Archive for the Category Leben
Den goldenen Herbst-Bäumen gleich
trägst du die farbigen Träume,
gefangen im Nebelreich,
im fahlen Morgen,noch bleich,
als Sonnenlied in die Räume.
So treu wie als Paar die Schwäne,
vereint in des Lebens Zeiten,
sei Freiheit Friedens Domäne,
und Recht begleite die Pläne,
die uns auf Erden leiten!
Es achte Einer den Andern,
und sei auch zu helfen bereit,
anstatt im Hass zu salbandern,
im Ego-Trip nur zu wandern,
verfangen in Ängsten und Neid!
© Ingrid Herta Drewing,2015
November 3rd, 2015 | Besinnliches, Freiheit, Friede, Herbst, Leben, Licht, Liebe, Menschlichkeit | Tags: Achtung, Farbenpracht, Freiheit, Friede, Herbst, Ideale, Menschlichkeit, Nebel, Recht, Träume, Wünsche | 0 Comments
Und nichts ist von Dauer, was wir erkiesen,
alles nimmt hin ohne Mitleid die Zeit,
die Wasser, die tosend zum Meere fließen,
die Pflanzen, die blühend und welkend sprießen.
Uns steht hier vieles nur sehr kurz bereit.
Sogar die Sterne, die himmlisch erglänzen,
sterben von Anbeginn in ihrem Licht.
tragen es dennoch so weit und kredenzen,
weiten uns Menschen die irdischen Grenzen,
ein Himmel voll Hoffnung und Zuversicht.
Zuversicht wächst in vertrauendem Glauben,
dass gütig uns, wenn unser Leben einst fällt,
der Herrgott in seiner Gnade erlaube,
die Seinen zu sein, wenn, fern allem Staube,
geborgen in seiner Hand er uns hält.
© Ingrid Herta Drewing
November 1st, 2015 | Christus, Friede, Glauben, Leben, Licht, Liebe, Menschen, Sterne, Tod, Vanitas, Vergänglichkeit | Tags: Allerseelen, Ewigkeit, Glaube, Gnade Gottes, Gott, Hoffnung, Leben, Licht, Sterne, Tod, Zuversicht | 1 Comment
Das Bernsteinhaus
zerbrochen, blind,
doch
auf der Schulterwunde
trug ich Anemonen.
Der Stirne Weiß
im Goldglanz der Ikonen
erlag dem Lächeln
wie dem Wind.
Nun
Rinde deckt die Schulter
und den Mai;
die Anemonenwälder
wehen im Oktober.
Ich trag
ein rotes Mäntelchen
für Zwei,
mit Flügeln,
Herbstzinnober.
© Ingrid Herta Drewing
Oktober 30th, 2015 | Frauen, Herbst, Hoffnung, Leben, Licht, Liebe | Tags: Emanzipation, Herbst, Ikone, Leben, Liebe, Madonnenbild, Schwangerschaft, Wandel | 0 Comments
Am Tag Deiner Geburt war hier die Welt
von Herbstes Farben golden, warm erhellt,
als weise sie das Kind, das noch so klein,
schon darauf hin, ein Sonnenschein zu sein.
Das bist Du wohl von Anfang an gewesen,
voll Offenheit mit klugem, frohem Sinn,
ein Mensch voll Empathie, dein liebes Wesen
sich wendet stets zum Nächsten helfend hin.
Ich wünsche Dir zu Deinem Ehrentage
viel Freude, alles was Dir gut gefällt.
Gott segne, schütze Dich,halt fern die Plage
und schenke uns den Frieden in der Welt!
© Ingrid Herta Drewing,2015
Oktober 29th, 2015 | Besinnliches, Familie, Freude, Friede, Geburtstag, Leben, Licht, Liebe | Tags: Empathie, Farbenpracht, Geburtstag, Herbstfarben, Indiansummer, Liebe | 0 Comments
Wenn hier im Norden Stürme brausen,
wird Vogelheimat die Camarque,
meist Sammelplatz, doch auch Zuhause
am Delta der Flamingo-Park.
Die Reiher in den Pinien-Bäumen,
wie weißes Blühen wirkt’s von Ferne,
ein Zauberlied aus sanften Träumen,
im Grünen leuchten helle Sterne.
Entrückt, fast zeitlos weiße Pferde
anmutig auf den Wiesen stehen,
bis dann, erwacht vom Ruf der Herde,
in schnellem Lauf die Mähnen wehen.
Hier darf intakt Natur erscheinen,
es lebt dies‘ feuchte Biotop,
wo auch der Mensch, mit sich im Reinen,
noch ahnt der Schöpfung Gottes Lob.
Ingrid Herta Drewing,2015
Oktober 28th, 2015 | Fauna, Flora, Landschaft, Leben, Natur | Tags: Camarque, Feuchtbiotop, Flamingos, Natur, Reiher, Schöpfung, weiße Pferde, Zugvögel | 0 Comments
Das Herz,es weint und fühlt die Not
der Menschen,die dort ziehen.
Das Unheil, das fast täglich droht
durch Meuchelmord und Bombentod,
lässt sie ins Ausland fliehen.
Erbarmen sagt der Exodus
der Männer, Kinder, Frauen;
sie scheuen weder Meer noch Fluss,
die Angst diktiert das harte Muss,
ein tief erlebtes Grauen.
Zu helfen gilt es, doch verstopft
sind nun Europas Ohren.
Nachdem Millionen angeklopft,
und aufgenommen,ruft’s verkopft
nach Grenzen,Kraft verloren.
Bedroht von einer Menschenflut,
die naht, schier ohne Ende,
sieht sich so mancher ohne Mut,
bangt um des Staates Recht und Gut
und fordert flugs die Wende.
Ja, hin zum Guten mag’s sich wenden,
und Friede kehre endlich ein,
dass Kriege, Leid und Hunger enden,
die Völker denen Hilfe spenden,
die jetzt im Elend noch allein!
© Ingrid Herta Drewing,2015
Oktober 26th, 2015 | Aktuelles, Flucht, Freiheit, Friede, Hoffnung, Leben, Menschlichkeit | Tags: Angst, Balkanroute, Bomben, Exodus, Flüchtlingsströme, Friede, gemeiname Hilfe, Hunger, Krieg, radikalisierung, Rechtsstaat, Tod, Wende | 0 Comments
Es mag der Dichter mit dem Mimen gehen,
denn beide hauchen Leben ein dem Wort.
Die Phantasie beflügelt licht ihr Sehen,
der eine schreibt’s, der andre zeigt’s vor Ort.
Da wachsen Sinn, Gestalt in Wortgesängen,
das Drama spiegelt Menschen, Handlung hie,
und Sprache, Spiel, sie tragen klar in Klängen
die schöne Illusion,voll Poesie.
Und muss man sie in Rätseln,Masken zeigen,
wird doch die Wirklichkeit bewusst im Bild,
was Charakteren eigen, wie sie schweigen,
agieren, sprechen, was sie treibt, erfüllt.
Des Erden-Lebens Spiel, das hier bereit,
gelangt wohl an sein Ziel für kurze Zeit.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Oktober 22nd, 2015 | Besinnliches, Leben, Nachdenkliches, Poesie, Poetologisches, Sonette | Tags: Bühne, Charaktere, Dichtung, Drama, Handlung, Klänge, Leben, Maske, Phantasie, Schauspielkunst, Spiegel, Sprache, Wirklichkeit | 0 Comments
Wer nahe an des Todes Schwelle steht,
der fürchtet Welt nicht, hat nichts zu verlieren,
benennt beherzt das Unrecht, und es geht
um Wahrheit ihm, kein Eigennutz wird führen.
Doch gibt es wohl auch jene Zeitgenossen,
die nichts und niemand mehr auf Erden rührt,
die meinen, wenn die eigne Zeit verflossen,
sei’s ihnen gleich, wohin hier alles führt.
Jedoch die Menschlichkeit und Empathie
gilt doch den meisten Alten hier als wert,
sie kämpfen mutig gegen Idiotie,
wenn sie politisch Achterbahnen fährt.
Sie nutzen Kraft und Wissen, ihr Erfahren,
um hier der Menschheit Leben zu bewahren.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Oktober 22nd, 2015 | Alter, Besinnliches, Leben, Lebensfreude, Menschlichkeit, Mut, Nachdenkliches, Nachhaltigkeit, Reife, Sonette, Vernunft | Tags: Alter, Eigennutz, Empathie, Erde, Gewissheit, Leben, Lebenserfahrung, Menschlichkeit, Mut, Todesnähe, wahrhaftigkeit | 0 Comments
Nun, da die Tage sich verdunkeln,
die Landschaft kalte Nacht erblickt,
der warmen Sternen-Nächte Funkeln
fast ins Vergessen ist gerückt,
scheint Herbst sich winterlich zu geben.
Auf nahen Hügeln fällt schon Schnee,
obwohl das farbenfrohe Leben
noch singt im Baumlaub hier am See.
Da fehlt die feine Trennungsschärfe,
der Jahreszeiten klarer Glanz,
wenn Winter wirkt in Herbstes Verve
noch vor des Sturmwinds Blättertanz.
Hier scheint sich alles zu vermischen,
was sonst doch recht geordnet schien,
als gelte es, nun zu verwischen
des Lebens Kreislauf,Welken,Blüh’n.
Die Kraniche nach Süden fliehen,
Nord-Ostwind trägt den Vogelflug
derweil aus Süd-Ost Menschen ziehen
zu uns in großem Flüchtlingszug.
Sie kommen an, so voller Hoffen,
dass alles lebenswert mag sein.
Doch mancher merkt da nun betroffen,
kein Paradies lädt ihn jetzt ein.
Was ein Willkommen hier verhießen,
und sich als Wohlfahrt hat verbürgt,
zeigt oft den Notstand, ein Verdrießen
in Massenunterkünften wirkt.
Da mag zwar guter Wille siegen,
doch vieles,was von weitem glänzt,
erweist sich nah als Brechen, Biegen,
da Endlichkeit die Kraft begrenzt.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Oktober 14th, 2015 | Aktuelles, Deutschland, Flucht, Geborgenheit, Gesellschaftskritisches, Herbst, Jahreszeiten, Kälte, Kraft., Leben, Menschen, Natur, Weltgeschehen, Wetter | Tags: Flüchtlinge, Herbst, Jahreszeiten, Kälte, Kranichflug, Notstand Massenunterkunft, Paradies, Schnee | 0 Comments
Wetterkundler uns berichten,
ab vierhundert Meter Höh‘
gebe es den ersten Schnee.
Gar nicht mag man das, mitnichten!
Zeit wird’s wohl für Winterreifen,
falls der Schnee so früh nun fällt,
sich die Kälte schon einstellt.
Ja, man kann es kaum begreifen!
Üppig glänzt der Farben Pracht,
schmückt das Laub doch Büsche,Bäume,
Sonne schenkt noch helleTräume,
wenn sie mittags golden lacht.
Dennoch Nacht zeigt kalt Gesicht,
und es fröstelt meist‘ am Morgen.
Du fühlst dich zu Haus geborgen;
hier wärmt Feuer dich und Licht.
Schnell räum‘ man nun Obdachlosen
eine warme Heimstatt ein.
Draußen sollte keiner sein,
auch wenn falsch sind die Prognosen!
© Ingrid Herta Drewing
Oktober 14th, 2015 | Herbst, Kälte, Leben, Menschen, Menschlichkeit, Natur, Wetter, Winter | Tags: Haus, Heim, Licht, Obdachlose, Schneefallgrenze bei 400 Metern, Wärme, Wetterbericht | 0 Comments