Wie gut, dass wir hier hautnah noch erleben,
empfinden können alle Jahreszeiten,
dass uns Natur im Umfeld ist gegeben
und nicht nur virtuell im Bildschirmgleiten!
Dass es noch Häuser gibt, wo man die Fenster
weit öffnen kann, die frische Luft zu spüren,
und nicht im Bann geschäftiger Gespenster
sich lässt das Leben weich gespült filtrieren!
Noch ist der Mensch ein Wesen, das Natur
in Nähe braucht, nicht nur PC, Maschinen,
die leicht auch führen in des Fremdseins Spur,
obwohl die Dinge täglich nützlich dienen.
Wir mögen die Natur mit ihrem Flunkern,
verabscheuen ein Leben, grau, in Bunkern.
© Ingrid Herta Drewing
November 22nd, 2013 | 0 Comments
Category: Lebensfreude, Natur | Tags: Echtheit, Leben, Natur, Virtuelle Welt
Auf leichten Schwingen sanft ins Licht getragen
mein Leben, das erneut mir ward geschenkt,
erwacht in einem lebensfrohen Tagen,
wo auch der Ratio nüchternklares Fragen,
doch immerzu noch zweifelnd, vieles denkt.
Da hilft es mir, zu glauben; nicht beweisen
lässt sich der Gott, der gnädig alles gibt,
dass dort, wo wir im Dunkel dürftig reisen,
er öffne uns des Lichtes wahre Schneisen
und zeige, wie er freie Wesen liebt.
Ihn will ich hören, ganz fest auf ihn bauen,
barmherzig, wie er lehrt, die Wege gehen
mitmenschlich auch auf meinen Nächsten schauen,
mich Christi Güte, Liebe anvertrauen,
die Welt mit hellen Kinderaugen sehen.
Gewiss sein, dass in All und Nacht das Licht
mir Sterblichem von ew’ger Liebe spricht.
© Ingrid Herta Drewing,2013
November 21st, 2013 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Glauben, Lebensfreude, Liebe | Tags: Ewigkeit, Glaube, Gott, Jesus Christus, Leben, Lebensfreude, Liebe, Schöpfung, Vernunft, Wissen, Zweifel
Und klar im hellen Morgenlicht
erstrahlt hier neu die Welt.
Der Nebel wich, der gestern dicht
verweigerte dir Weite, Sicht.
Die Landschaft unverstellt!
Du fühlst dich frei; mit Herz und Sinn
genießt du froh in Wald und Flur,
was dir dort reicht das Leben hin,
des kleinen Glückes Neugewinn,
der Schöpfung herrliche Natur.
Dir ist, als trüge hier ein Klingen
ein lieblich‘ Lied tief in dein Ohr,
und Farben, die im Lichte schwingen,
dir leuchtend nun von Freude singen,
ein Augenschmaus und Jubelchor!
© Ingrid Herta Drewing,2013
November 20th, 2013 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Lebensfreude | Tags: Farben, Klang, Klarheit, Lebensfreude, Musik, Natur, Schönheit, Schöpfung, Sicht, Sonne, Weite
So lichtfern dümpelt hin der Tag
im Nebel, der seit vielen Stunden
die Landschaft hält in Grau gebunden.
Kein Sonnenstrahl sich zeigen mag;
Konturen vollends sind verschwunden.
Da drängen dich Gedanken,trübe,
Vergänglichkeit, der Tod, das Leben.
Des Frühlings, Sommers lichtes Weben,
auch Herbtes goldne Farbenschübe,
geliehen nur, uns kurz gegeben.
Und dennoch glaubst du, dass das Licht
dir wiederkehrt, was scheint verborgen,
dich wird befreien von den Sorgen,
wenn es in seiner Klarheit spricht,
und hoffst auf einen neuen Morgen.
© Ingrid Herta Drewing,2013
November 19th, 2013 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Glauben, Jahreszeiten, Vanitas | Tags: Glaube, Hoffnung, Licht, Nebel, Spätherbst, Vergänglichkeit
Nebel gefiedert
kauern des Herbstes Vögel
im kahlen Geäst.
Diffus fließt Laternen-Licht,
und Konturen verschwimmen.
Schweigende Schritte,
nasse Blätterteppiche.
Noch wärmt der Mantel.
Doch Kälte greift ins Gesicht
und schwingt hauchzarte Fähnchen.
© Ingrid Herta Drewing,2013
November 17th, 2013 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Haiku & Co, Herbst | Tags: Kälte, Nebel.kahle Bäume, Vergänglichkeit
Herbst-Musterprobe,
ein bunter Blätterteppich.
Krähen sind zu Gast.
Spätherbstnachmittag,
Enten, Krähen versammelt,
getrennt unterm Baum.
© Ingrid Herta Drewing,2013
November 17th, 2013 | 3 Comment
Category: Haiku & Co | Tags: Herbst, Koalitionsverhandlung, Krähen, Versammlung
Feurige Schwingen,
die sanften Blätter schweben,
Herbstvögel im Wind.
Der Gingkobaum strahlt
weithin der herbstliche Park,
golden Geschenke.
© Ingrid Herta Drewing,2013
November 16th, 2013 | 0 Comments
Category: Haiku & Co | Tags: Blätter, Gingkobaum, Gold, Herbstlaub
Es trinkt der See sich noch an Farben satt,
dem Blau des Himmels, rotem Gold der Bäume,
das sonnig leuchtend dieser Herbsttag hat
geschenkt als Spiegelbild,lässt Phönix träumen.
Hier werden bald die Nebelvögel schwingen,
auslöschen alle Pracht und warmen Glanz,
und Frost wird ihn in blinde Eishaut zwingen,
wo Wasservögel schweben jetzt im Tanz.
Er fühlt es nicht, Natur wird schmerzlos lenken,
doch mir mischt Wehmut sich in meinen Blick,
erschaue Schönes, dennoch weiß mein Denken,
wie endlich hier das Leben, alles Glück.
Doch tröstlich ist der Kreislauf der Natur:
Was hier vergeht, kommt wieder, ruht ja nur!
© Ingrid Herta Drewing,2013
November 15th, 2013 | 0 Comments
Category: Herbst, Kreislauf des Lebens, Leben, Natur | Tags: Abschied, Farben, Glück, Leben, Naturkreislauf, Schönheit, See, Sonne, Tod, Vergänglichkeit, Wasservögel
Am Baume hing ein letztes Blatt,
sanft schaukelnd in den Zweigen.
Obwohl Wind wild gewirbelt hat,
verschmähte es den Reigen,
der hoch hinauf in Lüfte fand
und letztlich doch in Tiefen schwand,
in welken Todes Schweigen.
Es konnte sich noch halten dort,
allein in Sturm und Regen;
hier lebend am gewohnten Ort.
Zwar war nicht mehr zugegen
das Laub, das es so warm gehegt,
in seiner Mitte zart bewegt,
das war für immer fort.
Wie tapfer blieb das kleine Blatt,
ertrug des Frostes Beißen,
den Nebel; auch den Raureif glatt
versucht‘ es abzuweisen!
Doch als der erste Schnee dann fiel,
sah es sich wohl beglückt am Ziel
und ging beherzt auf Reisen.
Mit tausend Sternchen schwebt’s zur Erde
im Tanz der Flocken aus der Höh‘.
Nun schläft es, bis es Frühling werde,
den langen Traum im weichen Schnee.
© Ingrid Herta Drewing,2013
November 14th, 2013 | 0 Comments
Category: Natur | Tags: Blatt, Frühling, Schnnee, Sterne, Traum, Welken
Vorbei der Regen, dieses Einheitsgrau,
das uns für lange Zeit hielt dumpf gefangen,
dies‘ sehnsuchtsvolle Warten auf das Blau,
der Blick, der in die Weite wollt‘ gelangen!
Doch konnte mich, ging wollig eingekleidet
und gut beschirmt, dies‘ Wetter nicht beirren;
mir war auch mein Spaziergang nicht verleidet,
sah dort im Park den grünen Vogel schwirren.
Und goldenrot, ein Lächeln in den Zweigen,
erstrahlt heut‘ hier des Herbstes Laubgesicht.
Vorbei der Tage nebelmüdes Schweigen,
nur blauer Himmel, warmes Sonnenlicht!
So darf November sich noch lange zeigen,
bis Winters Sternchen tanzen ihren Reigen.
© Ingrid Herta Drewing,2013
November 13th, 2013 | 0 Comments
Category: Flora, Herbst, Lebensfreude, Natur, Sonette | Tags: Blauhimmel, Farben, Herbstbunt, Park, Sonne