Himmel, himbeerrot
der Sonnengruß im Osten,
Hochsommer-Morgen.
Der Füchsin Schnüren
im tau-feuchten Lichtungsgras
am Rand des Waldes.
Dort huscht aus dem Bau
ahnungslos die Rötelmaus
auf Futtersuche.
Der Füchsin Beute.
Auf dem Hochsitz der Jäger
entsichert’s Gewehr.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Juli 21st, 2015 | 0 Comments
Category: Fauna, Haiku & Co, Jagd, Natur, Sommer | Tags: Füchsin, Hochsitz, Jäger, Lichtung, Morgenröte, Rötelmaus, Sommermorgen
Die Wellen spielen und kräuseln,
netzen den sandigen Strand.
Die Dünen rauchen; es säuseln
Aufwinde leicht über Land.
Weiß überm Wasser dort schweben
die Möwen im Sonnenlicht.
Bilder des Meeres beleben
wogend des Sommers Gesicht.
Und weit deine Blicke schweifen;
schier grenzenlos scheint’s zu sein.
Da mag Natur dich ergreifen,
webt auch dein Dasein mit ein.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Juli 20th, 2015 | 1 Comment
Category: Fauna, Glücksgefühl, Landschaft, Leben, Licht, Meer, Natur, Sommer | Tags: Andacht, Aufwind, Beschaulichkeit, Dasein, Dünen, Meer, Möwen, Natur, Sandstrand, Sommer, Wellen
Der Sonne Strahl durchdringt das Grau,
das Regnen ist zu Ende.
Am Himmel wächst ein lichtes Blau,
beschirmt nun das Gelände.
Noch von der Bäume Zweige tropft’s
im frisch geduschten Garten,
und in Synkopen gluckernd klopft’s,
das Regenfass zu warten.
Schon finden sich die Vögel ein,
und pflegen ihr Gefieder.
Hoch auf dem Dach im Sonnenschein
erklingen lieblich wieder
der Amsel helle Lieder.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Juli 19th, 2015 | 0 Comments
Category: Lebensfreude, Licht, Regen, Sommer, Vögel | Tags: Amsellied, Garten, Regen, regenfass, Sonnenschein, Vögel
Es ist so schwül und heiß der Sonne Blecken.
Da such‘ ich Kühlung, Schatten, bleib‘ im Haus,
verkriech‘ mich dort wie eine Weinbergschnecke,
mach’s mir gemütlich in der Kuschel-Ecke
und lese meinen Lieblings-Schmöker aus.
Der Ventilator summt sein leises Lied,
bewegt die Luft im Raum; sein frischer Wind,
der stetig wehend zu mir hin nun zieht,
kühlt mir die Stirn, ist Labsal für’s Gemüt.
Wohl temperiert wird da mein Leben lind.
Und wenn die Nacht erwacht, im Dunkelblau
am Himmel Sichel-Mond und Sterne grüßen,
weil‘ ich auf dem Balkon, die Luft ist lau.
Im Windlicht-Schimmer glänzt die Blütenschau
und darf mir duftend hier die Zeit versüßen.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Juli 18th, 2015 | 0 Comments
Category: Autobiografisches, Besinnliches, Leben, Sommer | Tags: Balkon, Blütenduft, Haus, Hitze, Kühlung, Nacht, Schmökern, Schwüle, Sternenhimmel, Ventilator, Windlicht
Sommertage unbeschwert,
warme, milde Lüfte,
Kräuter-Blütendüfte,
grün und blühend grüßt die Erd’,
fern sind Trübsals Grüfte.
Freudig in den Morgen ziehen
frohe Kinderscharen,
wollen an den klaren
Tagen aus den Stuben fliehen,
wo sie zu lang’ waren.
Flüsse, Seen, kühle Wälder,
wogend grüne Wiesen,
tausend Blumen sprießen;
über goldnen Sommer-Feldern
lassen Lerchen grüßen.
© Ingrid Herta Drewing
Juli 17th, 2015 | 0 Comments
Category: Kinder, Lebensfreude, Licht, Natur, Sommer | Tags: Baden, Ferien, Fluss, Freiheit, Kinder, Lebensfreude, Naturerlebnisse, See, Sommer, Sommerferien, Wälder
Gestern traf ich meinen Klon,
wie waren wir erstaunt.
Er lächelte gequält, und schon
hat er mir zugeraunt ,
ich möge mich von dannen schleichen,
er sei das Original.
Ich dachte nicht daran zu weichen
und blieb bei ihm im Saal.
Ich fragte ihn, was er so mache,
ob er zufrieden sei.
Zufrieden? Ha, dass er nicht lache,
es gebe Quälerei .
Zumal, wenn er mich so betrachte,
gealtert, faltig sei mein Kinn.
Ich meinte, was er so verachte,
das zeige meinen Lebenssinn .
“ Mag sein“, sprach er, doch zieh‘ er’s vor
in Form, ganz glatt zu sein,
von Fuß bis Bauch, von Brust bis Ohr,
gentechnisch ginge das recht fein.
Schier faltenlos sei seine Stirn,
wieso dann meine nicht ?
„Weil ich zum Denken nutz mein Hirn,
du ignoranter Wicht!“
Verärgert ging ich nun davon ,
ich wollt‘ ihn nicht mehr sehen,
den aufgemotzten Plastikklon,
in seiner Hülle stehend.
Ich bin doch Ich, er Nicht-Ich nur,
was soll das ganze Spiel?
NUR SCHÖN sein will ich nicht die Spur,
ich hab‘ ein andres Ziel.
Will leben, lieben, lachen, singen,
grad, wie es mir gefällt,
und pfeif auf Konformismus, Dinge,
wie sie hofiert die Welt.
Will sein ein Individuum,
kein solches Kunstgebilde,
das zeitlos puppenhaft befällt
in Serie die Gefilde .
Und ist mein Leben einst zu Ende,
dann möge das so sein.
Ich reiche meinem Gott die Hände
und hoff‘, er holt mich heim.
© Ingrid Herta Drewing
Juli 17th, 2015 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Gesellschaftskritisches | Tags: Alter, barbie-Puppen, Einheitsgesichter, Identität, Plastische Chirugie, Schönheit, Schönheits-und Jugendwahn
So quirlig wild,so sah ich sie noch nie,
wie sie hier alle durcheinander stieben,
als seien sie in großer Schar bestellt,
das Sammeln für den Süden-Flug zu üben.
Gepackt von Reisefieber, scheinen sie
ganz zu vergessen, dort entspannt zu schweben
in ihrer klaren, blauen Himmelswelt,
die Boten jener Leichtigkeit im Leben.
Nein,zieht nicht fort!Noch klingt die Melodie
des Sommers. Mögen uns doch bleiben,
die warmen Tage hier, von Licht erhellt,
die strahlend sich in unsren Alltag schreiben!
© Ingrid Herta Drewing,2015
Juli 15th, 2015 | 0 Comments
Category: Fauna, Lebensfreude, Licht, Liebe, Natur, Sommer, Vögel | Tags: Leichtigkeit, Licht, Mauersegler, Reisefieber, Sommer, Sommerboten, Sommerende, Zugvögel
Es will der Tag sich neigen
und lädt den Himmel ein,
nun, da die Amseln schweigen,
errötend sich zu zeigen
und Abendsternes Schein.
Aus feuchten Wiesen heben
sich zarte Nebel,Hauch;
auch überm Walde schweben
die Schleier, Abendweben,
des Sommers Heide-Rauch.
Da nah’n die Nachtaktiven:
Schon schwirrt die Fledermaus.
Als ob zur Jagd sie riefen,
Kauz, Eule, die tags schliefen,
sind flugs auf Beute aus.
Der Wald versinkt im Dunkel,
bis silbern Mondlicht fließt,
der Sterne hell Gefunkel
das irdische Gemunkel
beleuchtend hier begrüßt.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Juli 14th, 2015 | 0 Comments
Category: Abendstimmung, Natur, Sommer | Tags: Abendrot, Abendstern, Mondlicht, Nebel, Sommernacht, Sterne, Wald, Wiese
Es streift der Sommer durch die Wiesenwogen,
beschirmt von einem klaren Himmelblau.
Schon früh sind wir zum Wandern losgezogen.
Des Waldes Lichtung schien uns einzuladen,
ein Picknick-Plätzchen an der Luft, die lau.
Hier will ein heller Bach die Wiese säumen,
an dem noch knorrig alte Erlen steh’n.
Ein Bild, romantisch, lädt mich ein zum Träumen.
Dort mag ich mir die Füße kühlen, baden,
sanft spüren auch des Sommerwindes Weh’n.
Da wird die Kindheit wach, Erinnerungen,
wie wir das Wasser eifrig einst gestaut,
im kleinen Teiche planschten ungezwungen,
Indianer spielten, die an Sees Gestade
dann stolz ihr Dorf, den Wigwam aufgebaut.
Wie schön, dass diese Landschaft blieb erhalten,
den Enkeln noch schenkt Wunder der Natur,
für sie erfahrbar macht des Lebens Spur,
und dass nicht nur ein virtuell‘ Gestalten
ein blasses Abbild zeigt, so künstlich fade!
© Ingrid Herta Drewing,2015
Juli 13th, 2015 | 0 Comments
Category: Erinnerungen, Erleben, Kinder, Landschaft, Lebensfreude, Natur, Sommer, Wasser | Tags: Bach, Bach stauen, Enkel, Kindheitserinnerungen, Landschaft erhalten, Lichtung, Naturerlen, Sommer, Wald, Wiese
Ein grauer Himmel trübt die Sonnensicht,
als wolle hier der Sommer nun pausieren.
Europas Sonntag mag ein Grexit nicht,
befürchtet zu viel dadurch zu verlieren.
Finanzminister ohne Lösung tagten,
zu viel Vertrauen wurde jüngst verspielt.
Fünf Jahr‘, fünf Monate, und viele wagten
strategisch Spielchen,häufig falsch gezielt.
Der Gipfel soll den Kompromiss jetzt finden;
sie werden tagen bis tief in die Nacht.
EU-Gedanken werden sie verbinden,
denn Einigkeit macht stark, gibt ihnen Macht.
Vernunft und Menschlichkeit regier‘ die Normen,
und Griechenland beginn‘ Strukturreformen!
© Ingrid Herta Drewing,2015
Juli 12th, 2015 | 0 Comments
Category: Gesellschaftskritisches, Menschlichkeit, Vernunft, Weltgeschehen | Tags: Brüssel, Einigkeit, EU, Euroländer, Grexit, Griechenland, Insolvenz, Kompromiss, Menschlichkeit, Vernunft