Es blüht die Rose leuchtend hell und rot.
Sie scheint ihr Blühen sanft zu zelebrieren,
als wisse sie, dass ihr das Welken droht,
und träume nun, ihr Leben konservierend.
Entfaltet langsam Blatt für Blatt die Blüte,
bis duftend ihre Schönheit offenbar.
Sie mag wohl sorgsam ihr Geheimnis hüten,
das lange sie bewahrt, so wunderbar.
Um strahlend schön im sonnengoldnen Glanze
in ihrer Blüten Pracht nun aufzugehen,
wenn Schmetterlinge, Bienen sie umtanzen,
die summend, suchend nach dem Nektar sehen.
Dann schenkt die Rose ihre Süße hin.
Des Lebens Lauf verspricht den Neubeginn.
© Ingrid Herta Drewing
September 10th, 2011 | 0 Comments
Category: Lebensfreude, Liebe, Natur | Tags: Geheimnis, Leben, Lebenskeislauf, Liebe, Rose, Schönheit, Sonne
Des Tages Schwüle,
die graue Wolkendecke
liegt über dem Tal.
Alles lechzt nach Regen
und der Frische des Windes.
© Ingrid Herta Drewing
September 9th, 2011 | 0 Comments
Category: Haiku & Co | Tags: Regen, Schwüle, Wind
Das Leben ist ein Werden und Vergehen.
Wer kennt das Ziel, das Ende seiner Spur?
Aus Dunklem kommend, leuchtend hell entstehend,
so flammt es auf ringsum in der Natur.
Wir Menschen sinnen, wollen es verstehen,
entschlüsseln viele seiner Rätsel kühn.
Doch dem Warum, Woher genügt kein Sehen,
wir bleiben blind in unserem Bemühen.
Je mehr wir wissen, desto minder wird uns klar,
warum nicht nichts hier ist und Anfang war.
Da sind wir ahnungslos wie zahme Tauben.
Doch Urvertrauen, uns seit Kindheit offenbar,
schenkt die Gewissheit, dass vor allem ist und wahr
der Gott der Liebe, Christ, an den wir glauben.
© Ingrid Herta Drewing
September 9th, 2011 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Glauben, Leben, Lebensfreude | Tags: Christus, Glauben, Kosmos, Leben, Lebenssinn, Liebe, Urvertrauen, Vergänglichkeit, Werden
Wenn vieles nur noch virtuell vorhanden,
wenn dort, wo einstmals Bücher standen,
die Leere gähnt, weil sämtliche Folianten
der E-Book- Nutzung doch zum Opfer fielen,
wenn wir gemeinsam nur noch online spielen
und körperlos von fern kommunizieren,
dann haben wir wohl, blind in unsrem Streben,
der Existenz den neuesten Kick zu geben,
in unsrem Leben wenig zu verlieren.
© Ingrid Herta Drewing
September 8th, 2011 | 0 Comments
Category: Gesellschaftskritisches, Klartext | Tags: Abhängigkeit, Ferne, Körperlosigkeit, Lebesferne, Realität, Scheinleben, Virtuell
Wie sich der Abend in den Himmel schreibt
mit rosaviolettem Wolkenrot!
Die Sonne, die im Westen sinkt, noch bleibt
ein Weilchen glühend hier und flamm’umloht.
So geht in einem Feuerzauber über
des Tages Bläue in die Sternennacht,
wo nun, da Sonnenuntergang vorüber,
des Mondes Helle Silberglanz entfacht.
Obgleich der Anblick mir ist wohl bekannt,
erschaue ich ergriffen, wie Natur
hier wieder zeigt, gestaltend über Land,
dass sie ist allem Schönen auf der Spur.
Womit sie unser Leben reich erfüllt,
wenn auch ihr zart’ Geheimnis bleibt verhüllt.
© Ingrid Herta Drewing
September 7th, 2011 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Natur | Tags: Geheimnis, Leben, Natur, Schönheit, Sonnenuntergang, Szernennacht
Der Himmel blau, der Morgen kühl,
und Herbst steht vor den Toren.
Vorbei die Zeit, da es so schwül;
Jedoch des Sommers Wohlgefühl
ging uns noch nicht verloren.
Da blüht und duftet es im Garten,
wo in den Rosenhecken
vereinzelt Hagebutten warten,
hier rot den Feuertanz zu starten
in ihren Blattverstecken.
Noch schlafen fest im Stachelbett
die braunen Esskastanien;
kein Sturm sie wachgerüttelt hätt’.
Und auf Frau Sommers Fensterbrett,
da leuchten hell Geranien.
© Ingrid Herta Drewing
September 6th, 2011 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Jahreszeiten, Lebensfreude, Sommer | Tags: Garten, Gefühl, Hagebutten, Kastanien, Kühle, Lebensfreude, Rosen, Spätsommer
Der Herbst, der Wilde, der so rot belaubt
sich in das helle Sommerleben mischt
und alles, was wir, hoffend, grün geglaubt,
verfärbt mit seinem kühnen Farbenwisch.
Der Herbst ist uns zu früh ins Jahr geschlittert.
(Das Thermometer stürzte zwanzig Grad)
Wer unlängst noch geschwitzt, jetzt frierend zittert
und wünscht, dass dieser Spuk ein Ende hab’.
Wir hoffen auf Septembers milde Tage.
Der Frühherbst möge warm, gefällig sein!
Dann nehmen wir ihn gern an, ohne Klage;
gewinnt der Winzer doch nun goldnen Wein.
Wir wollen froh der Ernte Fest besingen
und tanzen, uns im Kreise drehend, schwingen.
© Ingrid Herta Drewing
September 5th, 2011 | 0 Comments
Category: Herbst, Jahreszeiten, Lebensfreude, Sommer | Tags: Blattfärbung, Erntefest, Farbenpracht, Herbst, Kälte, Lebensfreude, September, Sommer
Es liegt ein Schatten auf den Sonnenuhren.
Mir ist es, als ob stünde still die Zeit.
Wehmütig träumt der Sommer auf den Fluren.
Zum Abschied, scheint es, hält er sich bereit.
Sein warmer Blick, der nun so sanft und mild,
fast lächelnd, ruht auf letzten, roten Rosen,
auf dem an Früchten reichen Erntebild,
bemerkt, zwar zögerlich, die Herbstzeitlosen.
Ich sehe Kraniche nach Süden ziehen.
Ein Zeichen, dass hier bald der Sommer geht,
obwohl Reseden, Oleander blühen,
und hell die Sonne noch am Mittag steht.
Wie gerne hielte ich die Uhren an, die Zeit!
Doch die Vernunft sagt mir: Vermessenheit!.
© Ingrid Herta Drewing
September 4th, 2011 | 0 Comments
Category: Abschied, Besinnliches, Natur, Sommer | Tags: Absched, Leben, Liebe, Milde, Rosen, Sommer, Sonne, Wehmut
Es hebt der Tag die Nebellider
und sucht des Himmels klaren Blick.
Der Sonne Antlitz neigt sich nieder,
schaut strahlend auf die Erde wieder.
Ein zartes Lächeln grüßt zurück.
Obwohl des Sommers Feuer schwelen,
zeigt er sich noch im Blumenflor,
vermag mit Düften zu beseelen.
Das süße Heu darf da nicht fehlen
und auch der Rosenblüten Chor.
Als wolle er zum Abschied schenken
der Erde noch ein lieblich’ Bild,
wenn vieler Vögel Scharen lenken
den Flug nach Süden, ein Gedenken
an milde Tage, lichterfüllt.
© Ingrid Herta Drewing
September 3rd, 2011 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Natur, Sommer | Tags: Abschied, Leben, Liebe, Milde, Natur, Nebel, September, Sonne
„Gurruu gu gurruu, gurruu gu gurruu!“,
singt monoton der Hahn der Ringeltaube,
„gurruu gu gurruu, gurruu gu gurruu!“
Sitzt dort im Nieselregen auf der Laube.
Es klingt mir so, als sei es ein Appell,
laut rufend, dass die Taube möge kommen,
nicht zögernd, sondern möglichst flugs und schnell
sei diese so ersehnte ihm willkommen.
Jedoch erfolglos bleibt des Täub’richs Bitten,
und einsam fliegt er schließlich auch davon.
Vier Finken, tschilpend laut, als ob sie stritten,
beleben nun den Ort mit hellem Ton.
Banal gesagt – hier kann ich ’s deutlich sehen-
das Leben ist ein stetes Kommen, Gehen.
© Ingrid Herta Drewing
September 2nd, 2011 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Natur | Tags: Gurren, Laube, Lebe, Liebe, Ringeltaube, Sehnsucht