Ausbeutung
Boote
an Land,
der Fang gering.
Im Schatten der Fabrikschiffe
Fischer-Elend.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Boote
an Land,
der Fang gering.
Im Schatten der Fabrikschiffe
Fischer-Elend.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Sanft dekoriert mit weißen Westen,
für’s Bild gestylt und gut frisiert,
frönt man dem schönen Schein am besten,
lässt sich von Modegurus testen,
so wird das Image aufpoliert.
Als Muster stiller Eitelkeit
zeigt man als Flagge sein Panier,
dezent verbrämt Bescheidenheit,
dass hier wohl lauert jederzeit
der schwarze Geier grober Gier.
Man hat die Macht, glaubt eigne Lügen,
weil man sie gar zu oft erzählt,
übt sich geschult hier im Betrügen.
Wer schwach ist, hat sich da zu fügen,
auch wenn er sich nicht hat verwählt.
Die Lobbyisten als Sirenen,
sie zaubern stets ihr Lied hervor.
Als Miezekätzchen die Hyänen
getarnt Gesetzestexte dehnen,
Expertenwissen als Dekor.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Zur Erinnerung an die Todesopfer an der Berliner Mauer
( Peter Fechter, achtzehn Jahre alt, wurde im August 1962 beim Fluchtversuch über die Mauer in Berlin-Mitte,Zimmerstraße,in der Nähe des Checkpoint Charlie von DDR-Grenzern angeschossen und verblutete auf dem Todesstreifen vor den Augen vieler Menschen.)
Nimm hin die Blüten und den Schnee!
Sie zeigen mir das Weiß der Trauer,
und selbst die Schwäne auf dem See
erinnern mich an jene Mauer,
die tausend Tode für ihn barg.
Die Hoffnung, Freiheit zu gewinnen,
verlockte ihn zu seiner seiner Flucht.
Er war so jung und wollt‘ entrinnen
aus jenes engen Zwanges Schlucht,
um neu sein Leben zu beginnen.
Mein müdes Herz, erstarrt im Weh;
noch hör‘ ich die geliebte Stimme:
„Wir sehn uns wieder, tschüss, ich geh‘,
denk du nur nicht an alles Schlimme,
es wird nicht kommen gar so arg!“
Nimm hin die Blüten und den Schnee!
Sie zeigen nur das Weiß der Trauer,
es singen Schwäne auf dem See
das Lied von jener Todesmauer,
dort wo mit ihm mein Leben starb.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Fracking
Grundbedürfnisse missachtend,
vergiftet Trinkwasser, Umwelt.
Korruption, Aushebelung der Wasserschutzgesetze.
Menschenrechte?
© Ingrid Herta Drewing,2014
Freihandelsabkommen,
transatlantische Märchenstunde,
Vorsicht, ihr Bürgergeißlein!
Der Wolf frisst Kreide,
Lobbyistengesäusel.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Wir Menschen unersättlich scheinen.
Genügsam und im Kern zufrieden,
sind wir wohl selten da hienieden,
auch miteinander nicht im Reinen.
Nur selten wahren wir den Frieden.
Maßlosigkeit gepaart mit Macht,
der dumpfe Wahn der Egomanen!
Sie schreiben Hass auf ihre Fahnen,
und grell des Krieges Fratze lacht.
Vergessen sind Vernunft und Mahnen.
Vereint sollt‘ man Probleme lösen,
die zahlreich hier auf Erden sind,
damit dann Kind und Kindes Kind
nicht fürchten müssen sich vor bösen
Gefahren, die wir schufen blind!
© Ingrid Herta Drewing,2014
Die Felder tief im Nass versunken,
die Wiesen wässrig aufgewühlt,
von Bächen, Flüssen, Regen trunken,
sind weite Flächen überspült.
Und von den Bergen rutscht die Erde;
die Schlammlawine rauscht ins Tal,
als wolle eine Schreckensherde
alles zermalmen hier in Qual.
Der glucksend helle Sommerbach
tobt nun durchs Dorf als wilder Strom,
und mancher Mensch flieht schnell auf ’s Dach,
weil brausend ihm die Wasser droh’n.
Die Flüsse steigen aus den Betten
und überfluten Täler, Auen.
Nicht immer hilft ein Deich zu retten,
wo sich die Wasser hoch aufstauen.
Erneut lernt man Land unter kennen,
ein Wink des Klimas, dieses Nass!
Was wir oft knapp Hochwasser nennen,
deckt nur den Boden in dem Fass,
das wir zum Überlaufen bringen,
den Klimawandel heizend an,
weltweit uns Wachstumswahn verdingen,
anstatt zu wählen rechte Bahn.
Es scheint die Lösung doch zu geben,
die uns langfristig helfen kann;
sie heißt: Mit der Natur zu leben,
anstatt nur Kampf zu sagen an!
© Ingrid Herta Drewing,
(im Halbfinale der WM am 8.7.)
Nun ist für ihn der Sommertraum gestorben,
ein helles Licht, das seinen Tag erfüllt‘;
die Selecao, die so hoch umworben,
hat kurz nur seinen Sehnsuchtswunsch gestillt.
Vorbei dies Hoffen, Sieg davonzutragen,
Favella-Armut dabei zu vergessen,
der Welt zu zeigen,hier gibt’s kein Versagen,
im Fußball kann sich keiner mit uns messen!
Die Fahnen eingerollt, die grün hier schmückten
die kleinen Hütten, die verschachtelt stehen,
ein wenig jenes aus dem Blickpunkt rückten,
was nötig ist, um wirklich Licht zu sehen.
Jetzt gilt’s zu kämpfen für ein bessres Leben,
gemeinsam nach Gerechtigkeit zu streben!
© Ingrid Herta Drewing,2014
Harmlos die Elster,
Schätze in ihrem Neste
sind zu verschmerzen.
Heut‘ feiern Räuber
in der Finanzwelt Feste,
mit kalten Herzen.
Zwischen Reich und Arm
das Verteilen der Reste.
Schuldenberg-Scherze.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Der Juni trägt schon High Heels, heiß gelenkt.
Hochsommer brennt sich ein;die grünen Fluren,
sie werden von der Hitze fast versengt.
Gewitterschwüle trübt die Sonnenuhren.
So mancher, der sich unlängst noch gesehnt
nach Sonnenlicht und warmen, hellen Tagen,
übt jetzt Verzicht und matt im Schatten lehnt,
empfindet dieses Wetter nur als Plage.
Mal heiß und trocken, dann ein Sintflut-Regen,
der Haus und Habe, Menschen bringt in Not.
Des Klimawandels Boten sind zugegen;
von Jahr zu Jahr das Wetter schlimmer droht.
Das sollte Ignoranten doch belehren,
damit sie sich zum Klimaschutz bekehren.
© Ingrid Herta Drewing,2014