Aus Licht geboren, Dinge, zarte Wesen
in eine Welt aus Traum und Sternenstaub.
Ein Gaukler mixt den Tag am Lebenstresen,
verhüllt den Tod in Herbstes Feuerlaub.
Lässt Nebel seine dichten Schleier ziehen;
der Klang erstirbt im Dickicht grauer Stille.
Die Sommerträume, die nach Süden fliehen,
sie suchen einen Wunsch, der sich erfülle.
Ihr Lied vom Paradies, das ohne Not
ein Ort ist, wo in glücklichem Erleben,
weit fern von dem Gewesen und dem Tod,
der Mensch sich darf mit Schönem eng verweben.
Jedoch der Realist, er weiß, das Sein,
das Leben schließt das Sterben schon mit ein.
© Ingrid Herta Drewing
November 1st, 2013 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Leben, Tod | Tags: Leben, Tod
Wimpernwünsche,
ins Licht gepustet,
Schmetterlingsmärchen.
Der Kindheit Sommer
irrlichtern
in meinen Träumen,
entfliehen
dem Schleier
der Zeit.
© Ingrid Herta Drewing
November 1st, 2013 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Kindheit | Tags: Erinnerung, Geborgenheit, Kindheit, Wünsche
Von Irland nach Amerika
einst wanderte der Brauch,
durch Marketing kam er zurück,
nun feiert man hier auch.
Mich reizt er nicht, der Kürbiskopf,
das Gruselgeisterspiel,
seh‘ lieber ihn im Suppentopf,
umrahmt von Kräutern viel.
Wer Freude hat, sich zu erschrecken
am Todesfratzgesicht,
als Knochenmann sich zu verstecken,
der scheu die Maske nicht.
Den Horror, den so mancher sucht,
den gibt’s das ganze Jahr,
solang die Kriege, die verflucht,
vermehren Todes Schar.
Lasst ruhn die Toten! Allerseelen
ist hier als Brauch zu Haus.
Besinnung, Stille, Andacht fehlen
beim Halloween-Gegraus.
© Ingrid Herta Drewing
Oktober 31st, 2013 | 0 Comments
Category: Allgemein, | Tags:
Die vielen Äste, die der Sturm gebrochen,
und welker Blätter Wälle Wege säumen.
Wer noch von milden Tagen jüngst gesprochen,
ward roh gerissen aus den sanften Träumen.
Verheerend zog Sturm Christian über Land,
macht‘ keine Ehre seinem frommen Namen,
denn für ihn waren Stadt und Wald nur Tand,
die Menschen auch, die da zu Tode kamen.
Nun nach des Sturmes Wüten Blau und Licht;
als wolle gütig uns der Herbst versöhnen,
ein Leuchten in der Bäume Laubgesicht,
Oktobergold darf heute uns verwöhnen.
Wir wissen wohl, nur kurz währt dieser Schein,
dann holen uns Novembers Nebel ein.
© Ingrid Herta Drewing, 2013
Oktober 30th, 2013 | 0 Comments
Category: Aktuelles, Herbst, Sonette | Tags: Oktobergold, Sturm, Tod, Versöhnung, Zerstörung
Schwingende Saiten,
der Bäume Farbgesänge,
Leuchten, Poesie.
© Ingrid Herta Drewing, 2013
Oktober 29th, 2013 | 0 Comments
Category: Haiku & Co | Tags: Farben, Herbst, Poesie
Es raubte Sturm der Bäume buntes Kleid
des Nachts und trug,was leicht sich ließ erfassen,
zu Wirbeltänzen in die Lüfte weit.
Nun liegt das Laub hier welk und braun bereit
im kalten Nass als Teppich in den Gassen.
Vorbei die Pracht, der Blätter goldnes Strahlen,
der Augenweide opulentes Bild!
Was Frühherbst konnte leuchtend hell bemalen,
greift nun mit regenschwarzen Ästen,kahlen
ins fahle Grau; der Nebel steigt und quillt.
Da schätzt du Feuer im Kamin, die Wärme,
gemütlich ein Gespräch bei Kerzenschein.
Holzscheite knistern, und die Flammen schwärmen,
ein heimelig‘ Gefühl; des Spätherbsts Härmen
bleibt außen vor, zu Haus soll ’s wohlig sein.
© Ingrid Herta Drewing, 2013
Oktober 28th, 2013 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Herbst | Tags: Blätterteppich, Blattfall, Geborgenheit, Gemütlichkeit, Kaminfeuer, Kerzenschein, Liebe, Sturm, Vergnglichkeit
Blauhimmel
Kein Wölkchen
Die Sonne strahlt,
küsst zärtlich die Welt.
Herbstgold
Herbstgerüche
Getrocknete Kräuter
duften im Wintergarten,
erzählen von glühenden Tagen
Sommererinnerung
© Ingrid Herta Drewing
Oktober 27th, 2013 | 0 Comments
Category: Herbst | Tags: Düfte, Herbst, Kräuter, Sonne, Wintergarten
Heut‘ lässt ein sonnig‘ Herbstgesicht
den feuchten Nebelblick vergessen,
denn Farben weckt das helle Licht.
Der Wärme Güte dir verspricht,
es weiche kalten Regens Nässe.
Fast frühlingsleicht fühlst du dich nun,
genießt die Weiten kahler Felder.
Anstatt am Ofen auszuruhn,
bewegst du dich in Wanderschuhn
und streifst beglückt durch bunte Wälder.
Die Farbe bringt dir Licht ins Leben;
da darf das Auge Maler sein,
um solche Schönheit zu verweben,
als Bild hier innig aufzuheben
in deiner Seele sanftem Schrein.
© Ingrid Herta Drewing, 2013
Oktober 26th, 2013 | 0 Comments
Category: Herbst, Landschaft, Lebensfreude, Natur | Tags: Farbenfeuer, Herbstsonne, Indiansummer, Maler, Schönheit, Seele
Befreit von Nacht und Nebelhülle
erstrahlt im Morgenglanz die Welt.
Ins Tal ergießt sich goldne Fülle,
die Sonne sanft die Stadt erhellt.
Und bringt auch in den dunklen Gassen
die lichte Freude in den Tag,
lässt Leben klar den Himmel fassen.
Ein Herbsttag, wie ich ihn gern mag!
© Ingrid Herta Drewing, 2013
Oktober 26th, 2013 | 0 Comments
Category: Herbst, Lebensfreude | Tags: Blauhimmel, Herbstmorgen, Licht, Sonne, Stadt
Der Sonnenbogen
sinkt doch nun merklich tiefer.
Zugvögel fliehen
in südliche Gefilde;
und hier verstummt der Gesang.
© Ingrid Herta Drewing
Oktober 26th, 2013 | 0 Comments
Category: Abschied, Haiku & Co, Herbst | Tags: Spätherbst, Zugvögel