Wir bringen, Herr, die Gaben;
demütig danken wir
für alles, was wir haben.
Des Lebens volle Waben
sind uns geschenkt von dir.
Gib uns die Kraft, zu hüten,
was du uns anvertraut
in deiner Gnade, Güte,
die Erde in der Blüte,
die wir so schön erschaut.
Dass wir das Maß erkennen,
das hier gewährt den Schutz,
die Fehler klar benennen,
von Habgier uns nun trennen
und eitlem Eigennutz.
Damit die Erde bleibe
dies’ blaue Paradies,
soll uns Vernunft verschreiben
ein lebenstüchtig’ Treiben,
das aus der Liebe fließt!
© Ingrid Herta Drewing
September 13th, 2012 | Glauben | Tags: Frieden, Gnade, Gott, Leben, Liebe, Schöpfung, Welt | 0 Comments
Herr, Gott, wir danken dir für deine Güte,
für dieses Leben, das du täglich gibst,
der Erde Schönheit, ihre Wunder, Blüte
und Frucht, sichtbare Zeichen, wie du liebst.
Uns, die wir schwach, gewähr’ in deiner Gnade
die Kraft, im rechten Sinn dein Werk zu hegen,
damit wir achten hier des Lebens Pfade;
lass’ uns erkennen, wählen wahre Wege!
Stärk’ uns im Glauben, Demut uns begleite,
wo wir auf Erden herrschen und gestalten,
dass nicht die Gier, der Hochmut uns verleite,
hier deine Schöpfung tödlich zu verwalten!
Bewahren, was dein göttlich’ Wort uns hieß,
Mensch und Natur, dies’ irdisch’ Paradies.
© Ingrid Herta Drewing
September 6th, 2012 | Gebet, Glauben, Leben, Liebe, Natur | Tags: Dank, Demut, Friede, Glauben, Gott, Hochmut, Leben, Liebe, Naturschutz, Schöpfung | 0 Comments
Wie gut, dass wir hier hautnah noch erleben,
empfinden können alle Jahreszeiten,
dass uns Natur im Umfeld ist gegeben
und nicht nur virtuell im Bildschirmgleiten!
Dass es noch Häuser gibt, wo man die Fenster
weit öffnen kann, die frische Luft dort spürend,
und sich so nicht geschäftigen Gespenstern
ganz überlässt, das Leben uns filtrierend!
Noch ist der Mensch ein Wesen, das Natur
in Nähe braucht und nicht nur die Maschinen,
die ihm als Dinge täglich nützlich dienen
und doch auch führen in des Fremdseins Spur.
Wir mögen die Natur mit ihrem Flunkern,
verabscheuen ein Leben, grau, in Bunkern.
© Ingrid Herta Drewing
September 3rd, 2012 | Leben, Nachdenkliches, Natur | Tags: Fenster, Freiheit, Leben, Licht, Luft, Natur, Sonne, Virtuelle Welt | 0 Comments
Da leben wir auf dieser schönen Erde
und hasten meistens, dessen unbewusst,
als seien wir Getier in einer Herde,
das nur auf Wiesen äsend sucht die Lust.
Doch Frust beherrscht uns, denn wir hegen Wünsche,
den fremden Bildern folgend, deren Schein
uns Werber wirksam an die Wände tünchen,
das Konsumentenfresko „ Glücklichsein“.
Wir sollten innehalten, uns besinnen
auf das, was wirklich schätzt des Lebens Wert.
Den Tag, die Stunde nutzen und beginnen
zu lieben, was Wahrhaftigkeit beschert.
Was soll dies’ Jagen, Gier versessen Streben?
Es hat ein jeder Mensch hier nur ein Leben.
© Ingrid Herta Drewing
August 7th, 2012 | Besinnliches, Leben | Tags: Glück, Leben, Liebe, Schönheit, Schöpfung, wahrhaftigkeit, Werbung, Wunschbilder | 0 Comments
Des Lebens helle Stimme
drang in mein Herz und sprach:
„Vergiss jetzt alles Schlimme
und was dir ungemach.
Es gilt etwas zu wagen.
Schau, vor dir liegt die Welt!
Noch sind so viele Fragen
hier nicht einmal gestellt.
Der Erde Schönheit schauen,
bedacht mit wachem Sinn,
und Gott und dir vertrauen,
das sei dein Neubeginn!
Dann weicht das Leid dem Hoffen,
sogar der Freude auch.
Die Pforte steht dir offen,
verspür des Lebens Hauch!
So komm, du siehst es blühen,
der Sommer weilt im Land.
Du musst dich nur bemühen,
er reicht dir still die Hand!“
© Ingrid Herta Drewing
August 6th, 2012 | Leben, Lebensfreude, Sommer | Tags: Leben, Lebensfreude, Mut, Schönheit, Sommer | 0 Comments
Wo ist dein Bruder, kleine Ringeltaube?
Du sitzt so ganz allein dort auf dem Dach.
Sag’, was geschah euch, lief da aus dem Ruder
und brachte dir gar schlimmes Ungemach?
Ihr seid so traulich hier ins Licht geschlüpft,
gemeinsam sehend euer kleines Leben,
die ersten Schrittchen auf dem Dach gehüpft,
im Sonnenschein sich leicht gefiedert hebend.
War es der Wanderfalke, war’s die Krähe,
die sich hier gern mit ihren Partnern zeigt?
Was riss den Bruder fort aus deiner Nähe?
Du sitzt nun einsam da, die Antwort schweigt.
Kühl weht der Wind, die Sonne wärmt heut’ nicht.
Das Leben buchstabiert das Wort Verzicht.
© Ingrid Herta Drewing
Juli 30th, 2012 | Besinnliches, Natur | Tags: Einsamkeit, Leben, Ringeltaube, Tod | 0 Comments
Im Fernsehn sah ich eine Weltraum-Doku
und wurde da beim Schauen winzig klein.
Was ich vernahm, sprengt jedes Macht-Sudoku
und stellt die Frage nach dem letzten Sein.
Von Schwarzen Löchern weiß man zu berichten,
um deren Sog die Galaxien kreisen.
Dunkle Materie soll sie da verdichten,
wodurch sie nicht aus ihrer Bahn entgleisen
Doch streben Galaxien aufeinander zu;
so werden irgendwann in fernen Zeiten
Andromeda und Milchstraße sich streiten,
um zu verschmelzen dann in einem Coup.
Mein Kind, wir beide werden ’s nicht erleben,
wie dann der Erde Himmel tödlich brennt.
Wir dürfen zart beim Abendrot noch beben,
wenn sich die Sonne abends sinkend trennt.
© Ingrid Herta Drewing
Juli 16th, 2012 | Besinnliches, Kosmos | Tags: Dunkle Materie, Galaxien, Katastophe, Leben, Schwarzes Loch, Sonnenuntergangsschauspiel | 0 Comments
Nur ein Blütentag!
Wind zerriss das zarte Kleid
des roten Mohnes
und trug die Sommersehnsucht
weit über Wiesen hinaus.
© Ingrid Herta Drewing
Juni 16th, 2012 | Besinnliches, Leben, Vanitas | Tags: Leben, Mohn, Schönheit, Sommerwind Sehnsucht, Veränglichkeit | 0 Comments
Mohnfeuer leuchten in den Wiesen,
und Sommer summt sein Liebeslied;
ein zarter Wind durch Gräser zieht.
An Baches Ranft ein golden Grüßen,
der Hahnenfuß hier hell erblüht.
Und dort am See die Weiden neigen
dem Wasser zu ihr grünes Haar;
geschützt das Nest, ein Schwanenpaar,
das sich nur ab und zu will zeigen,
betreut die Brut, wehrt der Gefahr.
Der Himmel strahlt in klarem Blau.
Gemächlich nur zwei Wölkchen weben
sich in ihr watteweiches Leben
hoch hier zur Wald- und Wiesenschau,
um weiß im Lichte zu entschweben.
© Ingrid Herta Drewing
Juni 10th, 2012 | Frühsommer, Lebensfreude, Natur | Tags: Leben, Mohn, Natur, Schöpfung, Schwäne, See, Wiese | 0 Comments
Der schwarze Vogel kreist schon um dein Haus.
Du schließt die Fenster und beginnst zu singen,
träumst von des Phönix’ goldnen Feuerschwingen,
verdrängst gekonnt des nahen Dunkels Graus.
Noch klingt dein Lied und wehrt den fremden Schatten.
Des Lebens Freude birgt dich, hält dich warm.
Der Klang gibt dir die Kraft, lässt nicht ermatten;
du beugst dich nicht in Schwäche vor dem Harm.
Wenn sich das Licht in graue Asche brennt,
wird deine Seele sich in Höhen heben,
durch Sternenstaub in ferne Weiten schweben,
die vorerst auch kein glaubend Herz erkennt.
Doch wartet dort gewiss ein neuer Morgen,
da darfst auch du dich fühlen ganz geborgen.
© Ingrid Herta Drewing
Juni 1st, 2012 | Besinnliches, Glauben | Tags: Geist, Glaube, Jenseits, Leben, Tod | 0 Comments