Archive for the Category Winter
In dicken Flocken stiebt der Schnee,
und Winter zieht nun bei uns ein.
Das Entenvolk am kühlen See
rückt dicht zusammen kuschelt fein.
Die Pfosten an der Balustrade
ganz stolz mit weißen Mützen stehen.
Des Katers kurze Promenade
ist nur in Spuren noch zu sehen.
Doch auf der Schnee bedeckten Wiese,
da tollen Kinder froh und lachen.
Sie bauen einen Schneemannriesen,
und Schneeballschlachten woll’n sie machen.
Begeistert hier im ersten Schnee
vergessen sie heut’ gerne Pflichten.
Dies Spiel ist doch so schön, juchhe!
Wer mag auf so etwas verzichten?
© Ingrid Herta Drewing
Dezember 20th, 2011 | Winter | Tags: Flocken, Kater, Kinder, Schnee, Schneemann, Spiel, Winter | 0 Comments
Der Winter macht sich jetzt wohl rar.
Wie wunderbar, er lässt uns warten!
Im Garten, wo der Herbst jüngst war,
beginnt der Frühling durchzustarten.
Narzissen sich schon grünend recken,
aus den Verstecken in die Höh’.
Wohin ich seh’, kann ich entdecken:
Die Winterzeit ist hier passé.
© Ingrid Herta Drewing
Dezember 14th, 2011 | Winter | Tags: Frühling, Keimlinge, Winter | 0 Comments
Dritter Advent, und die Luft ist so mild,
als sei der Winter bereits schon vergangen,
bevor seine Herrschaft hier angefangen.
In Wiesen sind Gänseblümchen gewillt,
als Christröschen sternenstrahlend zu prangen.
Auch kann ich’s kaum fassen, es blühen Rosen.
Im Park hell erglüht ihr leuchtendes Rot;
noch rief sie die Kälte nicht in den Tod;
es wärmt sie der Sonne zärtliches Kosen,
die mittags, erstarkt, bringt den Nebel in Not.
Jedoch der Bäume kahlschwarze Zweige,
die Wege gesäumt von sterbendem Laub,
kein Vogelsang, der durchbricht das Schweigen,
mir eindringlich und recht deutlich zeigen:
Es naht noch der Winter, der fern jetzt geglaubt.
© Ingrid Herta Drewing
Dezember 11th, 2011 | Adventszeit, Natur, Pflanzen, Winter | Tags: Dezember, Frühling, Milde, Rosen, Wetter | 0 Comments
Nun naht die Zeit der sanften Winterträume,
der kleinen, weißen Sterne; und im Tanz
aus Himmels kühlen, weiten Wolkenräumen
herab sie schweben, zaubern hellen Glanz.
Und wo die Erde fast im Frost erstarrte,
da breiten sie die weiche Decke aus,
dass tief im Boden Wurzeln, auch die zarten,
die Kräfte sammeln in dem dunklen Haus.
Dann darf im Frühling, wenn die Flocken schwinden,
weil sie die Sonne zärtlich weggeküsst,
das Leben grünend sich zum Lichte winden
und knospen, blühen als Naturgedicht.
Das neu uns schenkt in seiner Poesie
des Lebens lichte Freude, Harmonie.
© Ingrid Herta Drewing
November 30th, 2011 | Besinnliches, Kreislauf des Lebens, Leben, Natur, Winter | Tags: Freude, Frühling, Leben, Natur, Schnee, Wärme, Zauber | 0 Comments
Des Nebels blasses, feuchtes Tuch
liegt auf der kleinen Stadt,
die sich beharrlich hat
gelöst von diesem Fluch.
Adventszeitlichter, warmer Glanz,
sie strahlen in den Straßen.
Noch fehlt hier Schnee, der Flocken Tanz,
den Winter sie vergaßen.
Denn Spätherbst thront im Nebelfrack;
nachdem hier der November
gespielt so schön September,
steckt Herbst Dezember in den Sack.
Jawohl, das Klima ist ver-rückt!
Wer braucht noch andre Zeichen?
Wär’s endlich zu erreichen,
dass alle Welt es hätt’ im Blick,
vom falschen Weg abweichend!
© Ingrid Herta Drewing
November 29th, 2011 | Nachdenkliches, Winter | Tags: Adventszeit, Klimawandel, Licht, Nebel, Schnee | 0 Comments
Der Schneekanonen
teure Winterkosmetik
auf grünender Alm.
In Dubais Hitze
die Skipiste hinter Glas,
Wüste Schneespiele.
Tourismusgeschäft,
Millionen für den Kunstschnee,
Retortenwinter.
© Ingrid Herta Drewing
November 27th, 2011 | Gesellschaftskritisches, Winter | Tags: Kunstschnee, Maßlosigkeit, Tourismus, Winter | 0 Comments
Die Schatten wachsen; auf den Fluren
treibt Herbstwind stürmisch nun sein Spiel.
Ein traurig’ Bild die Sonnenuhren,
verloren Stundenzeigers Ziel.
Das letzte Heu ward eingefahren,
der Apfelbaum nicht Frucht noch trägt.
Der Herbst nimmt Abschied jetzt im Jahre,
das Feuerholz wird klein gesägt.
Du ziehst Bilanz, es lässt November,
nun nebelstill, dich innehalten;
der späte Sommer im September
konnt’ sein Versprechen doch nicht halten.
Zu kalt, zu nass, unüblich war,
wie sich vermischten Jahreszeiten.
Bald legt der Winter offen dar,
ob er sich lässt von Masken leiten!
© Ingrid Herta Drewing
November 18th, 2011 | Herbst, Jahreszeiten, Winter | Tags: Herbst, Jahreszeiten, November, Sommer, Winter | 0 Comments
Nun fröstelt auch der Tag; es schleicht der Winter
sich heimlich, von Nordosten kommend, ein.
Die Blätter, Herbstes farbenfrohe Kinder,
verwelken, Raureif hüllt sie glitzernd ein.
Der Bäume, Büsche filigrane Äste,
verzaubert, sind kristallen überzogen;
es feiern Nebel und der Frost hier Feste,
vor Winter sich verneigend, wohl gewogen.
Wo sonst das Dach mit roten Ziegeln strahlt,
zeigt sich das alte Haus mit weißem Haupt,
und Rauch, den sein Kamin ins Blaue malt,
ein zartes Kräuseln, das die Kälte klaubt.
Die Krähe sitzt dort, postuliert:“ Krah, krah,
wer’s noch nicht weiß: Der Winter, der ist da!“
© Ingrid Herta Drewing
November 17th, 2011 | Natur, Wetter, Winter | Tags: Frost, Krähe, Rauch, Raureif, Winter, Winterschönheit | 0 Comments
Und wieder griff der Winter in die Truhe,
wo er den kühlen Sternenschatz bewahrt,
verschenkte heimlich heute Nacht in Ruhe
davon der Erde, die nun wirkt aparte.
Ihr hilft das weiche, weiße Sternenkleid
die Frost erstarrten Blößen zu bedecken,
und zarte Frühblüher, die schon bereit,
sie können wärmend sich im Schnee verstecken.
Uns, die wir schon vom Frühlingslächeln träumen,
lässt dieser Schnee jedoch ein wenig kalt.
Was im Dezember ungern wir versäumen,
die weiße Landschaft, wird zur Spukgestalt.
Wir Menschen bleiben selten wirklich offen,
empfangen meist’ nur lieb, was wir erhoffen.
Ingrid Herta Drewing
Februar 24th, 2011 | Winter | Tags: Frühlingsträume, Schnee, Winter | 0 Comments
Als habe sie der Nebel hingehaucht,
erscheinen Bäume schemenhaft im Schnee
Dort, wo die Enten unlängst noch getaucht,
da ruht erstarrt, verschlafen nun der See.
Ich drehe hier versonnen meine Runde.
Schnee rieselt sanft und hüllt mich zärtlich ein.
Am Vogelhäuschen zwitschern frohe Kunden.
Ihr Liebreiz lädt mich zum Verweilen ein.
Das sind des Winters Seiten, die ich mag,
wenn alles ist zur Einkehr still bereit;
auch wenn ein blauer Himmel schirmt den Tag,
und Sonne strahlend krönt die Jahreszeit.
Erscheint mir doch jetzt friedlich die Natur
und als Geschenk des Lebens helle Spur.
Ingrid Herta Drewing
Februar 8th, 2011 | Besinnliches, Jahreszeiten, Tiere, Winter | Tags: Friede, Schnee, Stille, Vogelhäuschen, Winter | 0 Comments