Archive for the Category Herbst
Und plötzlich ist es Herbst, die Sommerlieder,
sie wehen mit den Blättern hin im Wind.
Du webst den warmen Flaum in dein Gefieder
und folgtest gern dem Vogelzug geschwind.
Auch wenn die Farbenschau der Bäume blüht,
so weißt du doch, wie grau die Nebel wallen,
obwohl die Sonne mittags noch erglüht,
wenn jene feuchten Schleier sind gefallen.
Es fällt so schwer, den Sommer loszulassen,
obgleich du Herbstes Schönheit hier genießt .
Bald hüllt Novembernebel ein die Gassen,
in grauer Dichte müd‘ der Tag zerfließt.
Dann naht die dunkle Zeit, der Trauer, Klagen,
bis der Advent verheißt des Lichtes Tagen.
© Ingrid Herta Drewing,2013
August 30th, 2013 | Abschied, Herbst, Jahreszeiten, Sommer | Tags: Blätterfärbung, Farbenpracht, Herbst, Nebel, Sommerabschied, Sommerlieder | 0 Comments
Nein, Herbst, ich will den Sommer noch nicht lassen,
wenn er sich gütig warm und licht hier gibt.
Zwar könnt’ ich seine Hitze manchmal hassen,
doch seine grünen Blicke sind mir lieb.
Auch mag ich ihn, wenn seidig seine Lüfte
umschmeicheln uns in einer milden Nacht,
die Sternenträume des Jasmins, die Düfte
und Blütenfeuer, die er sanft entfacht.
Die Reife, die er bringt, die goldnen Ähren,
den blauen Himmel, helles Morgenlied,
obwohl er garstig sein kann und höchst störend,
wenn er gewitternd über Land ’mal zieht.
Wart’ bitte noch ein Weilchen! Im Kalender
ist doch erst in vier Wochen dein Termin.
Dann kannst du kommen, färben am Geländer
die Blätter jener Ranken, die jetzt grün.
© Ingrid Herta Drewing, 2013
August 26th, 2013 | Herbst, Jahreszeiten, Sommer | Tags: Blütenduft, Herbst, Jasmin, Kräuter, Reife, Sommer | 0 Comments
Geruhsam gibt sich dieser Sonntagmorgen;
der Himmel müde,Wolken grau verhangen.
Die Luft vermag noch Milde sich zu borgen;
der späte Sommer stillt hier dies‘ Verlangen.
Die Büsche, Bäume, die der Regen netzte,
genesen von zu langer Trockenheit;
wo kürzlich Sommersonne Zeichen setzte,
erstrahlt jetzt Laub erfrischt im grünen Kleid.
Es gönnt der Sommer sich die sanfte Ruhe,
entrückt von Trubel, Hitze, Lichtgesang,
denkt schon an Abschied, seine Reiseschuhe
sind blank geputzt; es währt wohl nicht mehr lang.
Dann wird er mit den Vögeln südwärts ziehen
und Herbstes Farbenfeuer hier erglühen.
© Ingrid Herta Drewing,2013
August 25th, 2013 | Herbst, Jahreszeiten, Sommer | Tags: Abschied, milde Luft, Regen, Sommer | 0 Comments
August ist’s;dennoch lässt des Morgens Kühle
dich schon an Herbst, Oktobertage denken.
Vorbei des hohen Sommers heiße Schwüle,
der Wetterfrosch verschwindet in der Senke.
Da fühlst du ’s Frösteln,barfuß nicht geboten,
ziehst warme Strümpfe, deine Jacke an.
Noch vor zwei Wochen galt ’s hier auszuloten,
wo man vor Hitze sich verbergen kann.
So wechselhaft wie diese Wetterlagen
magst du es nicht, beständiger wär‘ fein;
doch hast du, wie so oft, auch hier kein Sagen,
bist doch als Menschenwesen all zu klein.
Musst dich wie alles Leben da gedulden,
bis Sonnenwärme wieder tilgt die Schulden.
© Ingrid Herta Drewing,2013
August 16th, 2013 | Besinnliches, Herbst, Sommer, Wetter | Tags: Frösteln, Herbst, Kühle, Sommer, Sonne, Wärme, Wetterlage | 0 Comments
Die Mauersegler? Plötzlich sind sie fort,
die gestern lauthals sirrend hier noch flogen,
verließen heimlich ihren Sommerhort
und sind nach Süden still zurück gezogen.
Obwohl noch hoher Sommer im August,
in heißer Sonne Felder, Wiesen flirren,
wird mir des Herbstes Nähe doch bewusst,
da diese Vögel hier nun nicht mehr schwirren.
Kein Abschiedslied erklang, kein Vorbereiten,
nur jetzt in diesem Sommerbild die Lücke
wird mich zur neuen Jahreszeit geleiten;
der Früchte Reifen bildet mild die Brücke.
Wir schwingen mit im Kreislauf der Natur
und folgen ihr auf ihrer sanften Spur.
© Ingrid Herta Drewing
August 1st, 2013 | Fauna, Herbst, Lebensfreude, Sommer, Vögel | Tags: Herbstsignale, Mauersegler, Natur, Reife, Schöpfung, Sommerboten | 0 Comments
Spätherbst,
unterbelichtete Tage.
Die kahlen Bäume
dümpeln im Nebel dahin,
Novemberblues
© Ingrid Herta Drewing
November 18th, 2012 | Herbst | Tags: Monotonie, Nebel, November | 0 Comments
Der Spätherbst meldet sich ,das erste Weh;
der Körper mault, mag Nebel, Kälte hassen;
auch liegt schon auf den nahen Hügeln Schnee,
ein rauer Wind zieht pfeifend durch die Gassen.
Wie Blätter Sommerträume weggeweht.
Nun heißt es,sich zu Hause einzurichten.
Die Pflanzenbank am Fenster wird gehegt.
Es will der Blick noch gerne Grünes sichten.
Wer ’nen Kamin hat, kann sich wohlig wärmen,
schätzt die Gemütlichkeit bei Kerzenlicht
und schaut versonnen, wie die Flammen schwärmen,
rückt nun,ein Höhlenmensch, zum Feuer dicht.
So widersteht er kalter Widrigkeit
und kann gelassen sehen Winters Zeit.
© Ingrid Herta Drewing
November 16th, 2012 | Besinnliches, Herbst, Wnter | Tags: Gemütlichkeit, Kälte, Kamin, Nebel. Winter, Spätherbst | 0 Comments
Es sind des Herbstes goldne Feuer wieder
erloschen,Tage tragen Nebelgrau.
Der Bäume hell entflammte Farbenlieder
verklangen; kahle,schwarze Regenschau.
Der Kinder Drachen, die am Himmel schwebten,
sie liegen in der Ecke; auch der Glanz
der Rosskastanien schwindet;fest geklebte
Figuren bleiben noch trotz Trocknen ganz.
Nun naht die Zeit der langen Abendstunden,
da trifft man sich gern zum Gesellschaftsspiel.
Wer einsam ist, wem fehlt die frohe Runde,
der findet medial zu seinem Ziel.
Vielleicht erreicht er in des Netzes Foren
nette Bekannte,manchmal off’ne Ohren.
© Ingrid Herta Drewing
November 15th, 2012 | Herbst | Tags: Blattfall, Foren, Gesellschaftsspiel, Internet, Nebel, November, Regen | 0 Comments
Es zogen Kraniche nach Süden,
und träumend folgtest du dem Zug
mit einem Blick, der nimmermüde,
viel Fernweh, Sehnsucht in sich trug.
Du sahst vor dir die Palmenhaine,
den wilden Fels’ am blauen Meer
und auch am Hang versteckt das kleine,
weiß strahlend’, schöne Haus, so hehr.
Zu gerne wärst du mitgezogen,
wärst du nur wie ein Vogel, frei!
Bist in Gedanken fort geflogen,
entflohst kurz grauem Einerlei.
© Ingrid Herta Drewing, 2009
November 14th, 2012 | Herbst, Jahreszeiten, Orte, Vögel | Tags: Abschied, Fernweh, Herbst, Kraniche, Spanien, Süden | 0 Comments
Die letzten Astern noch im Garten,
fast zaghaft blickt ihr Sterngesicht
in Spätherbsttrübe noch als Licht.
Es lässt die Sonne auf sich warten.
Rundum die Bäume stehen kahl;
der Blätter Zierde, ausgeträumt,
jetzt welk den Stamm am Boden säumt.
Was einstmals grünte, wirkt nun fahl.
Da wird auch dir schwer das Gemüt,
als sei dein Leben mit betroffen;
jedoch dein Wissen nährt das Hoffen,
dass alles wieder neu erblüht.
© Ingrid Herta Drewing
November 14th, 2012 | Besinnliches, Herbst | Tags: Aster, Frühling, Herbst, Hoffnung, Licht, Wiedergeburt | 0 Comments