Archive for the Category Natur
Lieb Nachtigall, hör‘, lass‘ dir raten,
verweile hier und flieg‘ nicht fort!
Mach’s wie die Amsel, andre Arten,
die Orts treu sind bei uns im Garten,
und bleibe in Europas Hort!
Denn fern dort in Ägyptenland
kannst du auf Reisen dich nicht schonen.
Als kilometerweite Wand
wurden dort Netze aufgespannt,
damit sich Vogelfang soll lohnen.
Gefangen wirst, gerupft, gebraten,
zuvor die Flügel dir gestutzt.
Der Mensch neigt ja zu rohen Taten,
wird deines Sanges Kunst verraten,
wenn für ihn zählt nur Eigennutz.
Und meistens blickt er ohne Bangen
auf das, was kurz ihm Wohl gewährt;
was zu komplex, in Sicht zu lange,
der Artenvielfalt Welt-Belange,
sie bleiben dabei ungehört.
© Ingrid Herta Drewing, 2013
Juli 9th, 2013 | Fauna, Gesellschaftskritisches, Natur, Vögel | Tags: Ägypten, Nachtigall, Vogeljagd | 0 Comments
Es leuchtet in den Wiesenwogen
der Klatschmohn, dessen Feuertanz
die Bienen, Käfer angezogen
mit seinem roten Blumenglanz.
Hingebungsvoll im Sonnenlicht
sich schmiegen dort in zartem Kleid
die Blüten aneinander dicht
und wiegen sanft sich wiesenweit.
Auch Sauerampfer, Knabenkraut,
die Glockenblume, weißer Klee,
sie blühen dort mit ihnen traut
und schaukeln in der Gräser – See.
© Ingrid Herta Drewing, 2013
Juli 9th, 2013 | Flora, Natur | Tags: Klatschmohn, Sommerwiese | 0 Comments
Der Sommer strahlt und zieht durchs Land,
verliebt in Wachsen, Werden,
und fördert hier mit warmer Hand,
was fruchten will auf Erden.
Schon glänzen Kirschen rot am Baum,
die Sonne lässt sie reifen.
Das Vogelkind entwächst dem Flaum,
mag durch die Lüfte streifen.
Es schwingt sich auf in Himmels Blau,
beflügelt‘, junges Leben,
und darf dort sanft in klarer Schau
im Sonnenlichte schweben.
© Ingrid Herta Drewing,2013
Juli 9th, 2013 | Beziehungen, Fauna, Flora, Frühsommer, Leben, Natur | Tags: Flügge werden, Kirsche, Leben, Reife, Sommer, Sonne | 0 Comments
Still träumt der Sommer-Sonntag in den Morgen;
ein zarter Nebelhauch streift See und Moor.
Die Sonne, hinterm Berg noch fast verborgen,
lugt golden strahlend aus dem Dunst hervor.
Sie hat die frühen Vögel schon geweckt;
nun grüßen sie mit hellem Jubilieren,
als hätten sie das Leben neu entdeckt,
um sorglos singend froh zu triumphieren.
Dem Heiderauch entwächst ein lichtes Tagen,
allmählich zeigt der Himmel sich in Blau,
und du als Wandrer hier vergisst das Fragen,
fühlst dich verwoben in die sanfte Schau.
Dich zieht in Bann die Schönheit der Natur,
erlebst andächtig Gottes Kreatur.
© Ingrid Herta Drewing,2013
Juli 9th, 2013 | Natur, Sommer | Tags: Heide, Moor, Natur, Sommer | 0 Comments
Die Efeuwand gefällt sich im Begrünen,
bedeckt nun gänzlich die graubraunen Ranken
und wird zu einer lebensfrohen Bühne
der Vögel, die dort nisten, sich bedanken.
Da schwirren Amseln, flinke grüne Finken,
sogar die Ringeltauben ein und aus;
und Schmetterlinge spät noch Nektar trinken.
Der Efeu bietet an sein gastlich Haus.
Mir gönnt der Efeuwuchs den Anblick schön,
verhüllend dieses Hauses Hinterwand,
die nach dem Kriege rostrot, fest blieb stehn,
nun grün erwacht als Lebensunterpfand.
Sie zeigt mir hier im Lauf der Jahreszeiten,
wie gut Natur doch vieles kann begleiten.
© Ingrid Herta Drewing,2013
Mai 11th, 2013 | Fauna, Flora, Frühling, Lebensfreude, Natur | Tags: Amsel, Blick ins Grüne, Efeuwand, grüne Bühne, Grünfinken, Jahreszeiten, Natur, Ringeltauben | 0 Comments
Mit zuckersüßen Worten mild umfächelnd,
in lieblich‘ feinen Klängen zart umschrieben,
hab‘ ich Natur in lyrischem Verlieben
poetisch in den Tod getrieben,lächelnd.
Sollt‘ besser sachlich ihrem Bild begegnen,
es lassen, sie romantisch anzuschmachten,
ihre Gesetze, herbe Schönheit achten,
anstatt sie träumend, schwärmend abzusegnen.
Jedoch wenn mich erfasst ihr milder Blick,
mir flüstert zu in ungeahntem Glück,
im Sehnsuchtsklingen tönen tausend Geigen,
weicht jeder gute Vorsatz schnell zurück
und Gänsehaut greift schwiemelnd mein Genick;
da geht’s mir wider die Natur, bin eigen!
© Ingrid Herta Drewing,2013
Mai 8th, 2013 | Natur, Poetologisches, Satire | Tags: Liebe, Lyrik. Sonett, Natur, Sachlichkeit, Schönheit, Schwärmerei | 0 Comments
Allmählich führt des Frühlingsabends Stille
die kleine Welt zu einer sanften Ruh‘-
Wo sonst gehetzt, gestresst ein ernster Wille
allzu geschäftig schaut durch seine Brille,
lässt nun die Einkehr friedlich Einsicht zu.
Da darf Musik dir Seele, Sinn betören,
du lauschst den Klängen einer Melodie,
erfühlst Nuancen, Farben, innig‘ Hören
mag tief in deinem Herzen Glück beschwören;
davon erfüllt, erfährst du Harmonie.
Und dankbar schaust du auf die Kunst, das Leben,
erkennst die Gunst, fern jeder Gier, zugleich
Natur, Kultur im Schönen zu verweben,
die Liebe, die uns durch das Licht gegeben:
Sie stärkt uns, macht uns tief im Innern reich.
© Ingrid Herta Drewing,2013
Mai 6th, 2013 | Besinnliches, Glauben, Kultur, Kunst, Leben, Liebe, Musik, Natur, Poesie | Tags: Glücksgefühl, Harmonie, Kultur, Kunst, Musik, Muße, Natur, Schönheit, Stille | 0 Comments
Ein schlafend Feuer der Vulkan,
in Eis und Schnee gehülltes Leben,
und dennoch bricht sich Grünen Bahn.
Der Mensch, hier zwischen Wissen, Wahn,
sucht seinen Weg im Erdenstreben.
Und wehrt sogar Naturgewalten,
soweit sie leicht beherrschbar sind.
Doch immer wieder gibt‘ s kein Halten,
wenn Stürme, Fluten, Feuer schalten,
verfliegen Kraft und Witz wie Wind.
Jedoch, es wird ihn Hoffnung tragen,
sein Glaube, Denken ihn bewegt,
dass er trotz Leid und Todesklagen
auch weiterhin in seinem Wagen
den Lebenswillen wirksam hegt.
© Ingrid Herta Drewing
April 28th, 2013 | Leben, Menschen, Nachdenkliches, Natur | Tags: Erdbeben, Feuer, Flut, Katastrophen, Lebenswille, Mensch, Naturgewalten, Sturm, Vulkan | 0 Comments
Was wären ohne Algen die Polypen;
auch ohne Schwammes Nahrung gäb’s sie nicht.
Ihr Kalkgerüst nur blieb‘ in Wassers Trübe,
Korallenschönheit drohte der Verzicht.
Allianzen der Natur, so die Symbiosen,
ergänzend Wirken heißt das Lob.
Der Krabben Arbeit nutzt dem Wald, Mangroven,
entgiftet Wasser sacht im Biotop.
Und manchmal legt sogar ein kleines Tier
die Grundlage für vieler Arten Leben.
Im Pantanal kann Apfelschnecke hier
dem Riesenotter sichern ’s Überleben .
Auch Menschen sollten friedlich sich ergänzen,
Gemeinsamkeit lässt Leben erst erglänzen.
© Ingrid Herta Drewing
April 20th, 2013 | Fauna, Flora, Leben, Natur | Tags: Algen, Apfelschnecke, Friede, Gemeinsamkeit, Korallen, Riesenotter, Schwämme, Syymbiosen | 0 Comments
Es tanzen Wölkchen,kleine,weiße
Elevinnen in Himmels Blau,
zu Frühlingswindes sanfter Weise
dort droben ihre sanfte Schau.
In Lichtes Glanz sie hell erstrahlen,
anmutig Wasserzauber spricht;
choreographisch darf sich malen
in Höhen hier das Tanzgedicht.
Es währt nur eine kurze Weile,
dann ändert sich dies‘ lieblich‘ Bild;
ein grauer Wolkenprotz in Eile
droht dunkel dort und regenwild.
Jedoch auch jener muss quittieren,
und heute auch kein Regen fällt.
Der blaue Himmel im Brillieren
der Sonne das Finale hält.
© Ingrid Herta Drewing
April 17th, 2013 | Frühling, Kunst, Natur, Wetter | Tags: Anmut, Blauhimmel, Bühne, Choreographie, Frühling, Sonne, Tanz, Wind, Wölkchen, Wolkenbilder | 0 Comments