Park-Idylle
Alte Laterne
und rote Sternen-Blätter,
leuchtendes Herbstlicht.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Alte Laterne
und rote Sternen-Blätter,
leuchtendes Herbstlicht.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Den goldenen Herbst-Bäumen gleich
trägst du die farbigen Träume,
gefangen im Nebelreich,
im fahlen Morgen,noch bleich,
als Sonnenlied in die Räume.
So treu wie als Paar die Schwäne,
vereint in des Lebens Zeiten,
sei Freiheit Friedens Domäne,
und Recht begleite die Pläne,
die uns auf Erden leiten!
Es achte Einer den Andern,
und sei auch zu helfen bereit,
anstatt im Hass zu salbandern,
im Ego-Trip nur zu wandern,
verfangen in Ängsten und Neid!
© Ingrid Herta Drewing,2015
Der Tag, befreit aus grauer Nebel Hüllen,
erglänzt in Herbstes goldner Blätter-Pracht.
Als gelte es, Versprechen zu erfüllen,
erstrahlt die Sonne mittags jetzt mit Macht.
Da tanzt im Park das Eichhörnchen um Bäume
und folgt hier emsig seinem Sammel-Sinn.
Du schaust ihm zu, genießt die weiten Räume,
die nebelfrei gewähren Blick-Gewinn.
Es schenkt Natur sich nun als Augenweide,
ihr Farbenspiel, erwacht nach Nebelnacht,
zeigt leuchtend‘ Gold, Gelb,Rot und Tau-Geschmeide,
lässt Blätter schweben aus den Wipfeln sacht.
Obwohl es dir nicht neu, dies herbstlich‘ Spiel,
empfindest du ein tiefes Glücksgefühl.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Mag wieder auch ein Tag verstreichen
für manchen, dem die Hoffnung rar,
weil Lebens-Ängste kaum noch weichen,
Erlebtes all zu schmerzvoll war.
Da hilft kaum fremder Trost der Worte.
Es sei denn, endlich bricht das Licht
in seine Welt der trüben Orte
und schenkt ihm klar die Zuversicht.
Erneut wird er sich aufrecht richten
und seinen Weg auf Erden gehen,
muss nicht auf’s kleine Glück verzichten,
darf alle Himmel offen sehen.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Und nichts ist von Dauer, was wir erkiesen,
alles nimmt hin ohne Mitleid die Zeit,
die Wasser, die tosend zum Meere fließen,
die Pflanzen, die blühend und welkend sprießen.
Uns steht hier vieles nur sehr kurz bereit.
Sogar die Sterne, die himmlisch erglänzen,
sterben von Anbeginn in ihrem Licht.
tragen es dennoch so weit und kredenzen,
weiten uns Menschen die irdischen Grenzen,
ein Himmel voll Hoffnung und Zuversicht.
Zuversicht wächst in vertrauendem Glauben,
dass gütig uns, wenn unser Leben einst fällt,
der Herrgott in seiner Gnade erlaube,
die Seinen zu sein, wenn, fern allem Staube,
geborgen in seiner Hand er uns hält.
© Ingrid Herta Drewing
Bruder Martin, der du einst im Gottvertrauen
kämpftest gegen Papst und Kaiser für das Recht,
dass,wer glaubt, die Gnade Gottes darf erschauen,
Christi Liebe durch sein Wort erfährt, das echt.
Schenktest, unterstützt von einem Weisen,
uns die Bibel, hast sie übersetzt
und befreit von Fremdheit und so, leise,
unsre Muttersprache recht ins Licht gesetzt.
Hast in deinen schönen Liedern, vielen,
uns auf Deutsch gesagt, was Glauben heißt,
und die feste Burg der Evangelien
heut‘ uns noch den Weg zu Christus weist.
Wolltest nie der Christen Kirche spalten,
reformieren, recht zu glauben, war dein Sinn.
Doch die Macht, der Hochmut konnte walten,
reichte blind noch zu den Kriegen hin.
Wir, die nun nach Hunderten von Jahren
sehen, was du glaubend, mutig einst vollbracht,
dürfen, Gott sei Dank, auch froh erfahren,
was ein reiner Glaube Gutes möglich macht.
© Ingrid Herta Drewing
Das Bernsteinhaus
zerbrochen, blind,
doch
auf der Schulterwunde
trug ich Anemonen.
Der Stirne Weiß
im Goldglanz der Ikonen
erlag dem Lächeln
wie dem Wind.
Nun
Rinde deckt die Schulter
und den Mai;
die Anemonenwälder
wehen im Oktober.
Ich trag
ein rotes Mäntelchen
für Zwei,
mit Flügeln,
Herbstzinnober.
© Ingrid Herta Drewing
Eine alte Dame aus Hessen,
die liebte es, auswärts zu essen.
Doch einst im Lokal
gab’s für sie kein Mahl;
sie hatte die Zähne vergessen.
Ein Hundehalter aus Peine
vergaß für den Pit Bull die Leine.
Der rannte ihm fort
und biss dann vor Ort
im Metzgerladen die Schweine.
Ein Steuerfahnder aus Füssen
Betrüger suchte, verbissen.
Als er auch welche fand,
meinten die süffisant,
sie hätten reine Gewissen.
© Ingrid Herta Drewing,2015
’nem Krimi-Leser aus Dort
mundete grässlicher Mord.
Er liebte das Schaudern
und,ohne zu zaudern,
trieb er’s dann selber als Sport.
Ein Kleptomane aus Essen,
der stahl, beinah‘ selbstvergessen,
die eigenen Kleider
und tat sie dann leider
nackt in Container reinpressen.
Es spielte Herr Kommissar Malte
einst mit in dem Krimi „ Der Alte“.
Er schoss ganz real
und vor ihm lag fahl
der Schauspieler, den er abknallte.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Am Tag Deiner Geburt war hier die Welt
von Herbstes Farben golden, warm erhellt,
als weise sie das Kind, das noch so klein,
schon darauf hin, ein Sonnenschein zu sein.
Das bist Du wohl von Anfang an gewesen,
voll Offenheit mit klugem, frohem Sinn,
ein Mensch voll Empathie, dein liebes Wesen
sich wendet stets zum Nächsten helfend hin.
Ich wünsche Dir zu Deinem Ehrentage
viel Freude, alles was Dir gut gefällt.
Gott segne, schütze Dich,halt fern die Plage
und schenke uns den Frieden in der Welt!
© Ingrid Herta Drewing,2015