Archive for the Category Natur
Wie sich der Abend in den Himmel schreibt
mit rosaviolettem Wolkenrot!
Die Sonne, die im Westen sinkt, noch bleibt
ein Weilchen glühend hier und flamm’umloht.
So geht in einem Feuerzauber über
des Tages Bläue in die Sternennacht,
wo nun, da Sonnenuntergang vorüber,
des Mondes Helle Silberglanz entfacht.
Obgleich der Anblick mir ist wohl bekannt,
erschaue ich ergriffen, wie Natur
hier wieder zeigt, gestaltend über Land,
dass sie ist allem Schönen auf der Spur.
Womit sie unser Leben reich erfüllt,
wenn auch ihr zart’ Geheimnis bleibt verhüllt.
© Ingrid Herta Drewing
September 7th, 2011 | Besinnliches, Natur | Tags: Geheimnis, Leben, Natur, Schönheit, Sonnenuntergang, Szernennacht | 0 Comments
Es liegt ein Schatten auf den Sonnenuhren.
Mir ist es, als ob stünde still die Zeit.
Wehmütig träumt der Sommer auf den Fluren.
Zum Abschied, scheint es, hält er sich bereit.
Sein warmer Blick, der nun so sanft und mild,
fast lächelnd, ruht auf letzten, roten Rosen,
auf dem an Früchten reichen Erntebild,
bemerkt, zwar zögerlich, die Herbstzeitlosen.
Ich sehe Kraniche nach Süden ziehen.
Ein Zeichen, dass hier bald der Sommer geht,
obwohl Reseden, Oleander blühen,
und hell die Sonne noch am Mittag steht.
Wie gerne hielte ich die Uhren an, die Zeit!
Doch die Vernunft sagt mir: Vermessenheit!.
© Ingrid Herta Drewing
September 4th, 2011 | Abschied, Besinnliches, Natur, Sommer | Tags: Absched, Leben, Liebe, Milde, Rosen, Sommer, Sonne, Wehmut | 0 Comments
Es hebt der Tag die Nebellider
und sucht des Himmels klaren Blick.
Der Sonne Antlitz neigt sich nieder,
schaut strahlend auf die Erde wieder.
Ein zartes Lächeln grüßt zurück.
Obwohl des Sommers Feuer schwelen,
zeigt er sich noch im Blumenflor,
vermag mit Düften zu beseelen.
Das süße Heu darf da nicht fehlen
und auch der Rosenblüten Chor.
Als wolle er zum Abschied schenken
der Erde noch ein lieblich’ Bild,
wenn vieler Vögel Scharen lenken
den Flug nach Süden, ein Gedenken
an milde Tage, lichterfüllt.
© Ingrid Herta Drewing
September 3rd, 2011 | Besinnliches, Natur, Sommer | Tags: Abschied, Leben, Liebe, Milde, Natur, Nebel, September, Sonne | 0 Comments
„Gurruu gu gurruu, gurruu gu gurruu!“,
singt monoton der Hahn der Ringeltaube,
„gurruu gu gurruu, gurruu gu gurruu!“
Sitzt dort im Nieselregen auf der Laube.
Es klingt mir so, als sei es ein Appell,
laut rufend, dass die Taube möge kommen,
nicht zögernd, sondern möglichst flugs und schnell
sei diese so ersehnte ihm willkommen.
Jedoch erfolglos bleibt des Täub’richs Bitten,
und einsam fliegt er schließlich auch davon.
Vier Finken, tschilpend laut, als ob sie stritten,
beleben nun den Ort mit hellem Ton.
Banal gesagt – hier kann ich ’s deutlich sehen-
das Leben ist ein stetes Kommen, Gehen.
© Ingrid Herta Drewing
September 2nd, 2011 | Besinnliches, Natur | Tags: Gurren, Laube, Lebe, Liebe, Ringeltaube, Sehnsucht | 0 Comments
Hoch oben schwebt die Wolke wie ein Wal.
So lang gestreckt sah ich dies wirklich selten.
Allmählich löst sich’s auf; groß ist die Zahl
der kleinen Fische in des Himmels Welten.
Hier spielen Wind und Sonne in den Lüften.
Im Abendschein die Wölkchen, licht, erhellt,
die jetzt doch zügig, sanft nach Osten driften,
beschirmen phantasievoll unsre Welt.
Es folgt noch rosafarben eine Herde
von Schäfchen, friedlich auf der blauen Weide.
Im Westen sinkt die Sonne, und der Erde
zeigt sich hier bald die Nacht im Sternenkleide.
Ich freue mich am Schauspiel der Natur,
verfolge hier bewundernd ihre Spur.
© Ingrid Herta Drewing
August 26th, 2011 | Natur | Tags: Abendrot, Phantasie, Sonne, Wind, Wolkenformen | 0 Comments
Auf deinem leichten Wege dich zu sehen
du zarter Schmetterling, dass dies’ gelang,
da du, der Blüte gleich, in Windes Wehen
dich zärtlich hier in meinen Morgen schwangst!
Ich wollte gerne dich im Bild behalten,
im Foto, dass dein Dasein nie entflieh’,
beschloss recht töricht digital zu schalten,
da streikte des Gerätes Batterie.
Und dennoch bleibt mir, was wohl besser ist,
dies Bild von dir, das ich im Herzen trage,
ein Lichtschein, der den Sommer nicht vergisst
und durch den Nebel hilft an trüben Tagen.
So führt ein lieber Gruß aus der Natur
uns manchmal auf des Lebens lichte Spur.
© Ingrid Herta Drewing
August 23rd, 2011 | Autobiografisches, Besinnliches, Natur | Tags: Erinnerung, Foto, Herbst, Lebensfreude, Schmetterling Bild, Sommer | 0 Comments
Schwelende Sonne,
doch üppig das Blumenglück
auf der Terrasse.
Die Sommervögel
verlassen die Gefilde,
suchen die Wärme.
Am Weiher ein Storch;
er hat zu schwache Flügel,
bleibt einsam zurück.
© Ingrid Herta Drewing
August 13th, 2011 | Natur, Sommer | Tags: Herbst, Storch, ZugvögelSommerende | 0 Comments
Es schimmert zwischen Farnen, zart betaut,
ein Spinnennetz im Glanz der Sonnenstrahlen.
Die Wassertröpfchen, kunstvoll eingebaut,
wie Diamanten ihre Farben malen.
Hier, wo des Morgennebels kühler Hauch
in sanftem Licht den Sommertag begonnen,
erschaue ich entzückt, andächtig auch,
das Schöne, das Natur so fein gesponnen.
Und in des Waldes grüner Kathedrale,
wo Sonne ihre hellen Wege findet,
in Licht gewirkten Bahnen luftig malend,
in Büschen, Gräsern, Farnen zärtlich schwindet.
Dort in der Stille fühl’ ich mich geborgen,
erfreue mich an diesem Sommermorgen.
© Ingrid Herta Drewing
August 7th, 2011 | Lebensfreude, Natur, Sommer | Tags: au, Lebensfreude, Sommer, Sonnenstrahlen, Spinnennetz, Stille, Wald | 0 Comments
Die Sonne schien die Rosen zu behüten;
nur ab und zu ein muntrer Schmetterling
sich zärtlich schmiegte an die zarten Blüten,
dort schwelgend in dem Duft, der ihn umfing.
Die Ernte kam, und alle Blüten fielen
in Körbe, wurden sorgsam ausgezupft.
Als Rohstoff mussten sie die Rolle spielen;
das Rosenöl ward kundig dann gelupft.
Für lange Zeit die Süße zu bewahren
und zu genießen flüchtige Natur,
kunstvoll gebannt; seit tausenden von Jahren,
kreiert der Mensch Parfüm, folgt Duftes Spur.
Und träumt im Winter von der Rosen Feuer,
erkauft sich Sommerillusion auch teuer.
© Ingrid Herta Drewing
August 6th, 2011 | Lebensfreude, Natur | Tags: Blütenduft, Parfüm, Rosen Schmetterlinge, Rosenöl, Sonne | 0 Comments
Wie diese Taube hoch auf der Antenne
im Sonnenlicht des Morgens sich genügt,
so möchte ich von Lärm und Hast mich trennen
und bleiben doch ins Leben eingefügt.
Ja, es bewusst im Wesen auch erfassen,
bevor mein Tag den Abend kommen sieht,
und seine Schönheit auf mich wirken lassen,
das Feuer fühlen, das in allem glüht.
In diesem grünen Land der Wälder, Wiesen,
der Städte, die an Parks und Gärten reich,
wo klare Flüsse hin zum Meere fließen,
Libellen , Silberreiher noch am Teich.
Hier darf ich, bar des Grauens der Natur,
erleben ihre schöne Seite nur.
© Ingrid Herta Drewing
August 3rd, 2011 | Lebensfreude, Natur | Tags: B, Flüsse, Garten, Gelassenheit, Lebensfreude, Natur, Schönheit, Wald, Wunsch | 0 Comments