebelschleiern Silber-Raureif wirkt,
wär‘ ein Verlieben maßlos übertrieben.
Ein kurzer Flirt nur, mehr scheint nicht verbürgt!
© Ingrid Herta Drewing,2015
Oktober 10th, 2015 | Besinnliches, Herbst, Lebensfreude, Licht, Liebe, Malkunst, Natur, Nebel, Vergänglichkeit | Tags: Blattfärbung, Farbenpracht, Flirt, Frost, Herbst, Himmelblau, Malkunst, Nebel, Raureif, Sonnengold, Vergänglichkeit, Verlieben | 0 Comments
Nun will der Herbst sein Werk vollenden
mit Feuerlaub und Ernte-Tanz,
schenkt Reife, Frucht mit vollen Händen,
als sollt’ sein Reichtum niemals enden
an Tagen in des Lichtes Glanz.
Sehr bald schon werden Nebel steigen,
verhüllen Garten, Haus und Stadt.
Diffus nur kann sich Sonne zeigen,
und in Alleen wohnt ein Schweigen;
dort kauern dann selbst Krähen matt.
Jedoch du sehnst dich nach dem Leben,
treibt auch die Zeit ihr schnelles Spiel.
Obwohl jetzt Blätter fallen, schweben,
magst du dich hier erneut verweben.
Dir gilt der Herbst noch nicht als Ziel.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Oktober 8th, 2015 | Besinnliches, Herbst, Lebensfreude, Vanitas, Vergänglichkeit | Tags: Ernte, Herbst, Krähen, Leben, Lebensfreude, Nebel, Reife, Vergänglichkeit | 0 Comments
Des Herbstes farbige Girlanden
jetzt schmücken hier schon Busch und Baum.
Und weithin wächst nun in den Landen
ein Blätter-Leuchten in den Raum.
Bald prangt in abertausend Farben
dies‘ Abschiedslied, das die Natur
licht tönend singt, bevor das Darben
im Nebel zieht die graue Spur.
Es darf dein Blick sich satt dann trinken,
erfreuen sich am Farbenspiel.
Bevor die Blätter welkend sinken,
erreicht doch Schönheit noch ihr Ziel.
© Ingrid Herta Drewing,2015
September 30th, 2015 | Flora, Freude, Herbst, Landschaft, Lebensfreude, Licht, Natur | Tags: Blattfärbung, Farben, Herbst, Lebensfreude, Leuchten, Natur, Nebel, Schönheit | 0 Comments