Ein goldner Herbsttag, blaue Mittagsstille,
ich weil’ im Park, im Schatten hoher Bäume,
die sanft verschenken ihrer Früchte Fülle,
als Abschiedsgaben aus des Sommers Räumen.
Nun rascheln sie herab, die braunen Früchte:
Kastanie, Ecker, Eichel, Haselnuss.
Das Eichhörnchen frönt hurtig Sammelsüchten,
sein Wintervorrat ja noch wachsen muss.
Es hüpft von Baum zu Boden, Ast zu Ast,
rotbraunes Wuseln gilt den Ernteträumen.
Und ich verfolg’ beschaulich diese Hast,
sein flinkes Klettern in belaubten Bäumen.
Erschaue, wie Natur sich hier gefällt,
des Lebens Spur bewahrend in der Welt.
© Ingrid Herta Drewing
September 21st, 2011 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Herbst, Natur | Tags: Buchecker, Eichel, Eichhörnchen, Frühherbst, Haselnuss, Kastanie, Laubbäume, Leben, Natur, Sonne, Wintervorrat
Wie schön dort in den Rosenhecken,
wo jüngst ein Blütenmeer noch war,
die roten Hagebutten blecken,
so drall und fruchtig, glänzend klar!
Zwar senden sie uns Herbstsignale,
jedoch ihr feuerroter Glanz
belebt das Bild noch, wenn der fahle
November naht im Nebeltanz.
Gepflückt, geschält, als Marmelade,
so munden sie als Brotaufstrich.
Doch als der Vögel Futtergnade
erweisen sie im Winter sich.
Wie schön dort in den Rosenhecken,
die nun all ihrer Blüten bar,
die Hagebutten rot erwecken
den Traum des Sommers, der hier war.
© Ingrid Herta Drewing
September 20th, 2011 | 0 Comments
Category: Herbst, Natur, Sommer | Tags: Erinnerung, Hagebutten, Heckenrosen, Herbst, Sommer, Vogelfutter
Wer schenkt uns einen Rettungsschirm?
Wer schützt uns vor dem Regen,
den mancher Spekulanten Hirn
sich noch erträumt als Segen?
Zu mehren stolz ihr Kapital,
das viele kleine Leute,
als deren fette Beute,
nun zahlen ohne Steuerwahl!
Da lebt die halbe Welt auf Pump,
auch unsre Schulden wachsen.
Die Zukunft wird verkauft, und plump
tritt man uns auf die Hachsen.
Wer rettet wen hier? frag’ ich mich
Die Wissenschaft zerstritten,
Europas schönes Angesicht
zeigt auch schon arge Schnitte.
Wie soll denn eine Währung bleiben
in ihrem Wert stabil,
wenn kontrovers das Wirtschaftstreiben,
das Ganze wirkt labil.
Wo Lug und Trug die Listen führen,
da glaubt man auch nicht der Bilanz.
Vertrauen könnt’ zusammenführen;
jedoch das ward verscherzt fast ganz.
© Ingrid Herta Drewing
September 19th, 2011 | 0 Comments
Category: Gesellschaftskritisches | Tags: ating, Eurokrise, Griechenland, Inslvenz, Kider ZUkunft, Rettungsschirm, Staatschulden
An einem Tag wie heute, hell und warm,
da möcht’ man sonnenwärts zum Himmel schweben.
Spätsommer nimmt uns zärtlich in den Arm
und schenkt uns einen Sonntag, reich an Leben.
Noch grünen Bäume, leuchten Beerenhecken,
und golden malt die Sonne hier den Tag.
Das Eichhörnchen mag sich nun nicht verstecken,
es sammelt Nüsse dort im nahen Hag.
Auch unser Lobgesang darf schön erklingen,
Licht leuchtet warm durch ’s bunte Fensterbild,
zeigt Gottes Sohn, sich auf zum Himmel schwingend.
Wir singen Benediktus…, andächtig und mild.
Und danken Gott für seine große Güte,
wir bitten, dass er unsre Welt behüte.
Ingrid Herta Drewing
September 18th, 2011 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Glauben, Leben | Tags: Christus, Gottesdienst Benediktus, Kirchenfenster, Lebensfreude, Leuchte, Sone, Sonntag, Spätsommer
Es hat der Herbst die Bäume angehaucht,
die morgens sanft im Nebelbett noch ruhen,
und auch die Heide träumt in zartem Rauch;
die Glockenelfe tanzt in feuchten Schuhen.
Doch mittags darf im Sonnenschein erstrahlen
das weite Land in seinem Pflanzenflor,
wo die Natur in farbenfrohem Malen
still zaubert ihrer Töne Gold hervor.
Und lässt hier schön die hellen Saiten klingen,
spielt Indian summer, macht den Himmel weit,
und dennoch schwingt der Abschied in dem Singen,
erzählt von langem Traum in stiller Zeit.
Wenn sich der Pflanzen Leben nimmt zurück,
um Kraft zu sammeln für das Frühlingsglück.
Ingrid Herta Drewing
September 17th, 2011 | 0 Comments
Category: Herbst, Leben | Tags: Beschaulichkeit, Herbst, Lebenskraft, Milde, Mittagssonn, Nebel
Der Mittag ruht in sanftem, goldnem Schweigen;
und Sonnenlicht kost zärtlich Wald und Flur.
Nur hin und wieder flüstert ’s in den Zweigen,
die Blätter tänzeln mit dem Wind im Reigen,
ein letztes Ernte- Lied singt die Natur.
Ich liebe sie, des Herbstes Harfensaiten,
den leisen Ton, der zart im Abschied schwingt,
wenn sich des Phönix’ Flügel rötend breiten
und im Erglühen sterbend sich bereiten
für einen Tag, der neues Leben bringt.
Ingrid Herta Drewing
September 16th, 2011 | 0 Comments
Category: Herbst | Tags: Abschied, Herbst, Mittagsstille, Phönix
Es traf der Frosch die Kröte.
Sie sprach von ihren Nöten,
dass sie sich fürchte vor dem Storch,
denn dieser sei ein Fänger, forsch.
Da meint‘ der Frosch, das sei doch klar,
sie krieche ja so sonderbar.
Er aber könne sehr weit springen,
da würde jedem Adebar
das Fangen ganz gewiss misslingen.
Doch kaum hatte er ’s ausgesprochen,
war schnell die Kröte weg gekrochen.
Er, Nase rümpfend: „ Krötenleute !“,
hatte sehr barsch den Stab gebrochen,
vergaß zu springen
und bereute,
als ihn der Storch erfasst‘ als Beute.
© Ingrid Herta Drewing
September 15th, 2011 | 0 Comments
Category: Fabeln und Parabeln | Tags: Arroganz, Frosch, Hochmut, Kröte, Leichtfertigket
Der Ventilator wandert auf den Speicher,
hat ausgesummt, er wird nicht mehr gebraucht.
Des Sommers Hitze, sonst in Jahren reicher,
vor ein paar Wochen hat sie ausgehaucht.
Nun blickt der Frühherbst morgens kühl ins Fenster.
Die Sonnenuhr zeigt an die Stunden spät,
weil grau der Nebel Spinnenkleidgespenster
dir in das sanfte Licht des Tages sät.
Es glühen leuchtend rot die letzten Rosen,
die Kraniche, laut rufend, südwärts ziehen.
Von Abschied künden auch die Herbstzeitlosen;
und du, du würdest gar zu gern entfliehen.
Doch bleibst du, hältst dein Haus hier wohl bestellt,
sorgst für das kleine Glück in deiner Welt.
© Ingrid Herta Drewing
September 14th, 2011 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Herbst | Tags: Frühherbst, Kraniche, Nebel, Sehnsucht, Süden
Ich mag den frischen Wind,
der in des Sommers Glut
vom Fluss auflandig geht,
wenn er leicht fächelnd weht,
das Land in Sonne ruht,
ein sanftes Katzenkind.
Ich mag den Sommerregen,
der folgt auf heiße Tage
und milde Kühlung bringt,
in allen Pflanzen singt,
verscheucht die Trockenplage,
uns Wasser schenkt als Segen.
Ich mag der Sonne Licht,
ihr Strahlen auf der Haut,
wenn sanft sie Wärme schenkt,
das Wachsen wohlig lenkt,
die Blüten leuchten traut,
und Frucht von Ernte spricht.
Ich mag die Sternennacht,
wenn hoch der volle Mond
durch blaues Dunkel strahlt
und silbern, zart bemalt
die Landschaft, still belohnt
und über allem wacht.
Ich mag der Kinder Lachen,
den Klang der Freude, Leben,
das morgens früh schon singt,
so glockenhell erklingt,
ein liebend, schenkend Geben,
fern aller bösen Drachen.
© Ingrid Herta Drewing
September 13th, 2011 | 0 Comments
Category: Lebensfreude | Tags: Freude, Kinder, Lachen, Mond, Regen, Sonne, Sterne, Wärme, Wind
Nun wird es bald aus grauen Wolken brechen,
hier dies’ Gewitter, wofür Schwüle spricht;
lässt Donner krachen, grelle Blitze sprechen,
und Regen prasseln laut in fahlem Licht.
Jetzt tobt sich aus geballte Energie.
Am Himmel zeichnen Blitze ihre Adern;
im Zickzack gleißend dort, vollführen sie
ein Gruselschauspiel, hell in ihrem Hadern.
Die Wolke hochgeschnellt in Eisregionen,
milliardenfach nun Hagelbälle speit.
Selbst dort, wo du geborgen glaubst zu wohnen,
bist du vor den Geschossen nicht gefeit.
Zerstören Dächer, auch Automobile,
der Feldfrucht Halme knicken sie im Sturm.
In dem chaotischen Wettergewühle
fühlst du dich machtlos wie ein kleiner Wurm.
Und atmest frei erst, wenn der Spuk beendet,
der Himmel endlich klart auch wieder auf,
die Sonne ihre warmen Strahlen sendet,
der Tag nimmt wieder seinen ruhigen Lauf.
Ingrid Herta Drewing
September 12th, 2011 | 0 Comments
Category: Wetter | Tags: Gewitter, Hagel.Zerstörung, Machtlosigkeit, Mensch, Regen