Des Nebels blasses, feuchtes Tuch
liegt auf der kleinen Stadt,
die sich beharrlich hat
gelöst von diesem Fluch.
Adventszeitlichter, warmer Glanz,
sie strahlen in den Straßen.
Noch fehlt hier Schnee, der Flocken Tanz,
den Winter sie vergaßen.
Denn Spätherbst thront im Nebelfrack;
nachdem hier der November
gespielt so schön September,
steckt Herbst Dezember in den Sack.
Jawohl, das Klima ist ver-rückt!
Wer braucht noch andre Zeichen?
Wär’s endlich zu erreichen,
dass alle Welt es hätt’ im Blick,
vom falschen Weg abweichend!
© Ingrid Herta Drewing
November 29th, 2011 | Nachdenkliches, Winter | Tags: Adventszeit, Klimawandel, Licht, Nebel, Schnee | 0 Comments
Was wird bewirken, dass die Nebel weichen,
die alles hier in dichtem Grau verhüllen,
schenkt Farbe diesem Land, das, grau erbleichend,
die Sehnsucht nach dem Lichte nicht kann stillen?
Es stirbt die Sonne vor der Abendstunde
im Niemandsland dort zwischen Raum und Zeit
Kein Mond, kein Stern gibt nächtens davon Kunde,
dass Myriaden Galaxien bereit.
Das Licht ist da, obwohl wir es nicht sehen.
Wir warten stumm auf seine Helligkeit;
Gefahrlos wollen wir die Wege gehen
und suchen blind im Dunkel nach Geleit.
Und halten uns einander an den Händen;
gemeinsam hoffend auf ein gutes Ende.
© Ingrid Herta Drewing
November 26th, 2011 | Besinnliches, Leben | Tags: Hoffnung, Licht, Nebel, Rettung, Zukunft | 0 Comments
Schwarzbefrackte kahle Bäume
stehen nass in den Alleen.
Nebel löscht die Farbenträume
schweigend im Vorübergehn.
Und die Häuser, müd und leise,
ducken sich im Nebelhauch.
Einsam klingt der Krähen Weise,
überm Dache kriecht der Rauch.
© Ingrid Herta Drewing
November 12th, 2011 | Herbst, Natur | Tags: Einsamkeit, Krähe, Nebel, November | 0 Comments
Im dichten Nebel wirkt die Landschaft matt.
Kaum lassen da Konturen noch erahnen,
dass es sie gibt, dort hinterm Grau, die Stadt.
Kein Wind bewegt die schlaffe Wetterfahne.
Es bellt kein Hund, sogar die Krähe schweigt;
gedämpft sind meine Schritte, eine Stille,
die feindlich fast in meine Ohren steigt.
Ich wische mir die Feuchte von der Brille.
Die Bäume, ihres Laubes ganz beraubt,
sie bilden ein Spalier von Spukgespenstern.
Da, endlich leuchten schwach des Hauses Fenster,
und Leben grüßt, das ich schon fern geglaubt!
Ein Mensch hat sich hier Wärme, Licht entfacht,
trotzt so dem Nebel und der langen Nacht.
© Ingrid Herta Drewing
November 11th, 2011 | Besinnliches, Herbst, Jahreszeiten, Natur | Tags: Herbst, Licht, Nebel, Spuk, Stille, Unheimliches | 0 Comments
Die Rose ist verblichen,
das süße Lied verklang.
Die Freude ist gewichen,
mein Herz klopft nun so bang.
So grau sind alle Tage,
der klare Himmel fehlt.
Der Sonne stumme Klage
im Nebelmeer verschwelt.
Ich sollt’ es ignorieren –
uns wärmt doch Feuer, Licht –
statt sanft mich einzufrieren
in Trübsal und Verzicht.
Wohl wissend um das Leben,
des Frühlings Wiederkehr
wehr’ ich den Nebelweben
und trotz Novembers Mär’.
Dezember wird bald kommen
in weißem Sternenkleid;
der Weihnacht grünes Frommen
vertreibt dann alles Leid.
© Ingrid Herta Drewing
November 10th, 2011 | Besinnliches, Jahreszeiten, Natur | Tags: Hoffnung, Melancholie, Nebel, Trübsal, Weinachten | 0 Comments
Nebliger Morgen.
Der Krähe krächzender Ruf
bleibt ohne Antwort.
© Ingrid Herta Drewing
November 8th, 2011 | Haiku & Co | Tags: Einsamkeit, Krähe, Nebel | 0 Comments
Ein rotes Klinkerhaus, ein Garten,
hell aufgereiht die Landhaus- Perlenschnur;
dazwischen goldenrot Herbstbäume warten
hier auf des Sturmes wilde Blätterschur.
Jedoch, noch feiern leuchtend satte Farben
des Laubes opulent ihr schönes Fest;
wie bald schon wird im Grau die Landschaft darben,
wenn die Natur nur Nebel walten lässt.
Der Nebel, der den Morgen nun verhüllt,
um erst sehr spät am Tage sanft zu weichen,
wenn warme Sonnenstrahlen ihn erreichen
und leichter Wind die Lüfte frisch erfüllt.
Dann glänzt in Feuer-Farben dieses Land,
Willkommensgrüße, die der Herbst gesandt
© Ingrid Herta Drewing
November 4th, 2011 | Herbst, Orte | Tags: Herbstfarben, Klikerhaus, Lebensfreude, Münsterland, Nebel, Sonne | 0 Comments
Wie hingetuscht das Gelb, das Grün und Rot.
Es malt der Herbst mit allen seinen Farben,
die der Natur hier stehen zu Gebot,
bevor sie muss im Nebelkleide darben.
Noch zaubert er die Träume hell ins Licht,
die uns erfreuen, goldner Farben Töne;
das Rouge erfrischt der Bäume Laubgesicht
und leuchtend hier erstrahlt nun alles Schöne.
Wie bald wird Müdigkeit den Glanz ersticken,
der Nebel alles nass und grau verhängen,
wo Blätter jetzt mit frohen Lichtgesängen
uns, Aug’ und Seele wärmend, reich beglücken.
Darum lasst uns genießen diese Zeit,
die nun der Herbst noch hält bereit!
© Ingrid Herta Drewing
Oktober 30th, 2011 | Herbst, Natur | Tags: Bäume, Blätter, Farbenpracht, Herbst, Nebel | 0 Comments
Grauweiß verschleiert
tanzt am See die Nebelfee
sanft über Wiesen.
Wenn Sonnenstrahlen
kraftvoll im Mittag fließen,
flieht sie zum Moorsee.
Singt in den Erlen
geheimnisvolle Lieder
von Nöck und Nixen.
© Ingrid Herta Drewing
Oktober 24th, 2011 | Haiku & Co, Herbst, Natur, Phantasie | Tags: Fee, Herbst, Moor, Nebel, Nixen, Wiese | 0 Comments
Nasskalter Herbsttag
dümpelt im Nebel dahin,
Krähenruf erstirbt.
Milchgraue Dichte
wabert um das kleine Haus,
löscht alle Farben.
Aber im Stövchen
glüht leuchtend warm das Teelicht,
schenkt Geborgenheit.
© Ingrid Herta Drewing
Oktober 22nd, 2011 | Haiku & Co, Herbst | Tags: Geborgenheit, Kälte, Nässe, Nebel, Stövchen, Teelicht | 0 Comments