Weihnachtsfilm

Der Film erzählt rührselige Geschichten
von Kind und Hund und Weihnacht, tiefem Schnee,
von Eltern-Trennung, Kälte, Kindes Weh,
das herzensgute Menschen helfend schlichten.

Du denkst:“ Wie kitschig!“ Doch dies‘ Melodram
greift einen Kummer auf, den viele kennen,
zerstritten Paare, die sich hassend trennen,
und Kinder, denen man’s Zuhause nahm.

Familienstreit, aus Habsucht, Neid entstanden,
entzweit oft auch Geschwister, die als Erben
schon kurze Zeit nach ihrer Eltern Sterben
sich beim Begegnen fremd,nun nicht mehr kannten.

Die Friedensbotschaft,jetzt zur Weihnachtszeit
verkündet uns:Es gibt ein neu‘ Beginnen.
Wer seinen Nächsten liebt, und sei’s der Feind,
vertrau auf Gott, die Liebe wird gewinnen.

© Ingrid Herta Drewing,2013

Weihnachtsfreude

Gleich einem Traum erwacht in Stille
die Freude mir, dies Glücksgefühl!
Ich fass‘ es kaum, nun kennt mein Wille
im Jetzt und Hier kein falsches Ziel.

Ja heute ward uns neu gegeben
ein klarer Blick, vom Licht gelenkt,
ein Kindlein zart, das unser Leben
so froh beglückt, mit Lieb‘ beschenkt.

© Ingrid Herta Drewing,2013

Grüne Weihnacht

Auch grüne Weihnacht birgt wohl Freude.
Der Schneeräumdienst, der hat nun frei.
Kein Mensch rutscht aus auf Glatteis heute,
und der Verkehr läuft einwandfrei.

Das Lied lässt von White Christmas träumen,
jetzt darf man länger schlafen, gerne,
muss nicht schon früh die Steige räumen.
Doch ich vermiss’ die weißen Sterne.

© Ingrid Herta Drewing

Bettlerin in der Fußgängerzone

Mit müdem Blick, den Kopf geneigt, verschämt,
hält sie die Hand auf;aber die Passanten,
von Eile, Unmut, Ignoranz gelähmt,
sehn nur ein Mitglied arbeitsscheuer Banden.

Doch sie bleibt stumm dort an der Ecke sitzen,
als gebe es hier Kälte nicht, noch Frost.
Hoch über ihr Reklame-Sterne blitzen,
vom Markt her wehen Düfte süßer Kost.

Das Elend mag sie tief getroffen haben,
und dennoch gilt der Hoffnung auch ihr Blick;
ein Kind reicht schüchtern eine kleine Gabe.
Sie dankt, ein sanftes Lächeln kehrt zurück.

© Ingrid Herta Drewing,2013

Urlaubstraum

Die Stunden verrinnen,
doch er schmückt den Baum
mit Silberlametta,
im Herzen den Traum
von Schnee und Silvretta.

Ein fruchtloses Sinnen
sagt ihm die Ahnung,
denn trotz guter Planung
fühlt er jene Fessel,
Familie und Zeit,
ein schuldlos Geleit,
wird ihm jetzt zur Nessel.

Ob er sich befreit?

© Ingrid Herta Drewing,2013

Dezember im Kurpark

Das Jahr, grau verhüllt,
tröpfelt müd in sein Ende,
spätherbstgesichtig.

Nebelnass der Park
in kahlen Bäumen thronen
Rabenkrähen, stumm.

Doch hin und wieder
stieben Halsbandsittiche
frühlingsgrün vorbei.

© Ingrid Herta Drewing,2013

Weihnachten feiern

Wir halten fest an unsren Ritualen
und Feiertagen, die das Jahr erhöhen,
Das lichte Bild, das sich ins Grau darf malen,
hilft uns den Alltag gut zu überstehen.

Verwurzelt tief die Feste, unser Glaube
gibt Kraft uns.Im Vertraun auf Gottes Güte
wird mancher Falke uns zur zahmen Taube,
verdorrte Zweige tragen wieder Blüte.

Der Weihnachtsbotschaft Friede, neu geboren
in jenem Kind, das in der Krippe liegt,
aus Gottes Geist in Liebe ward erkoren
der Heiland, der das Dunkel hier besiegt.

Und Weihnachtsglocken, die heut‘ hell erklingen,
an Ostern auch zum Resurrexit schwingen.

© Ingrid Herta Drewing

Dezembermorgen

Ein Wintermorgen, sonnig, klar,
und überm Dache tanzt der Rauch
ins Blaue seine Pirouetten.
Dort, wo noch gestern Nebel war,
erglänzt nun Raureifs zarter Hauch.

Ein Tag der Helligkeit, sonst rar,
und Frische, die den Sinn jetzt auch
belebt, lässt winterlich die Stätte,
geschmückt adventlich, wunderbar
erscheinen hier im Festtagsbrauch.

© Ingrid Herta Drewing,2013

Winterlich

Raureifgesichtig
proben die Bäume im Park
den Wintergesang.

Die Krähengäste,
schwarze Schatten im Geäst,
nebelverloren.

© Ingrid Herta Drewing

Freude

Die Weihnachtsfreude lässt sich Zeit,
scheint fast im Nebel zu ertrinken,
obschon im Trubel wir bereit,
in satter Flitter-Seligkeit
und Lichterglanz ihr zuzuwinken.

Es ist Adventszeit jedes Jahr
der Anlass dieser Feierlaune.
Jedoch geschäftig und bizarr
wird dominiert vom Handel klar,
was uns der Glaube lehrt zu staunen.

Doch Kinder tragen im Erwarten
des Christkinds Freude hell im Blick;
Verliebte auch;sie seh’n den Garten,
der Hoffnungsblüten, wunderzarte,
nun reichlich schenkt als sel’ges Glück.

Wir andern warten auf die Stille,
wenn uns, dem Treiben ganz entrückt,
fernab von sorgbemütem Willen
die Andacht innig schenkt die Fülle,
die in der Christnacht froh beglückt.

© Ingrid Herta Drewing, 2012