Archive for the Category Besinnliches
Die Weihnachtsfreude lässt sich Zeit,
scheint fast im Nebel zu ertrinken,
obschon im Trubel wir bereit,
in satter Flitter-Seligkeit
und Lichterglanz ihr zuzuwinken.
Es ist Adventszeit jedes Jahr
der Anlass dieser Feierlaune.
Jedoch geschäftig und bizarr
wird dominiert vom Handel klar,
was uns der Glaube lehrt zu staunen.
Doch Kinder tragen im Erwarten
des Christkinds Freude hell im Blick;
Verliebte auch;sie seh’n den Garten,
der Hoffnungsblüten, wunderzarte,
nun reichlich schenkt als sel’ges Glück.
Wir andern warten auf die Stille,
wenn uns, dem Treiben ganz entrückt,
fernab von sorgbemütem Willen
die Andacht innig schenkt die Fülle,
die in der Christnacht froh beglückt.
© Ingrid Herta Drewing, 2012
Dezember 14th, 2013 | Adventszeit, Besinnliches | Tags: Christnacht, Einkehr, Freude, Glaube, Kinder. Verliebte, Stille | 0 Comments
Der Morgen neblig, und der Tag
zeigt heute nur ein trüb‘ Erwachen.
Damit das Leben mir behag‘,
werd‘ ich mir selbst mein Licht entfachen.
Im Stövchen warm das Teelicht brennt,
auch strahlt der zweiten Kerze Schein.
Beschaulich, wie ’s Adventszeit kennt,
stimm‘ ich mich auf mein Tagwerk ein.
Genieße froh die Wärme, Licht,
den heißen Tee, mag wohlig träumen,
bevor des Alltags ernste Pflicht
erfüllt sein will in klaren Räumen.
© Ingrid Herta Drewing,2013
Dezember 13th, 2013 | Adventszeit, Besinnliches, Leben | Tags: Advent, Alltag, Arbeit, Behaglichkeit, Kerzenlicht, Muße, Nebel, Teelicht, Wärme | 0 Comments
Woher wir kommen und wohin wir gehen,
scheint ein Geheimnis; nur der Glaube weiß
um jenen Ort, den unsre Seelen sehen,
wenn wir verlassen irdisches Geleis.
Als sei’s ein Träumen, lässt uns Leben ahnen,
verspricht die Hoffnung dieses Paradies,
das lächelnd, weit entfernt von allem Mahnen
uns schenken wird, was Liebe hier verhieß.
Dort, wo das Licht in Gottes Sphären schwingt,
verwoben in den großen Lobgesang,
auch deine Seele sanft und zärtlich singt,
erleuchtet von der Klarheit wahrem Klang.
Ein göttlich‘ Lied der Liebe, die nie endet
und in das Dunkel dringt, sich strahlend sendet.
© Ingrid Herta Drewing,2013
Dezember 12th, 2013 | Besinnliches, Glauben, Leben, Liebe | Tags: Glaube, Gott, Leben, Lebensfreude, Liebe, Paradies, Sinn, Wahrheit | 0 Comments
In klarem, hellem Morgenlicht
erstrahlt ein Wintertag.
Schneeweiß erglänzt das Angesicht
der Landschaft, wie ich ’s mag.
Und Stille sanft die Weite füllt,
wo hie und da ein Baum,
ins Raureif-Glitzerkleid gehüllt,
gewährt den Raben Raum.
Die dort, hoch in der Bäume Kronen,
bewachen stumm ihr Reich,
wie Nornen über allem thronen,
ein Schicksalslied zugleich.
Da werden Kindheitsmärchen wach,
denk‘ an „ Die sieben Raben“,
ihr Schwesterlein, das sie bedacht
erlöst‘ durch Liebesgaben.
Ja, mehr als Sonne wärmt die Liebe,
verheißt den alten Menschheitstraum,
dem Christkind folgend, Frieden üben,
sich schenkend unterm Weihnachtsbaum.
© Ingrid Herta Drewing
Dezember 9th, 2013 | Adventszeit, Besinnliches, Geheimnisvolles, Glauben, Leben, Liebe, Märchenhaftes | Tags: Christkind, Friede, Gott, Güte, Liebe, Mythos, Nornen, Raben, Schneelandschaft, Stille, Weite, Winter | 0 Comments
Verwoben sind wohl aller Menschen Leben,
die Freud des Einen und des Andern Leid.
Was wir gestalten, wie wir handeln, geben,
verbindet miteinander, prägt die Zeit.
Und auch vergangner Völker sanfte Spuren
betreffen heute noch der Tage Lauf.
Wir glauben zwar, es schlügen nur die Uhren,
die wir hier ziehen eigenhändig auf.
Jedoch uns nährt des Lebens ew’ge Quelle
und viele Wege, die beschritten sind,
erscheinen uns als eine neue Stelle,
so wie ein Sprechender die Sprache find’.
Die Sprache, worin unser Denken schwingt,
wir prägen sie und fügen Deutung zu.
Jedoch in jedem Wort, das uns erklingt,
besingt das Leben auch ein fernes Du.
So wie das Licht der Sterne, die verglühten,
noch immer in den Nächten zu uns dringt,
erleben wir, was lange vor uns blühte,
weil es in dieses Daseins Tiefen schwingt.
© Ingrid Herta Drewing
Dezember 8th, 2013 | Besinnliches | Tags: Dasein, Erkenntnis, Kultur, Leben, Liebe, Menschheitsgeschichte, Sprache | 0 Comments
Was wäre Leben
ohne Luft und Wärme,
die Tiere, Pflanzen,helles Licht?
Kein sanftes Weben,
keine Bienenschwärme
hier sorgten für die Frucht.Verzicht!
Was wäre Leben
ohne Glauben, Lieben,
ein Dasein aller Hoffnung bar?
Ein eitles Streben,
nur ein Werden, Üben,
und – sähe da Vernunft noch klar?
Was wäre Leben
ohne Kinderlachen,
die kleine Hand, die deine hält?
Dies Gück, gegeben,
lässt dich sorgsam wachen,
schenkt Güte hier in harter Welt.
© Ingrid Herta Drewing,2013
Dezember 3rd, 2013 | Besinnliches, Kinder, Leben, Liebe | Tags: Glaube, Güte, Hoffnung, Kinder, Licht, Liebe, Vernunft, Zukunft | 0 Comments
Dünner Putz
blättert ab.
Lüftelmalerei
vermag
der Fassaden
Grauen
nicht mehr
zu tarnen.
Vergeblich
auch
der Versuch,
mit Lichtwörtern
neue Sicht
in brüchige
Rahmen
zu kitten,
Fenster,
einzufangen
den Rest Sonne.
© Ingrid Herta Drewing,2013
November 25th, 2013 | 5- Wörter-Gedichtsvorgabe, Besinnliches | Tags: Fassade, Fenster, Klarheit, Vergänglichkeit | 0 Comments
Es haucht der Frost des Nebels feuchte Spuren
am Morgen kalt als Raureif auf das Land;
und du bemerkst, nun ticken Winters Uhren.
Die Bäume ziert er zart mit weißer Hand.
Am Horizont bringt eine rote Sonne
dies‘ warme Leuchten in den kalten Tag,
der in türkisem Blau Pastellfarb-Wonne
hier zärtlich deinem Blick nun schenken mag.
Da kannst du froh gestimmt den Frost ertragen,
zumal dich schützend warm ein Mantel hüllt.
Bald naht Advent mit seinen Sternentagen,
die dunkle Zeit wird hell von Licht erfüllt.
Und vieler Kerzen Glanz, ein warmes Strahlen,
wird uns die Freude in den Alltag malen.
© Ingrid Herta Drewing,2013
November 24th, 2013 | Adventszeit, Besinnliches, Winter | Tags: Advent, Freude, Frost, Kerzenschein, Raureif, Sterne, Wintersonne | 0 Comments
Auf leichten Schwingen sanft ins Licht getragen
mein Leben, das erneut mir ward geschenkt,
erwacht in einem lebensfrohen Tagen,
wo auch der Ratio nüchternklares Fragen,
doch immerzu noch zweifelnd, vieles denkt.
Da hilft es mir, zu glauben; nicht beweisen
lässt sich der Gott, der gnädig alles gibt,
dass dort, wo wir im Dunkel dürftig reisen,
er öffne uns des Lichtes wahre Schneisen
und zeige, wie er freie Wesen liebt.
Ihn will ich hören, ganz fest auf ihn bauen,
barmherzig, wie er lehrt, die Wege gehen
mitmenschlich auch auf meinen Nächsten schauen,
mich Christi Güte, Liebe anvertrauen,
die Welt mit hellen Kinderaugen sehen.
Gewiss sein, dass in All und Nacht das Licht
mir Sterblichem von ew’ger Liebe spricht.
© Ingrid Herta Drewing,2013
November 21st, 2013 | Besinnliches, Glauben, Lebensfreude, Liebe | Tags: Ewigkeit, Glaube, Gott, Jesus Christus, Leben, Lebensfreude, Liebe, Schöpfung, Vernunft, Wissen, Zweifel | 0 Comments
Und klar im hellen Morgenlicht
erstrahlt hier neu die Welt.
Der Nebel wich, der gestern dicht
verweigerte dir Weite, Sicht.
Die Landschaft unverstellt!
Du fühlst dich frei; mit Herz und Sinn
genießt du froh in Wald und Flur,
was dir dort reicht das Leben hin,
des kleinen Glückes Neugewinn,
der Schöpfung herrliche Natur.
Dir ist, als trüge hier ein Klingen
ein lieblich‘ Lied tief in dein Ohr,
und Farben, die im Lichte schwingen,
dir leuchtend nun von Freude singen,
ein Augenschmaus und Jubelchor!
© Ingrid Herta Drewing,2013
November 20th, 2013 | Besinnliches, Lebensfreude | Tags: Farben, Klang, Klarheit, Lebensfreude, Musik, Natur, Schönheit, Schöpfung, Sicht, Sonne, Weite | 0 Comments