Archive for the Category Besinnliches
Ein kühler Tag, auf dessen blauer Bühne
der Wind verwegen mit dem Rauche spielt,
der zart gekräuselt steigt aus den Kaminen
und weiß in Tanzfiguren Sonne fühlt.
Sie steigen, neigen, wirbeln sich im Kreise
und schrauben hoch und höher Pirouetten,
um bald darauf in wundersamer Weise
sich leicht zu lösen von der Wirkungsstätte.
Verlieren sanft sich in des Himmels Höhe,
ein Wölkchen schwebt noch hell im Mittagslicht,
das schließlich auch entwächst des Blickes Spähen,
wenn Wind es trägt aus der begrenzten Sicht.
Was immer auch verlässt der Bühne Ort,
es wirkt gewiss an andrer Stelle fort.
© Ingrid Herta Drewing
Januar 16th, 2012 | Besinnliches, Natur | Tags: Himmel, Rauch, Tanz, Unvergänglichkeit | 0 Comments
Wir suchten sie,die Blume,
auf Schnee bedecktem Feld,
Christrose, dem zum Ruhme,
der alles hier erhält.
Der Sonne, Luft und Regen
zur Erde hat geschickt,
des Lebens sanften Segen
uns zeigt im Blütenglück.
Wir fanden und erschauten
das zarte Sterngesicht
in Eis und Schnee, das traute
Hoffnungs -und Lebenslicht.
© Ingrid Herta Drewing
Januar 14th, 2012 | Besinnliches, Glauben | Tags: Christrose, Christus, Gott, Liebe, Schöpfung | 0 Comments
Wann nehmen wir die Binde von den Augen,
damit wir sehen lernen und erkennen,
was unser Handeln hier mag wirklich taugen,
wir Menschen, die sich Schöpfungskrone nennen?
Wohl wahr, uns eigen ist dieses Gehirn,
als Gottes Wundergabe der Natur,
die uns auf diesem irdischen Gestirn
lässt Kühnes wagen, finden unsre Spur.
So sollten wir besonnen auch bedenken,
wie wir gemeinsam nutzen unsre Kraft,
dies Leben hier mit Sorgfalt sinnvoll lenken,
nur das zu tun, was Leben, Frieden schafft.
Damit wir hier auf dieser schönen Erde
dann endlich menschlich weilen, glücklich werden.
© Ingrid Herta Drewing,
Januar 12th, 2012 | Besinnliches | Tags: Erkenntnis, Gemeinsamkeit, Leben, Mensch Gehirn, Natur, Sehen | 0 Comments
Befreie dich von deiner Habe,
sie wird zu umfangreich, zur Last!
Denk’ an den Aufbruch, bist nur Gast!
Gefüllt mit Honig ist die Wabe;
was drüber reicht, ist nur Ballast.
Gesammelt über viele Jahre,
erzählt zwar jeder Gegenstand
dir vieles, was dir lieb bekannt,
wie du das Leben hast erfahren,
und ist Relikt in deiner Hand.
Jedoch jetzt ist es Zeit, zu trennen
sich auch von vielem , was beschwert.
Das, was dem Herzen gilt als wert,
lässt sich nicht materiell benennen,
bleibt dir, erinnernd, unversehrt.
© Ingrid Herta Drewing
Januar 8th, 2012 | Besinnliches | Tags: Ballast, Erinnerungsstücke, Habe, Neubeginn, Trennung | 0 Comments
Ich träumte heut’ von einem Garten,
der duftend, reich in Blüte stand,
als habe segnend Gottes Hand,
entgegen allem langen Warten,
uns schon das Paradies gesandt.
Ich blieb dort, schaute und erkannte,
dass dieser Hort war unsre Erde,
sah Löwen liegen, Huftierherden,
die arglos in der Nähe standen,
nicht fürchtend Leid, noch sonst Beschwerden.
Da fragte mein Verstand vermessen:
Was soll das sein, ein Erdenbild?
Hier geht es sonst doch zu so wild:
Ein jeder frisst und wird gefressen.
Was schützt hier wen? Wo ist der Schild?
Ja, Illusionen malen Frieden
so rosafarben an die Wand.
Erwacht, wir suchen nach dem Land,
wo niemand Angst hat, wird gemieden,
und Lieben gilt als Unterpfand.
© Ingrid Herta Drewing
Januar 7th, 2012 | Besinnliches | Tags: Illusion, Liebe, Löwe, Paradies Erde, Traum. Friede. | 0 Comments
Die Nächte tragen weiße Kleider,
und Mondlicht färbt sie silbern ein
inmitten heller Sterne Schein.
Ihr Schneegewand glänzt, ohne Neider
umhüllt ’s die Erde zärtlich, rein.
In solchen Nächten liegt ein Schweigen
fast gütig auf der lauten Welt,
die täglich lärmend jagt nach Geld.
Jedoch nun scheint ihr Friede eigen,
darf himmlisch träumen, sanft erhellt.
© Ingrid Herta Drewing
Januar 4th, 2012 | Besinnliches, Natur, Winter | Tags: Friede, Mondlicht, Schnee, Schweigen, Stille, Winternacht | 0 Comments
Noch steht das neue Jahr in Kinderschuhen,
unschuldig schlägt’s die hellen Augen auf,
erblickt die Welt mit kindlichem Vertrauen,
beginnt nun freudvoll, munter seinen Lauf.
Die guten Paten sollten es begleiten,
zumal sich rührt der Pessimisten Heer.
Sie sehen es zum Untergange schreiten,
berufen sich auf Maya-Priester-Mär.
Ein kosmisch’ Unheil droh’ zur Sonnenwende,
vernichte im Dezember diese Welt.
Die Prophezeiung lähmt doch nur die Hände
der Menschen, die jetzt Wahn und Angst befällt.
Wir aber woll’n mit Zuversicht nach vorne schauen,
geborgen sind wir; lasst uns Gott vertrauen!
© Ingrid Herta Drewing
Januar 2nd, 2012 | Besinnliches, Gesellschaftskritisches, Glauben | Tags: Aberglauben, Gottvertrauen, Katastrophenwahn, Neujahr, Prophezeiung, Zuversicht | 0 Comments
Des Jahres Tage sind gezählt.
Der Blick zurück lässt Wünsche offen,
gebiert zugleich das stille Hoffen,
dass Glück im neuen Jahr uns wähl’.
Prognosen gibt es, im Orakel,
da findet mancher seine Sicht.
Noch ahnt er nichts von dem Debakel,
das ihn alsbald nimmt in die Pflicht.
Sylvesterträume in den Lüften;
der Lärm den Dämon dräng’ zurück!
Jedoch in unsren engen Klüften,
dort knüpfen wir uns selbst den Strick.
So vieles, was wir tun, entscheiden,
ist wichtig, zeigt des Lebens Weg.
Die Gier, den Hass gilt ’s zu vermeiden,
die Liebe sei uns Brücke, Steg!
Dann wird vielleicht das nächste Jahr
am Ende für uns wunderbar.
Ingrid Herta Drewing
Januar 1st, 2012 | Besinnliches | Tags: Liebe, Orakel, Prognosen, Wünsche | 0 Comments
Wie sich das Herbstblatt löst vom Baume,
so fällt das Jahr in seine Zeit,
die wir in unsrem Erdentraume
erfasst als Los im Sonnenraume
und sind zum Neubeginn bereit.
Ein neues Jahr weckt neues Hoffen,
erwartend einen guten Lauf,
dass sich Probleme lösen auf,
die schmerzvoll uns zuvor betroffen;
Silvesterwünsche gibt ’s zuhauf.
Und vieles, was wir selbst gestalten,
soll besser werden, sagt man sich
und macht deshalb nun reinen Tisch.
Doch vor Unwägbarem, Gewalten,
davor schütz’ Gott auch dich und mich!
© Ingrid Herta Drewing
Dezember 28th, 2011 | Besinnliches, Glauben, Leben, Nachdenkliches, Sylvester | Tags: Gottesgnade, Hoffnung, Neujahr, Probleme, Schutz, Unwägbares, Wünsche | 0 Comments
Herbei gesehnt der Weihnachtsbotschaft Frieden;
noch immer fehlt er weithin in der Welt.
Gerechtigkeit und Güte sind hienieden
vonnöten, wo sich Bosheit, Härte hält.
Gemeinsam sollten wir Probleme lösen,
anstatt uns gar in Kriegen zu entzwei’n
und Hass bereits den Kindern einzuflößen.
Es möge die Vernunft der Mittler sein.
Damit uns Menschen hier auf dieser Erde
das Leben eine schöne Heimat ist;
wir hoffen, Zukunft sehen, und es werde
auch denen, die im Dunkel, helles Licht.
Gemeinsam hier ein Paradies gestalten,
wo alle Menschen menschlich sich verhalten.
© Ingrid Herta Drewing
Dezember 27th, 2011 | Besinnliches, Weihnachtszeit | Tags: Friede, Güte, Heimat, Sehnsucht, Vernunft, Weihnacht | 0 Comments