Wir sehen gar zu gerne, was wir hoffen;
die Brille unsrer Wünsche lenkt den Blick.
Der Traum von Frieden,jenem Menschheitsglück,
lässt glauben uns, dass blau der Himmel offen.
Wir denken, Gutes wachse nur aus Gnade;
man müsse warten, sich nicht handelnd rühren,
tief meditierend, Wunder zu erspüren,
die alles Unrecht rückten wieder g’rade.
Und während wir die Lämmer sind, die Braven,
nichts ahnend, hat der Wolf mit seiner Macht
die Meute schon in Stellung hier gebracht,
sich freuend auf die Beute dummer Schafe.
Drum heißt es: Wachsam sein, Gefahren wittern,
entgehen jenem Angst- und Todeszittern!
© Ingrid Herta Drewing
März 21st, 2013 | Gesellschaftskritisches, Klartext, Nachdenkliches | Tags: Bedrohung, Denken, Frieden, Gefahr, Leben, Macht, Naivität, Rettung, Tod, Wachsamkeit, Wolf | 0 Comments
Und Worte klingen sanft aus alten Sagen,
ein fremder Zauber wird mir offenbar.
Die Lieder singen von vergang’nen Tagen
und einer Welt, die gänzlich anders war.
Doch vieles gleicht sich, denn des Menschen Leben
kennt heute so wie damals Freud und Leid.
In Liebe glücklich wie auf Wolken schweben,
die Treue, das Vertrauen im Geleit.
Auch die Gefahren, die noch immer drohen,
die Krankheiten,der Krieg, die Not, der Tod.
Nichts kann bewahren dauerhaft vor rohen,
gemeinen Seiten, falschem Sieggebot.
Nur hin und wieder eine Friedenszeit
trägt rosenschön der Hoffnung helles Kleid.
© Ingrid Herta Drewing
März 4th, 2013 | Besinnliches, Leben, Menschen | Tags: Frieden, Hoffnung, Krieg, Leben, Leid, Liebe, Mittelalter, Not, Sage, Sinn, Tod, Vergangenheit, Zauber | 0 Comments
Noch immer wünschen hier wir Menschen Frieden,
ersehnen eine Welt voll Harmonie,
und dennoch hören wir doch meist‘ hienieden
das Röhren jener falschen Melodie.
Bedrohlicher als feurige Vulkane,
der Meere unberechenbare Wellen
ist dieser Hass, er lässt Zerstörung ahnen,
wenn lebensfeindlich die Parolen gellen.
Gewalt und Terror brechen sich die Bahn;
Jahrtausende, geplagt von Leid und Kriegen!
Der Mensch, gefangen hier in bösem Wahn,
sich fragt, wann Liebe, Güte endlich siegen.
Er hofft stets wieder in der Weihnachtszeit,
dass sie den Frieden habe im Geleit.
© Ingrid Herta Drewing
November 30th, 2012 | Besinnliches, Leben, Liebe, Weihnachtszeit, Wünsche | Tags: Frieden, Hoffnung, Krieg, Leben, Mensch, Weihnachtszeit, Zerstörung | 0 Comments
Wir bringen, Herr, die Gaben;
demütig danken wir
für alles, was wir haben.
Des Lebens volle Waben
sind uns geschenkt von dir.
Gib uns die Kraft, zu hüten,
was du uns anvertraut
in deiner Gnade, Güte,
die Erde in der Blüte,
die wir so schön erschaut.
Dass wir das Maß erkennen,
das hier gewährt den Schutz,
die Fehler klar benennen,
von Habgier uns nun trennen
und eitlem Eigennutz.
Damit die Erde bleibe
dies’ blaue Paradies,
soll uns Vernunft verschreiben
ein lebenstüchtig’ Treiben,
das aus der Liebe fließt!
© Ingrid Herta Drewing
September 13th, 2012 | Glauben | Tags: Frieden, Gnade, Gott, Leben, Liebe, Schöpfung, Welt | 0 Comments
Wir treiben in dem letzten Boot
auf diese Insel zu,
auf welche wir nur leicht hingehen,
ganz ohne Last und Schuh.
Hier gibt es Sorge nicht, nie Not,
da alles liegt in Ruh’
Zypressenwächter dunkel stehen,
nicht fragend nach dem Du.
Ein goldnes Licht hält hier im Lot
ein ewig sanfter Wille,
und tiefes Schweigen gilt dem Tod,
verstummt die Stimmen, Stille.
© Ingrid Herta Drewing
August 18th, 2011 | Besinnliches, Tod, Zu Gemälden und anderen Bildern | Tags: Döblins "Die Toteninsel", Frieden, Insel, Seele, Tod, Zypressen | 0 Comments
So wie der Apfelkern in dem Gehäuse
sanft reift, für jenen fernen Tag bestellt,
an dem er mit der Frucht, sich lösend, leise
vom Zweige nieder auf die Erde fällt.
So wartest du auch hier auf ein Gelingen
der Pläne, Taten und des Lebens dein,
bis dann dein schlummernd’ Lied beginnt zu singen,
und klingt, hört auf, nur vage Traum zu sein.
Begleitet wohl von einem tiefen Glauben
und Hoffen, dass dich segne Gottes Hand,
beschützen werde, und die Friedenstauben
auch weiterhin hier weilen in dem Land.
Denn dort, wo Liebe in der Welt regiert,
gedeihen Früchte, die man nicht verliert.
Ingrid Herta Drewing
Januar 22nd, 2011 | Besinnliches | Tags: Apfelern, Frieden, Frucht, Lied Leben Glaube, Reife | 0 Comments
Sie fehlen zwar in großer Schar,
doch möchte ich gern glauben,
dass jene Friedenstauben
wohl werden siegen hell und klar.
Wir, die von Liebe träumen,
sind oft selbst lieblos, kalt,
und was wir dann versäumen,
belastet uns sehr bald.
Wer Liebe sucht, muss lieben.
Wer Güte will, der reich’ die Hand,
denn sie erwächst im Üben,
bewusst gefühlt, klar mit Verstand.
Vielleicht wird einst auf Erden
den Menschen Friede sein.
Die Botschaft, dass dies werde,
erstrahlt im Weihnachtsschein.
Ingrid Herta Drewing
Dezember 17th, 2010 | Besinnliches, Glauben, Weihnachtszeit | Tags: Frieden, Güte, Licht Taube, Liebe, Weihnacht | 0 Comments