Auf andrer Menschen Kosten fürstlich leben,
weil diese hart mit Sklavenlöhnen darben,
das darf es auf der Welt nicht länger geben!
Wo bleibt die Menschlichkeit, für die wir warben?
Ach, es sind immer, seit Jahrtausenden,
die Schwachen, Frauen, Kinder hier die Beute.
Die Mächtigen, in Luxus Hausenden,
sie kennen ihre Pfründen, so auch heute.
Ein Raubtier ist der Mensch, in Gier befangen.
Kein andres Wesen auf der ganzen Welt,
nimmt mehr als es der Hunger lässt verlangen;
nur Homo sapiens wild den Raffzahn stellt.
So lässt ihn dies‘ Gewinne Maximieren
sein bisschen Menschlichkeit oft schnell verlieren.
© Ingrid Herta Drewing,2013
September 23rd, 2013 | 0 Comments
Category: Menschen, Nachdenkliches | Tags: Ausbeutung, Homo sapiens, Humanitas, Liebe, Mensch, Raubtier, Sklavenarbeit, Unmenschlichkeit
Der Sommer ist gegangen,
und Frühherbst hält das Land
in feuerrotem Prangen
und golden in der Hand.
Die Ernte eingefahren,
in Körben Früchte, reich;
zur Mittagszeit,im Klaren,
spielt Luft noch mild und weich.
Da liegt im Traum das Leben,
es schwelt der Sonne Glut,
und sanft die Blätter schweben
dorthin, wo alles ruht.
© Ingrid Herta Drewing,2013
September 22nd, 2013 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Herbst, Natur | Tags: Beschaulichkeit, Blattgold, Frühherbst, Lebenskreislauf, Mittag, Natur, Schönheit, Vergänglichkeit
Den Saum des Glückes,helle Tage halten,
des Lebens Süße kosten, Seidenhand
mag Farben-Träume zart gefächert falten,
und Schmetterlinge fliegen über Land.
Dorthin, wo lieblich duftende Gefilde
im Blütenrausch der Sonne Gold bedichten,
und, kraftvoll malend da im Strahlen-Bilde,
die Sehnsucht schreibt die glühenden Geschichten.
Den Klang erahnen, jene Melodie,
in welcher hier das Leben leuchtend schwingt,
den Nächten trotzend, da die Harmonie
der Stimmen sanft in Sternenliedern singt.
So möge Poesie die Worte lenken
und uns ihr Zauberlächeln zärtlich schenken.
© Ingrid Herta Drewing,2013
September 21st, 2013 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Liebe, Poesie | Tags: Lebensfreude, Licht, Liebe . Sehnsucht, Poesie, Sonne, Zärtlichkeit, Zauber
Nun schwingen des Herbsts dunkle Saiten.
Der kürzeren Tage Licht,
belagert von Nebel dicht
und Regens nasskaltem Begleiten,
verwehrend die klare Sicht.
Doch wärmt dich ein Feuer zu Hause,
so wohlig, bei Kerzenschein
hast du ’s gemütlich und fein.
Mag’s draußen auch stürmen und brausen,
hier kehrt die Stille sanft ein.
Beschaulichkeit lockt dich zu lesen,
zu lauschen schöner Musik;
die Seele im Balsam sich wieg‘.
Von Trübsal und Kummer genesen,
genießt du der Künste Sieg.
© Ingrid Herta Drewing,2013
September 20th, 2013 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Herbst, Kunst | Tags: Dichtung, Feuer, Gemütlichkeit, Kälte, Kerzenschein, Monotonie, Musik, Nebel, Regen, Spätherbst
Am Tod verdient nicht nur die „Pietät“,
der Friedhofsgärtner, Steinmetz und Bestatter.
Denkt man ans große Geld,ist’s obsolet,
denn Weichensteller sind des Tods Gevatter.
Die Rüstungsindustrie, die Waffenschieber,
die Bombenbauer, nebst der Giftchemie;
sie sind von todeswirksamem Kaliber
und fördern auf der Welt Kriegsidiotie.
Sie füttern Falken, die die Kriege führen
und streichen skrupellos das Blutgeld ein.
Am Massenmorden scheint sie nur zu rühren,
wie ihre Konten wachsen Schein um Schein.
Solang sich dies Gezücht auf Erden hält,
kehrt niemals Friede ein in unsrer Welt!
© Ingrid Herta Drewing,2013
September 19th, 2013 | 0 Comments
Category: Aktuelles, Klartext | Tags: Friede, Kriegsgewinnler, Kriegstreiber, Massenmord, Rüstungsexporte, Tod, Waffenschieber
Vor dem Vergessen
glänzt es golden in Gärten,
Wäldern und Wiesen.
Süßes Erinnern
an Frühling und Sommers Glut,
die reifen Früchte.
Und brennendes Laub,
der Bäume Abschiedslieder,
Farbenspiel im Wind.
© Ingrid Herta Drewing,2013
September 18th, 2013 | 0 Comments
Category: Haiku & Co, Herbst | Tags: Abschiedslied, Erinnerung, Farbenspiel, Frucht, Frühling, Herbst, Reife, Sommer
Dort im Herbst-Garten
strahlen Sternen-Gesichter,
helllila Astern.
Im Blätter-Teppich
unter den hohen Bäumen
raschelt ein Igel.
Und der Wilde Wein
ziert mit gerötetem Laub
altes Gemäuer.
© Ingrid Herta Drewing,2013
September 17th, 2013 | 0 Comments
Category: Haiku & Co, Herbst, Lebensfreude | Tags: Astern, Herbstfreude, Igel, Wilder Wein
Ein Hurrikan trägt meinen Namen?
Ja wäre so ein Hoch benannt!
Viel Wirbel macht der Sturm, und Amen,
ist als Zerstörer wohl bekannt.
Ich lieb‘ es eher recht beschaulich
und baue lieber auf statt ab;
mit Sturm und Fluten, ganz vertraulich,
hab‘ ich es wirklich nie gehabt.
Ich schätze zarte Frühlingswinde,
des Baches Plätschern näss‘ den Fuß,
das Sommerlüftchen, das gelinde
uns fächel‘ zu der Düfte Gruß.
Drum sage ich hier klipp und klar:
Mag dieser Sturm auch „ Ingrid“ heißen,
hab‘ nichts zu tun mit seinem Beißen,
weil ich ganz brav zu Hause war.
© Ingrid Herta Drewing,2013
September 16th, 2013 | 0 Comments
Category: Autobiografisches, Schmunzelgedicht, Wetter | Tags: Alibi, Aufbauen, Bäche, Frühlingswind, Hoch, Hurrikan "Ingrid", Sommerlüftchen, Zerstören
Spätsommer-Tage, trübe wie der Mai,
der uns in diesem Jahr nicht war gewogen.
Wir fühlten um den Frühling uns betrogen
in einem grauen, feuchten Einerlei.
Nun scheint September, der doch sonst so mild,
auch in das kühle Regennass zu flüchten,
schenkt uns kein lieblich‘ Indian-Summer-Bild;
November- Nebel will er wohl schon züchten.
Es friert die Rebe, kaum noch Sonnenstrahlen
jetzt ihre blanken Trauben wärmend herzen.
Die Regengüsse und die kühlen Qualen
vermag kein Winzer für sie auszumerzen.
Doch gilt die Ernte-Hoffnung dem Oktober
mit seinem Sonnengold und Herbstzinnober.
© Ingrid Herta Drewing,2013
September 16th, 2013 | 0 Comments
Category: Flora, Herbst, Lebensfreude, Natur, Wetter | Tags: Indian summer, Kälte, Lebensfreude, Oktobergold, Regen, September, Sonne, Trauben
Wer dichtet, lebt in Wort und Bild und Klang,
mag auch sein Alltag gänzlich anders scheinen;
poetisch darf er seine Kräfte einen,
die Seele schwingen lassen im Gesang.
Er findet Harmonie im Klang der Worte,
erfasst die Bilder und gewinnt den Blick
für das Verlorene am müden Orte
und holt es schreibend in das Licht zurück.
Des Lebens sanfte Katalysatoren
die Kunst der Dichter, Maler, Komponisten.
In ihrem Werk wird wieder neu geboren
des Lebens Lächeln, Sinn, den man vermisste.
Die Kunst vermag mit ihrem Bild, dem schönen,
uns zu beglücken, gütig zu versöhnen.
© Ingrid Herta Drewing,2013
September 14th, 2013 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Poetologisches | Tags: Dichtkunst, Harmonie, Lebensfreude, Licht, Malerei, Musik, Sinn