Archive for the Category Besinnliches
Ein Sonnenstrahl, ein funkelnd’ Licht
dringt ein ins dichte Grau.
Die Hoffnung wächst, und Zuversicht
belebt dich; Kummer, Sorgenschicht
verschwinden sanft wie Tau.
Ein Lächeln und ein liebes Wort,
zur rechten Zeit gesprochen,
ergreifen Herzen, finstrer Ort
erhellt sich, und es schweigt sofort
der Trauervögel Pochen.
Wenn wir einander Liebe schenken,
begegnen mit Respekt
und nicht die Ich-Sucht lassen lenken,
das Los des andern auch bedenken,
wird wahres Glück entdeckt.
© Ingrid Herta Drewing
November 15th, 2011 | Besinnliches, Beziehungen, Liebe | Tags: Erleichterung, Freiheit, Hoffnung, Lächeln, Licht, Liebe, Mensch, Respekt, Sorge | 0 Comments
Kein Tier, auch keine Pflanze hier auf Erden
verbraucht vermessen das, was sie nicht hat;
allein der Mensch mag töricht sich gebärden,
ist maßlos, stellt sich dar als Nimmersatt.
Der Erde Schätze werden ausgeraubt,
und Menschen, Tiere, Pflanzen müssen leiden.
Ein Wesen, das nicht mehr an Zukunft glaubt,
scheint dennoch seinen Kindern sie zu neiden.
Es gilt die Schöpfung sorgsam zu bewahren;
nur diese Erde schenkt uns Lebensraum!
Des Wachstumswahnes nichtiges Gebaren
beachtet diesen Tatbestand wohl kaum.
Wir müssen endlich die Balance finden,
harmonisch uns ins Leben einzubinden.
© Ingrid Herta Drewing
November 14th, 2011 | Besinnliches, Gesellschaftskritisches, Klartext | Tags: Maßlosigkeit, Mensch, Natur, Schöpfun, Wachstumswahn | 0 Comments
Es trägt der Wind die letzten goldnen Blätter
und wirbelt sie im Tanze durch die Luft.
Noch einmal grüßen sie das Sonnenwetter,
bevor ihr irdisch Los zum Welken ruft.
Was einst im Frühling lind begann zu leben,
in Sommers Reife grünen ließ den Baum,
darf losgelöst von seinem Ursprung schweben
in kurzer Freiheit vor dem langen Traum.
Zu Boden sinkend, braune Blätterhülle,
die sanft und warm deckt bloße Erde zu,
wenn Raureif, Schnee, des Frostes kalte Stille
das Pflanzenleben lässt in Winters Ruh’
Um dann im warmen Dunkel aufzugehen,
zurückgekehrt zu lichtem Auferstehen.
© Ingrid Herta Drewing
November 13th, 2011 | Besinnliches, Glauben, Herbst, Kreislauf des Lebens | Tags: Auferstehung, Blätter, Feiheit, Herbst, Tod, Wind | 0 Comments
Im dichten Nebel wirkt die Landschaft matt.
Kaum lassen da Konturen noch erahnen,
dass es sie gibt, dort hinterm Grau, die Stadt.
Kein Wind bewegt die schlaffe Wetterfahne.
Es bellt kein Hund, sogar die Krähe schweigt;
gedämpft sind meine Schritte, eine Stille,
die feindlich fast in meine Ohren steigt.
Ich wische mir die Feuchte von der Brille.
Die Bäume, ihres Laubes ganz beraubt,
sie bilden ein Spalier von Spukgespenstern.
Da, endlich leuchten schwach des Hauses Fenster,
und Leben grüßt, das ich schon fern geglaubt!
Ein Mensch hat sich hier Wärme, Licht entfacht,
trotzt so dem Nebel und der langen Nacht.
© Ingrid Herta Drewing
November 11th, 2011 | Besinnliches, Herbst, Jahreszeiten, Natur | Tags: Herbst, Licht, Nebel, Spuk, Stille, Unheimliches | 0 Comments
Die Rose ist verblichen,
das süße Lied verklang.
Die Freude ist gewichen,
mein Herz klopft nun so bang.
So grau sind alle Tage,
der klare Himmel fehlt.
Der Sonne stumme Klage
im Nebelmeer verschwelt.
Ich sollt’ es ignorieren –
uns wärmt doch Feuer, Licht –
statt sanft mich einzufrieren
in Trübsal und Verzicht.
Wohl wissend um das Leben,
des Frühlings Wiederkehr
wehr’ ich den Nebelweben
und trotz Novembers Mär’.
Dezember wird bald kommen
in weißem Sternenkleid;
der Weihnacht grünes Frommen
vertreibt dann alles Leid.
© Ingrid Herta Drewing
November 10th, 2011 | Besinnliches, Jahreszeiten, Natur | Tags: Hoffnung, Melancholie, Nebel, Trübsal, Weinachten | 0 Comments
Ich nehme auf mit allen meinen Sinnen,
was mir des Lebens Schönheit offenbart;
ein immer neues, tägliches Beginnen,
was hässlich, böse ist, bleibt da à parte.
Will schauen, wie Natur in Jahreszeiten
in Flora, Fauna wechselnd hier erblüht,
und Herbstes müde in den Winter gleitet,
dort Kräfte sammelnd für ein neues Lied.
So will auch ich beschaulich innehalten,
wenn hier der Sonnenbogen tiefer sinkt,
der stillen Zeit gewogen, die mich bringt
dazu, die Tage dankbar zu gestalten.
Denn ich darf fühlen, hören, riechen, seh’n.
Wie ist die Erde doch so wunderschön!
© Ingrid Herta Drewing
November 9th, 2011 | Besinnliches, Jahreszeiten, Lebensfreude, Natur | Tags: Jahreszeiten, Leben, Lebensfreude, Lieben, Natur, Schönheit | 0 Comments
Es trägt der Wald sein letztes, goldnes Kleid,
gesäumt von rot gefärbten Blätterflammen.
Die Sonn’ errötend gibt ihm Lichtgeleit,
im Farbenfeuer leuchten sie zusammen.
Am morschen Baumstamm Stockschwämmchen hier grüßen.
Mit seinem Purpurhut, der weiß gefleckt,
der Fliegenpilz sich in die Höhe reckt,
und weiches Moos liegt grünend ihm zu Füßen.
Im Spinnennetz, das kunstvoll ward gesponnen,
glänzt, Diamanten gleichend, morgens Tau.
Die Nebelschleier weichen nun der Sonne,
und auch die Rötelmaus huscht aus dem Bau.
Hier feiert still ihr Herbstfest die Natur,
und wir bewundernd stehen, schauen nur.
© Ingrid Herta Drewing
November 3rd, 2011 | Besinnliches, Herbst, Natur | Tags: Farbenpracht, Herbstwald, Nebe, Pilze, Sonne | 0 Comments
Und nichts ist von Dauer, was wir erkiesen,
alles nimmt mit ohne Mitleid die Zeit,
die Wasser, die tosend zum Meere fließen,
die Pflanzen, die blühend und welkend sprießen.
Uns steht hier vieles nur sehr kurz bereit.
Sogar die Sterne, die himmlisch erglänzen,
sterben von Anbeginn in ihrem Licht,
tragen es dennoch so weit, uns kredenzend,
weiten uns Menschen die irdischen Grenzen,
ein Himmel voll Hoffnung und Zuversicht.
Zuversicht wächst in vertrauendem Glauben,
dass gütig uns, wenn unser Leben einst fällt,
der Herrgott in seiner Gnade erlaube,
die Seinen zu sein; fern dem Sternenstaube
geborgen in seiner Hand er uns hält.
© Ingrid Herta Drewing
November 1st, 2011 | Besinnliches, Glauben | Tags: Gaube, Gott, Hoffnung, Leben, Liebe, Vergänglichkeit, Vertrauen | 0 Comments
Ein kühler Kuss, des Herbstes Frische
belebt und lockt ins Licht, ins Freie;
mag froh mich unter Menschen mischen,
die Grübelei gilt ’s wegzuwischen
und Hoffnung lassen angedeihen.
Hier in des Herbstes Farbengarten –
der Bäume Laub glänzt golden, rot-
darf ich den Augenschmaus erwarten,
bevor die wilden Stürme starten,
die Pracht zu wehen in den Tod.
© Ingrid Herta Drewing
Oktober 30th, 2011 | Besinnliches, Herbst, Lebensfreude | Tags: Blätter, Farbenspiel, Herbst, Sturm, Tod | 0 Comments
Und Tage gibt es, da wachsen dir Flügel,
die Freude trägt dich auf Schwingen ins Licht.
Vergessen ist jeder Schreckensbericht,
verlässt dunkle Felder und Sorgenhügel.
Du hörst frohe Lieder, von Hoffnung erfüllt,
dass auch auf Erden der Friede einkehre,
ein jeder den andern, die Schöpfung ehre,
und allen werde der Hunger gestillt.
Du glaubst, dass Menschen die Zukunft gestalten,
dass Einsicht zu Vorsicht und Rücksicht dann führt,
das Leiden des einen den anderen rührt.
Und sich kein Mensch mehr im Hassen verliert,
weil er nun empathisch fühlt und auch spürt,
wie Menschen, sich menschlich, liebend verhalten.
© Ingrid Herta Drewing
Oktober 23rd, 2011 | Besinnliches, Glauben, Leben, Liebe | Tags: Hoffnung, Liebe, Menschlichkeit, Utopie, Welt, Zukunft | 0 Comments