Morgenspaziergang

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Dezembertag, so blau und klar!
Die Sonne lässt die Hausfassaden
in ihrem hellen Lichte baden.
Was unlängst grau und dunkel war,
grüßt nun, befreit von Nebelschwaden.

Die Stadt, geschmückt, adventlich heiter,
erstrahlt wie neu im Winterlicht,
und auch der Frost, sonst hart Gericht,
schenkt Glanz, den Raureif als Begleiter,
verschönt der Bäume kahl Gesicht.

Da mag ich gern im Park spazieren,
in morgendlicher, stiller Welt.
Ihr zarter Zauber mir gefällt,
und Eiskristalle hier brillieren,
als hätten Engel sie bestellt.

© Foto u.Text / Ingrid Herta Drewing,

Geburtstagsgruß für Ruscha

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Wie damals, als du kamst zur Welt,
erfreut der Herbst mit warmen Farben,
als sei die Pracht für dich bestellt,
dies Leuchten, das den Tag erhellt,
ein Lächeln, das lässt keinen darben.

Du warst und bist ein Sonnenschein,
hilfst, wo du kannst, mit guten Taten,
setzt mutig dich für andre ein,
lässt auch die Fünf mal grade sein,
wenn es die Menschlichkeit geraten.

Mein liebes, großes Ruschakind,
wirst heute neunundvierzig Jahre.
Es flog dahin die Zeit wie Wind,
auch deine Kinder groß schon sind,
das hast du, stolz auf sie, erfahren.

Ich wünsch dir weiterhin viel Glück,
vor allem aber Gottes Segen.
Er lenke gütig dein Geschick,
rücke dir Freude in den Blick,
behüte dich auf allen Wegen!

© Foto u. Text /Ingrid Herta Drewing

Vorfrühling

Kurpark-Sittiche_nEs spielt der Winter heut im Himmelblauen,
und auch der Krokus, frühlingshaft gewitzt,
der milden Luft, dem Tauwind mag vertrauen,
mit grünen Blättern aus der Erde spitzt.

Vom Eis befreit der kleine See; der Bach
darf nun in seinen Schnellen leichthin rauschen.
Der Vögel muntre Schar, so hell und wach,
beginnt in großer Höh‘ ihr Lied zu tauschen.

Laut rufend stiebt die grüne Sittichschar
verwegen in den Kronen der Platanen,
die kahl im Kurpark stehen,knospend klar,
als könnten sie den nahen Frühling ahnen.

Ein Rest von Schnee an meiner Lieblingsbank,
erinnert mich, dass wir noch Winter haben.
Doch der schenkt Milde uns und macht sich schlank,
lässt nun vergessen Frost und Glatteis-Gaben.

© Ingrid Herta Drewing,

Vorfrühling in Wiesbaden

DSCN6778Nomen est Omen; Sonntag hat
die Sonne heute eingeladen.
Die Stadt, noch jüngst im Nebel matt,
darf nun in hellem Lichte baden.

Zwar ist die Luft hier noch recht kühl,
doch blauer Himmel hilft bewahren
den Hauch von Vorfrühlingsgefühl,
jetzt, da die Landschaft liegt im Klaren.

Und dort, wo Eis und Schnee geblitzt,
in Weiß bedeckten Park und Garten,
keck schon ein zartes Grünen spitzt,
den Frühlingsblütentanz zu starten.

Bald wird erwachen die Natur
und folgen Frühlings sanfter Spur.

© Ingrid Herta Drewing,2017

Winterwünsche

winterwardabank-vo%cc%88gel-2Der Himmel klar, Dezembermilde
zeigt sich in hellem Sonnenschein,
man wähnt sich fast im Frühlingsbilde,
noch grünen Pflanzen im Gefilde,
nur Laubbäume stehn kahl am Rain.

Doch muntre Meisen im Geäste
schon zwitschern wie zur Paarungszeit
und feiern hier Vorfrühlingsfeste,
als riefen sie zur Hochzeit Gäste
und Frühling sei nun nicht mehr weit.

Ich mag der Sonne warmes Strahlen,
den Tag, wenn er so Licht erfüllt,
jedoch auch Winter darf da prahlen,
mit Schnee die Landschaft schön bemalen,
wenn er die Welt in Flocken hüllt.

Vielleicht zeigt Neujahr sich da offen,
lässt Winterträume werden wahr.
Die Kinder, die sich Schnee erhoffen,
sie sähen sich vom Glück betroffen
in einer Welt, die weiß und klar.

© Ingrid Herta Drewing,2016

Novemberhoffnung

DSCI0051Novembers graue Nebeltage
nun liegen dicht auf Stadt und Land.
Des Herbstes goldne Lustansage
wich jener nassen, kalten Plage;
der Sonne Strahlgesicht verschwand.

Nur müde Krähen in den Räumen,
wo jüngst die Amsel lieblich sang
und Feuerfarbe lud zu Träumen
der Blätter, die jetzt welkend säumen
die kahlen Bäume nah am Hang.

Als sei hier alles eingesponnen
ins Netz, das Nebels Spinne webt,
verstummt der Tag, eh er begonnen,
und dennoch hoff‘ ich, dass gewonnen
hat das, was nun noch atmet, lebt.

Auf dass es neu im Licht erblühe,
befreit von jenem Spukgespenst,
und leuchtend in des Winters Frühe
im Sonnenschein hier sanft erglühe,
wenn weiß im Schnee die Landschaft glänzt!

© Ingrid Herta Drewing

Schöner Novembertag

Version 3Der Himmel blau, ein heller Tag
mag Sonne in die Mitte rücken
und uns mit ihrem Licht beglücken.
Vorbei Novembers Nebelplag‘!

Zwar ist die klare Luft recht kühl,
doch diese Frische wird beleben,
vermag die Stimmung nun zu heben,
lockt uns hinaus, schenkt Hochgefühl.

Da schmeckt wohl auch der Glühwein fein,
wenn wir hier durch die Stadt spazieren
Sternschnuppenmarktes Glanz goutieren,
der viele Gäste lädt jetzt ein.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing

Tag im August

Federwolken
am Mittag.
Weiße zarte Zeichen,leicht
in den Blauhimmel getuscht,
Sommergedichte.

© Ingrid Herta Drewing,2016

Atempause

So lass ich mir den Sommertag gefallen,
ein himmlisch Blau, hell, klar und unverstellt.
Vergesse aller Ängste, Sorgen Lallen,
was sonst zur Zeit uns will ins Leben wallen,
erfreu‘ mich nun am Schönen dieser Welt.

Es braucht die Seele eine Atempause,
kein böses Bild nun dringe in sie ein!
Drum seien mir in meiner kleinen Klause
Natur und Friede ein geborgenes Zuhause,
ein Blumenhort, erfüllt von Sonnenschein!

© Ingrid Herta Drewing,2016

Frühling

Vorbei ist nun die trübe Zeit,
fern Winters Frost-Gespenster!
Zum Neubeginn bist du bereit
und öffnest weit die Fenster.

Früh morgens schon die Amsel singt
hoch auf des Daches Gaube,
und tief der Sehnsuchts-Ruf erklingt,
es gurrt die Ringeltaube.

So hell lädt uns der Frühling ein,
lässt alles schön erblühen.
Der Himmel blau, im Sonnenschein
vergessen Sorgen, Mühen!

© Ingrid Herta Drewing,2016