Archive for the Category Leben

 
 

Friedensappell

Lasst ab von diesem Kriegsgeschrei,
hört auf es zu beschwören!
Sinnt lieber nach,dass Frieden sei,
bedenkt, was wir verlören!

Bewahrt das Leben, lasst euch nicht
durch Gier von bösen Mächten
mutwillig führen hinters Licht,
versklaven und entrechten!

Sagt nein zu Waffen, die ein Land
und Menschen kalt vernichten!
Reicht brüderlich vereint die Hand,
vergesst die Feind-Geschichten!

Gemeinsam können wir hier nur
der Not, dem Leid begegnen,
anstatt auf Krieges Todesspur
das Zeitliche zu segnen.

© Ingrid Herta Drewing,2014

Hoffnung

Ja, als auch dort der letzte Ton verstummte,
das Leben mit dem Tag die Segel strich,
ein dichter Nebel Strand und Meer vermummte
und die Kontur fast ganz im Grau verblich,
da spürt‘ ich doch die Hand, die meine hielt,
hab ‚ deine Nähe innig noch gefühlt.

Durft‘ finden mich in deinem Haus geborgen,
wohin du mich, im Nebel blind, geführt.
Ich ahnte, dass mir hier an einem Morgen
mein Leben wieder neu im Licht gebiert.
Nun höre ich die sanfte Melodie;
sie schenkt mir Hoffnung,Frieden,Harmonie.

© Ingrid Herta Drewing,2014

Geborgen

Du birgst mich sanft in deinen Armen,
gewährst mir Trost in aller Not.
Dein Wort, so wichtig wie das Brot,
vertreibt die Kälte, schenkt im Warmen
mir lächelnd Liebe, lind Erbarmen
und Hoffnung, neues Morgenrot.

Da schwingen in den Lüften Klänge,
so hell erwacht des Frühlings Lied,
das froh ermuntert mein Gemüt,
befreit aus Trübsal, grauer Enge.
Andächtig lausch‘ ich Licht-Gesängen
und fühl, wie Leben neu erblüht.

© Ingrid Herta Drewing,2014

Meine Rose

Im Licht entfaltet sich die Schöne
und richtet sorgsam Blatt um Blatt.
Die Düfte, lieblich zarte Töne,
mich nasenselig hier verwöhnen,
vorbei des Frühjahrs dumpfes Matt.

Als sei nur sie der Sonne Kind
reckt sie die Blüten hin ins Licht
und wehrt dem wilden Frühlingswind,
der sie gern herzt und küsst geschwind.
Doch er spürt ihre Dornen nicht.

Ich werd‘ sie schützen, achtsam hegen,
sie, die auch meinen Tag erhellt,
das Blütenglück sorgfältig pflegen,
durchkreuzen böse Schädlings- Wege,
bewahren ihre Blumenwelt.

© Ingrid Herta Drewing,2014

Verliebt

Des süßen Klanges Fang,
der Nachtigall Gesang
drang dir in Sinn und Seele
und hat der Ratio Stele
erschüttert.
Dieses Beben
bringt Liebe in dein Leben.

© Ingrid Herta Drewing,2014

Straße nach Alkmaar im Frühling

Rostrote Bäume hier die Straße säumen,
ihr filigran‘ Geäst wirkt wunderbar.
Die Knospen, zart geöffnet, rötlich träumen,
bevor sie sich entfalten grün und klar.

Es scheint, als grüße Herbst schon sanft den Lenz
und wolle ihm die späte Reife zeigen,
wenn Bäumen er in flammender Kadenz
die Blätter färbt vor langen Winters Schweigen.

Was so vergänglich wirkt, bricht auf ins Leben,
das neu und jung sich hin zum Licht bewegt.
Vielfältig will sich Frühling nun verweben,
da zärtlich hier Natur die Pflanzen hegt.

© Ingrid Herta Drewing,2014

Ermunterung

Nun, Traum verlassen, graut der Morgen.
Was noch zur Nacht den Sternen nah,
im Dunkel samten schien geborgen,
muss stellen sich des Tages Sorgen,
die bald im Lichte offenbar.

Du kannst der Pflicht dich nicht entziehen;
jedoch dir bleibt die Phantasie.
Sie lässt die Illusionen blühen
und schenkt dem Sehnen ohne Mühen
des Frühlings frohe Melodie.

© Ingrid Herta Drewing,2014

Erwachen

Ein Frühlingshauch streift das Gelände
und flüstert sanft im Rosenhain,
dass ihr, ihr Schönen, bald behände
hier blühen werdet ohne Ende,
erwacht aus eurem Knospen-Sein.

Der Sonnenprinz Dornröschen findet,
sein Strahl durchdringt der Sträucher Grün.
In seinem Kuss darf hell erblühn,
was liebend sich dem Licht verbindet,
um neu im Leben zu erglühn.

© Ingrid Herta Drewing,2014

Morgenrot

Noch netzt der kühle Tau die Wiesen.
Im Osten zeigt sich Sonne rot,
erklimmt die Berge, Morgengrüße
schickt in den Himmel sie so süße,
und Wölkchen leuchten zart umloht.

Im Licht beginnt der Tag zu schwingen.
Die frühen Vögel heben an
ihr helles Lied hier darzubringen,
und lieblich weckt ihr muntres Singen
im Tal auch Groß und Klein sodann.

Da regt geschäftig sich das Leben.
Es ruft die Pflicht;der Mensch nun geht,
beginnt sein Tagwerk, weiß, sein Streben
und Wirken, all sein sorgsam‘ Weben
hilft, dass sein Dasein gut besteht.

© Ingrid Herta Drewing,2014

Innehalten

Süße Düfte der Syringen!
Lenz schenkt seine Blütenlieder,
die im Lichte hell erklingen.
Nasenselig möcht‘ ich singen;
lieblich duftet weißer Flieder.

Hier, beschaulich in der Laube,
darf ich Frühlings Wirken spüren.
Zärtlich gurrt die Ringeltaube,
und herab von Daches Gaube
schwebt der Amsel Tirilieren.

Südwinds milde Lüfte schwingen,
und der Sonne Strahlenhände
dürfen tief ins Dunkel dringen,
Kummer, Sorgen,Leid bezwingen,
dass sich lächelnd Leben wende!

© Ingrid Herta Drewing,2014