Tribut
Wer möchte das schon wollen?
Jenen Tribute zollen,
die alles, was uns gut,
zerstör’n in Geldgier- Wut.
Sie sollen sich hier trollen.
Wir schöpfen aus dem Vollen,
dem Leben, unsren Mut.
© Ingrid Herta Drewing
Wer möchte das schon wollen?
Jenen Tribute zollen,
die alles, was uns gut,
zerstör’n in Geldgier- Wut.
Sie sollen sich hier trollen.
Wir schöpfen aus dem Vollen,
dem Leben, unsren Mut.
© Ingrid Herta Drewing
Dem Schicksalsruf anheim gegeben,
fühlst du in hohen Jahren nun,
wie du es liebst dies‘ Erdenleben,
magst dich gern lange hier verweben,
möchtest so vieles auch noch tun.
Doch wirst du nicht gefragt, die Stunde,
die dich dann Abschied nehmen lässt,
rückt näher; der Erfahrung Kunde,
es gingen Freunde aus der Runde.
Der Winter folgt dem Erntefest.
Doch bist geborgen du im Glauben,
ein Kind in Gottes Gnaden-Hand,
der dir dein Leben mag erlauben,
und deines Seelenfriedens Tauben
ziehn lächelnd in ein neues Land.
© Ingrid Herta Drewing,2014
An der Ampel fragte lind
Lehrer Michel jüngst ein Kind,
ob es ihm denn sagen könne,
welch‘ Bedeutung Grün benenne.
„Leider“, sprach das Kind geschwind,
„bin ich selber farbenblind“.
© Ingrid Herta Drewing
Ja, viel Hinlängliches,
das dir den tristen Alltag bestückt,
wird Unzulängliches.
Doch
auch Verfängliches,
das in der Welt mit Liebreiz beglückt,
ist nur Vergängliches.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Begrenzt scheint unser Horizont,
obwohl wir sehn, was droht,
verhalten wir uns dekadent.
Als Klimakiller, höchst solvent,
riskieren wir die Not
und vieler Menschen Tod.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Wir haben uns so weit entfernt
von Menschlichkeit und Pflichten
und hausen auf dem blauen Stern,
als gäb’s noch einen, wo wir gern
das Leben auch vernichten.
Die Dummheit, Gier treibt uns in Not.
Der Hochmut als Verführer
bringt nur das falsche Angebot,
den Wahn der Egomanen, Tod.
Wir alle sind Verlierer.
Wacht auf und seht, was sich da tut!
Lasst euch nicht länger blenden
von salbungsvoller Werbeflut,
seid Lebens-Lobby, habt den Mut,
das Blatt doch noch zu wenden!
© Ingrid Herta Drewing,2014
Im Morgentau die Wiesen,
die lieb gewohnte Stätte,
der Zinnen Silhouette
im Sonnenlicht dich grüßen.
Dir ist, als ob wer hätte
die Stadt ins Licht gestellt,
die dir nun neu gefällt
in Frühlings Perlenkette.
© Ingrid Herta Drewing
Der Abend naht, und lange Schatten greifen
dorthin, wo ’s vormals hell und leuchtend war.
Der Himmel färbt sich, rote Flammen streifen
die kleinen Wölkchen, die der Sonne nah.
Und leise in der Ferne Glocken läuten;
sanft klingt ein Frühlings-Sonnentag hier aus.
Es ist, als sollten sie uns so bedeuten:
Lass ruhn die Arbeit, wende dich nach Haus!
Der Amsel Abendständchen will verstummen,
es zieht die Vögel nun zur Nacht ins Nest,
und dort, wo sonst die Bienen emsig summen,
da schließen Blumen ihre Blüten fest.
Jedoch zum Beutezug sind jetzt erwacht
die Nachtaktiven, jagen mit Bedacht.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Das milde Licht der Sonne fließt,
küsst wach die Täler, Auen.
Der Himmel träumt im Blauen,
und farbig blühend Frühling grüßt,
lädt ein auch dich, zu schauen,
wie herrlich er in der Natur
gezogen seine sanfte Spur,
die sich hier zeigt so sacht:
In Wiese, Wald der Blüten Flor,
der Vögel lieblich‘ heller Chor
nun zart und schön erwacht.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Der Frühling träumt im Apfelbaum;
sein Kleid aus weißen Blüten
glänzt leuchtend vor des Himmels Blau.
Die Sonne strahlt in Güte.
Ein Tag , dem Paradies entliehen,
der uns sein Lächeln schenkt.
Was Trübsal heißt, muss da entfliehen,
das Glück die Sinne lenkt.
Und auf der Wiese tanzt das Kind,
die Arme ausgestreckt,
als habe es im milden Wind
sein Leben neu entdeckt.
© Ingrid Herta Drewing,