Die Sonne lässt sich hier nur ahnen,
zu dicht der graue Wolkenschmand.
Des Regens kalte,nasse Fahnen
nun klatschen eisig an die Wand.
Was unlängst weiß erstrahlt im Schnee,
lehrt erdenbraun jetzt den Verzicht,
obwohl in frühem Frühlingsweh
schon hier und da ein Knospen spricht.
Des Winters Wetterkapriolen
mal froststarr, trocken,dann nass, mild,
sie stehlen uns hier unverhohlen
das alte Jahreszeitenbild.
© Ingrid Herta Drewing
Januar 23rd, 2016 | 0 Comments
Category: Eis, Jahreszeiten, Kälte, Natur, Regen, Schnee, Wetter, Wiesbaden, Winter | Tags: Eis, Frühlingsmilde, Regen, Schnee, Wetterkapriolen, Winter
Es zeigt in winterlichem Kleide
sich hier nun auch die kleine Stadt,
nachdem die grüne Weihnachtsfreude
sich frühlingshaft gegeben hat.
Jüngst fiel der Schnee in dicken Flocken.
Am Warmen Damm, der Teich vereist.
In Scharen viele Vögel hocken
am Wasserloch, das Wärme speist.
Der Nilgans-Clan, Stockenten, Tauben
und Krähen sind im Aufgebot,
Brotkrumen hurtig aufzuklauben,
ein freundlich‘, kindlich‘ Angebot.
Possierlich ist es anzuschauen,
dies‘ Bild der winterlichen Welt,
wo Freude und Natur-Vertrauen
der Kinder Blick in Atem hält.
Bald breitet Abend seine Stille
hier sanft auf Park und Straße aus.
Die blaue Nacht, der Sterne Fülle
begrüßt den Vollmond überm Haus.
© Ingrid Herta Drewing,2016
Januar 22nd, 2016 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Kinder, Lebensfreude, Natur, Vögel, Wasser, Winter | Tags: Brotkrumen, Fütterung, Kinder, Vereister Weiher, Vögel, Wiesbaden, Winter
Der Winter zeigt sich nun in Weiß,
verbannt sind Grau und Regen.
Es formte Frost auf sein Geheiß
hier Bach und See die Haut aus Eis
und Glätte auf den Wegen.
Im Himmelblau sich Sonne aalt;
doch Kälte ist zugegen,
wenn sie durch Sternen-Prismen strahlt,
Brillanten-Glitzern leuchtend malt,
Licht-Zauber hell zu hegen.
Kalt klirrend starrt’s; im warmen Flaus
mag man sich nur bewegen.
Im Federkleid fliegt ein und aus
die muntre Schar am Vogelhaus,
gelockt vom Futter-Segen.
© Ingrid Herta Drewing,2016
Januar 21st, 2016 | 0 Comments
Category: Eis, Kälte, Landschaft, Leben, Licht, Natur, Schnee, See, Sonne, Vögel, Winter | Tags: Brillanten, Eis, Futter, Kälte, Schnee, Sonne, Vögel, Vogelhaus, Winter
Der Winter lässt die Stadt jetzt innehalten;
zum Wochenende kam er reingeschneit.
Nun trägt sie, still bereit, dies’ weiße Kleid
und mag geraume Zeit beschaulich walten.
Die Autos, aufgereiht,in Schnee gehüllt,
dort ruhen in den sonntagsstillen Straßen,
als ob ihre Besitzer sie vergaßen
und hätten ihren Tank nicht aufgefüllt.
Fast zeitlos wirkt dies’ winterliche Bild.
Nur zarter Rauch sich in den Himmel kräuselt,
verstecktes Leben,das hier zaghaft säuselt,
in einer reinen,weißen Welt, so mild.
© Ingrid Herta Drewing
Januar 20th, 2016 | 0 Comments
Category: Licht, Natur, Schnee, Stadt, Winter | Tags: Beschaulichkeit, Schnee, Stille, Winter
Deutschland hat jetzt Wintertage,
Fernsehsender zeigen’s gern.
Doch trotz Wettervorhersage
gibt’s hier weder Schnee noch Stern.
Kämen doch die zarten Flöckchen
endlich auch zu uns geschneit,
tanzten leicht in weißen Röckchen,
fern wär‘ kalter Nässe Zeit.
Würden wir den Schneemann bauen,
vor dem Hause sollt‘ er stehn,
lustig auf Passanten schauen,
die sich freuen, sagen :“Schön!“
Von den Hängen Schlitten fahren!
Ach zu lange ist das her,
denn auch in vergang’nen Jahren
war der Winter keiner mehr.
Los, Frau Holle,Betten rütteln,
dass es nur so stiebt und flockt,
hurtig Schnee aus Wolken schütteln,
damit Winter weiß hier rockt!
© Ingrid Herta Drewing,2016
Januar 17th, 2016 | 0 Comments
Category: Kinder, Lebensfreude, Schnee, Wetter, Wiesbaden, Winter | Tags: Betten schütteln, Frau Holle, Kinder, Schlitten fahren, Schnee, Schneemann, Winter
Verstrickt im Wintergrau,
das hier den Tag bestimmt,
wo matt das Leben glimmt,
ersehnst du klares Blau,
das hell den Himmel stimmt.
Die Luft dir, mild und lau,
des Frühlings Kunde bringe,
schon früh der Vogel singe!
Der Duft der Blütenschau
erquickend zu dir dringe!
Noch heißt es hier, zu warten,
bis Lenz sich bettet lind,
kein kalter Regen rinnt,
und Sonnenlicht im Garten
die goldnen Fäden spinnt!
© Ingrid Herta Drewing,2016
Januar 15th, 2016 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Flora, Freude, Frühling, Lebensfreude, Licht, Natur | Tags: Blüten, Düfte, Frühling, Licht, Nebelgrau, Regen, Sehnsucht, Sonne, Vogelsang, Winter
Vereiste Straßen!
Bis zum Erfolg des Streudiensts
zu Hause gefangen.
© Ingrid Herta Drewing,2016
Januar 13th, 2016 | 0 Comments
Category: Haiku & Co, Winter | Tags:
Die Symmetrie in vielen Lebenswelten
beeinflusst wohl auch unsren zarten Blick.
Wir suchen unbewusst, wo sie mag gelten,
und finden sie auch in der Liebe Glück.
Sogar in unsrer Träume Phantasie
erwarten wir zwei Hälften, die sich gleichen,
um dann, ergänzend sich, in Harmonie
Vollkommenheit, ein Ganzes zu erreichen.
Was Schönheit ist, wird oft durch sie gewahr.
Wir merken ’s kaum, sie setzt uns auf die Spur,
beglückend wird das Wunder offenbar;
facettenreich zeigt ’s täglich die Natur.
Und auch dein Spiegelbild davon erzählt,
wenn es dich anblickt und recht kritisch quält
© Ingrid Herta Drewing
Januar 12th, 2016 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Schönheit | Tags: Ebenmaß, Natur, Schönheit, Spiegel, Symmetrie
Ich mach’ mir manchen Reim auf diese Welt,
obschon mir vieles hier scheint ungereimt.
Warum, das frage ich, regiert das Geld,
wird hier, wer ehrlich ist, so oft geleimt?
Warum beherrschen immer noch Despoten
mit Terror, Grauen hart „ihr“ armes Land
und lähmen Tatkraft, Leben mit Verboten?
Warum geh’n viele ihnen dort zur Hand?
Warum zerstören wir, was unser Leben
erhält, der Erde Schönheit, die Natur,
als sei uns dafür ein Ersatz gegeben?
Warum verbreiten wir des Wahnsinns Spur?
Wer gibt die Antwort auf so viele Fragen?
Ich wüsst’ sie gern, anstatt nur laut zu klagen.
© Ingrid Herta Drewing,
Januar 9th, 2016 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Freiheit, Friede, Gesellschaftskritisches, Gewalt, Hoffnung, Leben, Liebe, Nachdenkliches, Natur | Tags: Despoten, Erde, Geld, Hass, Kriege, Liebe, Menschen, Menschlichkeit, Natur, Schönheit, Unterdrückung, Zerstörung
So vieles scheint mir fremd,
kann es kaum fassen,
dass noch herrscht ungehemmt
dies’ harte Hassen.
Es ist der Mensch fragil,
ein schwindlig’ Wesen.
Nur Liebe führt zum Ziel,
lässt ihn genesen.
Wann sieht er endlich klar,
erkennt, dass Leben
geschenkt und wunderbar
uns ist gegeben?
© Ingrid Herta Drewing
Januar 9th, 2016 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Leben, Liebe, Nachdenkliches | Tags: Hass, Krieg, Liebe, Menschheit, Tod, Welt