Archive for the Category Leben
Ein Licht flammt auf,
es knospet, blüht,
ein Wesen hell erwacht.
Des Lebens Lauf
die Kreise zieht,
erstrahlt nach langer Nacht.
Die Stimme spricht,
ein Lied erklingt,
vertreibt das stumme Schweigen.
Im Sonnenlicht
ein Vogel singt,
sitzt auf den grünen Zweigen.
Und Abend wird,
der Tag vergeht,
nimmt mit ein kleines Leben.
Ein Glas fällt,klirrt,
ein Blatt verweht,
im irdischen Verweben.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Juni 15th, 2014 | Besinnliches, Leben, Tod | Tags: Blüte, Leben, Licht, Nacht, Stimme, Tod, Wesen | 0 Comments
So nah der Grenze,wissend,musst bald scheiden,
verlassen dieses schöne Erdenspiel,
willst du bewusst nun alle Unbill meiden
und siehst den Lebensweg sehr gern als Ziel.
Du magst noch nicht die Bühne hier verlassen
und baust fast jede deiner Szenen aus,
darfst du doch kleines Glück im Spiel erfassen,
und hin und wieder hörst du auch Applaus.
Jedoch, wenn’s sein muss, dass der Vorhang fällt,
verneigst du dankbar dich, verlässt dies‘ Leben,
das dir der große Intendant der Welt
als wunderbar Charakterfach gegeben.
Dir bleibt der Glaube, über allen Dingen
wird hell das Lied des Ewigen erklingen.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Juni 7th, 2014 | Besinnliches, Leben | Tags: Glaube, Gott, Hoffnung, Leben, Lebensbühne, Lebensfreude, Liebe, Tod, Welt. Lebenssinn | 0 Comments
Weithin springen die Lemuren
in den hohen Urwaldbäumen,
Wesen wie aus bunten Träumen
einer fernen Welt.
Kennen Pflichten nicht, noch Uhren,
keine Zeit, die sie versäumen
dort in ihren grünen Räumen,
leben, wie’s gefällt.
Doch schon sind des Feindes Spuren
sichtbar,denn durch Feuers Brände
roden Menschen das Gelände;
Hunger, Gier nach Geld.
Auf die Flucht nach neuen Fluren
sich die Affen da begeben,
ringend um ein friedlich Leben,
das auch sie erhält.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Juni 2nd, 2014 | Fauna, Gesellschaftskritisches, Leben, Natur | Tags: Affen, Brandrodung, Lebensraum, Lemuren, Menschen, Regenwald, Zerstörung | 0 Comments
Der Karawanen Spur im Sand verloren,
die einst zu grünen Ufern aufgebrochen.
Das Ziel, das sie sich sorgsam auserkoren,
so weit entfernt, doch Sahel war versprochen.
Die Nächte kalt, am Tag die Sonne brannte,
und kein Kamel konnt‘ laben sich,dort grasen
Der Mensch vermummt, Geduld hieß die Verwandte;
das Wasser rar, kaum Brunnen, noch Oase!
Sandstürme trafen sie mit ihrem Wüten,
erstickten darin elend Mensch und Tier.
Gerettet wenige;sie dankten Allahs Güte,
obwohl Verzweiflung sie wollt‘ lähmen schier
Sie nahmen dennoch als Geschenk ihr Leben,
und dankten demütig dem, der ’s gegeben.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Mai 29th, 2014 | Glauben, Gott, Leben | Tags: Allah, Dankgebet, Rettung, Sandsturm, Wüste | 0 Comments
Leicht wie sich Wellen auf dem Meere wiegen
mag einst auch hier des Lebens Schweben sein.
Ein sanftes Lächeln darf die Zeit besiegen,
es hin in seine Ewigkeit befrein.
Da wird nicht mehr als Maß herangezogen,
das Fragen nach dem Ende, noch Beginn.
Es schwingen ein und aus die großen Wogen,
verweben Liebe, Seele, Licht und Sinn.
Wir können dann vielleicht in Klarheit schauen,
was sich erneuernd in sich selbst verbirgt
und jener Gnade, Güte ganz vertrauen,
die stetig schenkend Leben hier bewirkt.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Mai 22nd, 2014 | Glauben, Gott, Leben, Liebe | Tags: Ewigkeit, Gnade, Gott, Güte, Leben, Licht, Liebe, Schöpfung | 0 Comments
Von Fernweh trunken in den Jugendjahren,
zog’s mich hinaus in eine fremde Welt.
Ich glaubte, nur so könnte ich erfahren,
erkennen meinen Weg im Wandelbaren,
was mich im Leben wach und wissend hält.
Es wuchs die Demut wohl; ich durfte schauen,
wie Gottes Schöpfung ist in Vielfalt schön
und lernte, ein Gesicht zu lesen, trauen
nicht jener Scheinwelt, wo die eitlen Pfauen
so selbstverliebt in Spiegeln sich besehn.
Doch weiß ich heute wohl, nicht nur die Ferne
ermöglicht der Erkenntnis klaren Blick.
Im Kleinen auch wirkt Zauberglanz der Sterne;
er ist so nah und weist den Pfad dir gerne
zu jenem lichten, uns geschenkten Glück.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Mai 14th, 2014 | Besinnliches, Jugend, Leben, Liebe, Nachdenkliches | Tags: Abenteuer, Demut, Eitelkeit, Erfahrung, Fernweh, Glück, Gottes Schöpfung, Jugend, Liebe, Menschenkenntnis, Welt, Wunder | 0 Comments
Wir sind doch noch Schamanen,
beschwören Tier und Beute,
tanzen für Land und Leute,
wie einstmals unsre Ahnen.
Wir sind noch immer Blinde
im Hirn und auch im Herz,
verfallen dem Kommerz
und Marketing-Gebinde.
Noch immer Brot und Spiele,
Marktschreier im Gewühle,
und alles lacht.
Ob wir den Weg noch sehen,
ob wir den Weg dann gehen
aus dieser Nacht?
© Ingrid Herta Drewing,2008
Mai 12th, 2014 | Gesellschaftskritisches, Glauben, Leben | Tags: Beute, Demut, Ersatzbefriedigung, Glaube, Jäger, Kaufen, Konsum, Leben, Lebensglück, Marketing, Schamanen, Senstionslust, Werbung | 0 Comments
Sei bei den Lebenden,
bereit, ihnen Liebe zu schenken!
Sei bei den Gebenden,
so magst du der Toten gedenken!
Bedenke bei allem Streben:
Schön, aber kurz ist dein Leben!
© Ingrid Herta Drewing,2014
Mai 9th, 2014 | Besinnliches, Leben | Tags: Leben, Liebe, Tod | 0 Comments
Auch dir schien wohl zunächst der Pfad verschlungen,
sahst in der Wildnis kaum noch einen Weg,
und auch der Vögel Lied, das dort erklungen,
verstummte dann am Wildbach ohne Steg.
Da warst du schier schon ratlos, rangst die Hände,
und ein Gebet sich aus dem Herzen stahl,
du schöpftest Mut, durchquertest das Gelände,
sahst dann vom hohen Berg hinab ins Tal.
Pfadfinderin warst du; vergangner Zeiten
Erfahrung wirken nach in Lebens Lauf.
Die gute Tat will dich noch immer leiten,
dein Glaube schenkt dir Kraft, gibst niemals auf.
Auch wenn sich neigt dem Ende zu dein Leben,
wirst du getrost den Blick zum Licht erheben.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Mai 7th, 2014 | Besinnliches, Glauben, Leben, Sonette | Tags: Gebet, Glaube, Gute Tat, Kraft., Leben, Licht, Mut, Pfadfinderin, Wildnis | 0 Comments
Lasst uns den Herren preisen
und dankbar uns erweisen
auf dieser schönen Welt!
In seinem Schöpfungs-Kreise
schenkt er des Lebens Reise,
die uns im Licht gefällt.
Er lässt hier Sonne,Regen,
die Frucht nach Blüten-Segen
und Ruh der Sternen-Nacht
uns Menschen angedeihen
in gütigem Verzeihen.
Sein Engel uns bewacht.
In Demut ihn zu ehren,
uns liebend zu bewähren,
wie Jesus uns verhieß,
so wollen wir hier hegen,
in seinem Namen pflegen
dies‘ irdisch‘ Paradies!
© Ingrid Herta Drewing,2014
Mai 5th, 2014 | Besinnliches, Gebet, Glauben, Gott, Jesus Christus, Leben, Liebe | Tags: Blüte, Engel, Frucht, Gott, Güte, hegen, JesusChristus, Leben, Liebe, Paradies, Pflegen, Regen, Schöpfung, Sonne, verabntwortung | 0 Comments