Und plötzlich da, der Strom fiel aus!
Zunächst war ’s dunkel nur im Haus.
„ Wie schön!“, rief Finchen, wollte scherzen,
„ es ist Adventszeit, holt die Kerzen!“
Sie brannten lauschig dann und schön;
Doch manches wollt’ nun nicht mehr gehn.
Der Kühlschrank tröpfelte im Schlafen,
auch der PC war bei den Schafen.
Die Waschmaschine harsch gestoppt,
der Trockner auch brutal gefoppt,
Den Föhn konnt’ Eva jetzt nicht nutzen,
und nicht elektrisch Zähne putzen.
Paulchens Verstärker war KO,
Radio und Fernsehen sowieso,
tot der Recorder, DVD.
Doch herrlich ruhig war’s, und ich seh’
im Traume mich am Sich’rungskasten
schon mal ’nen Stromausfall ertasten.
© Ingrid Herta Drewing
August 6th, 2012 | Schmunzelgedicht | Tags: Elektrogeräte, Kerzen, Lärm, Licht, Ruhe, Stromausfall | 0 Comments
Ein Morgen wie ein lieber Kuss,
den dir die Sonne sanft gegeben;
du fühlst es heute hier bewusst:
Erwacht ist es, dies’ Sommerleben!
Beginnst beschwingt nun deinen Tag,
als seien Flügel dir verliehen;
was gestern grau noch, eine Plag’,
das ist vergessen und verziehen.
Und du genießt der Sonne Strahlen,
die milde Luft, das helle Licht.
Neu hoffst du; Sommerträume malen
auch dir ein Lächeln ins Gesicht.
© Ingrid Herta Drewing
Juli 18th, 2012 | Lebensfreude, Sommer | Tags: Freude, Leichtigkeit, Licht, Liebe, Sommer, Sonne | 0 Comments
Nun schenkt der Sommer Tage
mit sonnig klarem Blick.
Vorbei die graue Plage
und auch die stille Frage,
ob er noch komm zurück.
Zwar toben auch Gewitter
wild wütend übers Land.
Doch dieses Wetterzittern
macht nicht den Sommer bitter,
es siegt die Gabenhand.
Wir sonnen uns im Freien,
die Welt wirkt hell und weit.
Im Pflanzenflor gedeihend,
kann sie uns jetzt erfreuen
die warme Jahreszeit.
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© Ingrid Herta Drewing
Juli 5th, 2012 | Lebensfreude, Sommer | Tags: Licht, Pflanzenwuchs, Sommer, Sonne, Wärme | 0 Comments
Jetzt grüßt der Sommer in der Stadt,
lässt grün in den Alleen
sein Siegesbanner wehen,
zeigt hell, was er erobert hat,
nichts kann ihm widerstehen.
Das, was zuvor ward grau erblickt,
erstrahlt im grünen Glanze;
da sprießen, wachsen Pflanzen.
Jeder Balkon, von Licht beglückt,
geschmückt im Blütenkranze.
Die Vögel finden sich dort ein;
sie zwitschern, jubilieren.
Des Himmels Blau, der Sonnenschein,
sie lassen uns in Freude sein,
das Leben triumphieren.
© Ingrid Herta Drewing
Juli 1st, 2012 | Frühsommer | Tags: Balkon, Grünpflanzen, Licht, Sommer, Stadt | 0 Comments
Sanft schwingend schweben sie dahin,
die Mauersegler, deren Tanz
uns zeigt des Sommers leichten Sinn
hier in der Morgensonne Glanz.
Als hätten sie des Südens Helle
in ihre Heimat mitgebracht,
die schwarz gefiederten Gesellen
sich zeigen nun in ihrer Pracht.
Wie sie dort hoch am Himmel kreisen,
auch schwirren durch das Häusermeer,
sie sich als Wächter uns erweisen,
ein Schutz vor der Insekten Heer.
© Ingrid Herta Drewing
Juni 19th, 2012 | Frühsommer | Tags: Insektenschutz, Licht, Mauersegler, Sommer | 0 Comments
Wie trostlos kühlen Regens Nieseln,
ein grauer Vorhang, trübes Licht!
Seit Tagen nur dies‘ feuchte Rieseln;
ach, Sonne, komm, zeig’ dein Gesicht!
Wo sind Frühsommers leichte Seiten?
Die Schmetterlinge unentdeckt;
kein Vogelsang mag nun begleiten,
was sich im Einheitsgrau versteckt.
Ich wünsch’ mir Wärme, lichte Tage,
die Nächte mild mit Sternenbild
und hoff’ der Wolken Nassansage
weicht bald der Sonne Strahlenschild.
© Ingrid Herta Drewing
Juni 11th, 2012 | Frühsommer, Wetter | Tags: Grau, Hoffnung, Licht, Regen, Sonne, Wolken | 0 Comments
So zart das Blütenkleid, der wilde Mohn,
dies’ leuchtend rote Feuer in den Wiesen!
Ein leichter Wind die Gräser wiegt, sie fließen
in sanften Wogen, lichter Strahlen Lohn.
Frühsommer spielt schon in den Sonnenuhren;
am Mittagshimmel das Gestirn hoch glüht
und kost die Wälder und die grünen Fluren,
die Auen, Gärten, die hier neu erblüht.
Da regt in allem hell sich die Natur,
sogar der Griesgram scheint jetzt gut gestimmt.
Die Freude zieht, mild lächelnd, ihre Spur,
die vielem nun den grauen Schatten nimmt.
So mag man auch die Pfingstbotschaft verstehen
und miteinander menschlich umzugehen.
© Ingrid Herta Drewing
Mai 27th, 2012 | Besinnliches, Frühling, Lebensfreude | Tags: Freude, Licht, Menschlichkeit, Mohn, Pfingsten, Wiesenwogen | 0 Comments
Und wieder darfst du Wunderbares schauen,
erlebst den Frühling nun mit allen Sinnen,
im Garten, Park und Wald ein neu’ Beginnen;
es blühen auf und grünen Bäume, Auen.
Du kennst es, dieses Lied der Jahreszeiten,
und dennoch fühlst du dich vom Lenz beglückt,
in eine junge, schöne Welt entrückt,
die, unbekümmert, Freude kann bereiten.
Dich kost die milde Luft, der Vögel Singen,
der helle Tag, die Sonne, Himmels Blau,
der süße Blütenduft; ein zartes Schwingen
erhebt die müde Seele aus dem Grau.
Das Frühlingslied der Hoffnung hörst du klingen
und weißt, jetzt wird dir manches wohl gelingen.
© Ingrid Herta Drewing
März 2nd, 2012 | Frühling, Lebensfreude | Tags: Blütenpracht, Frühling, Gewissheit, Hoffnung, Leben, Licht, Seele, Sonne | 0 Comments
Die Buschwindröschen, die hier mannigfach
in einem Blütenteppich Bäume säumen,
die in dem Walde nun aus Winterträumen
in regem Knospen grünend sind erwacht.
Sie leuchten, zarte, weiße Sterngesichter,
hell in des Buchenwaldes Kathedrale,
Geschenk des Frühlings, der die Blütenlichter
lässt lieblich lächelnd sich ins Leben malen.
Noch schirmt kein Blätterzelt ab Himmels Blau.
Der Wald ist weit geöffnet für das Licht,
das strahlend warm dort mit der Erde spricht,
den Frühblühern gewährt die Sonnenschau.
So reckt auch Kleines, Zartes sich ins Leben,
und keine Macht verwehrt ihm nun dies’ Streben.
© Ingrid Herta Drewing
März 1st, 2012 | Frühling, Lebensfreude | Tags: Buschwindröschen, Frühblüher Frühling, Leben, Licht, Wald Blütenteppich | 0 Comments
Noch lesen wir des Winters Spuren,
in Nächten manchmal bitterkalt.
Der Raureif liegt auf Wiesen, Wald,
und Schlaf beherrscht die Sonnenuhren;
der Nebel löscht des Tags Gestalt.
Doch wenn einmal die Sonne scheint,
dann lädt ein Lächeln ein, zu träumen,
und silbern flüstert ’s in den Bäumen,
den Büschen, filigran; man meint,
weit weg zu sein von grauen Räumen.
Als lägen Sterne, Diamanten
auf Halmen, Zweigen; helles Licht,
ein himmlisch’ Blau von Hoffnung spricht.
Dies’ Winterbild, das wohlbekannte,
entlohnt für Trübsal und Verzicht.
© Ingrid Herta Drewing
Januar 28th, 2012 | Natur, Winter | Tags: Diamanten, Glitzerwelt, Kälte, Licht, Nebel, Raureif, Sonne, Winter | 0 Comments