Archive for the Category Besinnliches
Der Sommerwind streift zärtlich durch die Wiese
und kämmt ihr sanft das grüne Blumenhaar.
Ich stehe, sehe, fühl’ im Paradiese
mich hier in dieser Luft, die sonnenklar.
Am Taunushang im lichten Rabengrund,
umgeben von Kastanien, hohen Buchen,
erleb’ ich die Natur im weiten Rund
und finde, was in Fernen andre suchen.
Die Rehe äsen hier zur Abendstunde,
sie finden vor der Dämmerung sich ein,
wenn weithin Stille herrscht, und keine Kunde
von Wanderern nun trübt ihr traulich’ Sein.
Ergriffen schaue ich auf dieses Bild,
und Freude, Glück und Demut mich erfüllt.
Ingrid Herta Drewing
Juni 30th, 2011 | Besinnliches, Natur, Wiesbaden | Tags: Lebensfreude, Natur, Rabengrund, Sommer, Stille, Taunus, Wiese | 0 Comments
Nun trägt der Sommer sie auf goldnen Armen,
die kleine Welt, vertrauensvoll sie blickt,
fühlt sich geborgen in den klaren, warmen
und blauen Tagen, hell ins Licht geschickt.
Die Felder wogen sanft im milden Winde,
und auf den Wiesen duftet würzig Heu.
Der sternenklaren Nächte Luft, so linde,
erweckt den Zauber alter Träume neu.
Im stillen Park die Lindenbäume blühen,
ein Honiglied summt in den Wipfeln, zart
die süßen Düfte durch die Lüfte ziehen,
umschmeicheln uns auf wunderbare Art.
Und lächelnd, dort im Hag der wilden Rosen,
erwartet uns des Sommers zärtlich Kosen.
Ingrid Herta Drewing
Juni 29th, 2011 | Besinnliches, Lebensfreude, Liebe, Natur, Sommer | Tags: Lindenblüten, Rosen, Somer, Sonne, Zärtlichkeit | 0 Comments
Der Abend wird nun still. Nur Flugzeuggrummeln
dringt aus der Ferne monoton zu dir,
und im Lavendelbusch verstummt die Hummel.
Die Sonne sinkt; der Tag schließt seine Tür.
Du lässt ihn sanft an dir vorüber gleiten,
andächtig sinnend unterm Sternenzelt,
das funkelnd dich wird in die Nacht geleiten,
ins Reich der Träume taucht nun deine Welt.
Die Träume, die im Kopf Theater spielen,
Protagonistin bist du, eingespannt,
und manchmal darfst du darin Freiheit fühlen,
die deinem Erdenleben unbekannt.
Doch widerfahren dir auch schlimme Dinge,
die du erleben musst, fast schon real.
Auf einer Bühne sollst du solo singen
und kannst den Ton nicht treffen, welche Qual!
Jedoch auch Wunderschönes wird gegeben.
Du bist geborgen bei dem Liebsten warm,
den du geliebt in einem andern Leben.
Im Traum hält er dich immer noch im Arm.
Und mögen Träume auch nur Schäume sein,
erzählen sie uns doch von uns Geschichten;
und manchmal wirkt ein solcher Traum hinein
ins helle Leben und schreibt dort Gedichte.
Ingrid Herta Drewing
Juni 28th, 2011 | Besinnliches | Tags: Freiheit, Liebe, Nacht, Theater, Träume | 0 Comments
Jenseits des Himmels
wartet des Alls schwarze Nacht.
Doch Sterne leuchten.
***
Lupinenkerze,
die blauen Schmetterlinge
der Blüten im Licht.
Ingrid Herta Drewing
Juni 23rd, 2011 | Besinnliches, Leben | Tags: All, Gewitter, Licht, Lupine, Sterne, Wolke | 0 Comments
Ich mag es, wenn die Luft so klar und rein,
die Sonne strahlend hell am Himmel thront,
und in des Mittags warmem Sonnenschein
der Lärm verstummt, die Stille sanft belohnt.
Dann sitz’ ich auf der Bank, nah’ der Rotunde,
genieße meine Pause, die mir bleibt,
bis Arbeit ruft erneut in ihre Runde
und mich zurück mein Pflichtbewusstsein treibt.
Doch diese stille Stunde bei der Linde,
in deren Schatten ich so gern verweile,
lässt mich beschaulich meine Mitte finden,
es mag, was sonst gestresst, auch wieder heilen.
Die Ruhe erst gewährt uns jene Kraft,
die uns für ’s Leben Energie verschafft.
Ingrid Herta Drewing
Juni 22nd, 2011 | Besinnliches | Tags: Kraft., Linde, Mittagspause, Rue, Sonne | 0 Comments
Nicht jeder, der reimt, ist ein Dichter.
Nicht alles, was blüht, trägt auch Frucht.
Oft leiten des Traumes Gesichter
und locken in weltliche Flucht.
Da mag sich so mancher betäuben,
säuft süß sich an Worten satt.
Sieht schon der Bienen Bestäuben,
wähnt sich auf Zweig’s grünem Blatt.
So vieles auf Erden ist Spiel,
doch darum nicht weniger gut.
Such’ reinen Herzens dein Ziel,
verliere dabei nicht den Mut!
Dann mag dir vielleicht auch gelingen
das eine, das gute Gedicht,
in welchem das Leben wird singen.
Und mehr will ein Dichter wohl nicht.
Ingrid Herta Drewing
Juni 20th, 2011 | Besinnliches | Tags: Amateur, Dichten, Erfolg, Gedicht, Traum | 0 Comments
Es trägt der Wind die Worte in die Weite,
fast ungehört verklingen sie wie Rauch,
der sich, in Lüften lösend, leis’ befreite,
ein Kräuseln, hin zum Himmel, nur ein Hauch.
Nicht alles, was hier wirkte, muss einst schwinden.
Auch eine zarte, sanfte Melodie
wird sich in eines Vogels Singen finden,
erklingen wieder neu in Harmonie.
Ein Spiel der Klänge, das den Tag vollendet,
bevor er sich zu dunkler Nacht hinwendet,
um dann in tiefer Träume Reich zu sinken.
Ein Neubeginn, der helles Licht uns spendet,
der Hoffnung, Freude in die Seele sendet,
wird uns gewiss an einem Morgen winken.
Ingrid Herta Drewing
Juni 19th, 2011 | Besinnliches | Tags: Hauch, Rauch, Vergänglichkeit, Wind | 0 Comments
Und Regen plätschert, liebt das Monotone.
Dein Blick, noch schläfrig, nimmt den Morgen wahr,
nachdem der Wecker laut und unisono
sehr lang gedudelt hat sein Tralala.
Du gehst ins Bad und machst dich tagesfrisch.
Nach einer Tasse Tee ist ’s Zeit, zu starten.
Es lauert Arbeit im Betrieb auf dich;
gewiss wird auch der Bus nicht länger warten.
Dort sitzen sie mit müder, ernster Miene
und schauen trostlos, wie der Regen rinnt.
Doch lachend auf der Rückbank Josefine
und andre Schüler, die sehr munter sind.
Sie bringen Farbe in den grauen Tag,
und ihre Freude pflanzt sich lächelnd fort.
Du schmunzelst, fühlst, dass man vermag
erhellen jeden tristen, öden Ort.
Ingrid Herta Drewing
Juni 18th, 2011 | Besinnliches, Lebensfreude | Tags: Bus, Freude, Monotonie, Morgen, Regen, Schüler | 0 Comments
Das Fenster auf dem Dach, als greller Spiegel
zeigt es der Sonn’ am Mittag, was es kann.
Mit seinem Leuchten, das so ungezügelt,
strahlt es uns hier im Schatten blendend an.
Es sendet seine hellen Lichtsignale
weit in den Himmel, in die Welt hinaus.
Sonst unbeachtet, eigen dem Trivialen,
nimmt es sich jetzt als was Besondres raus.
Als sei der Schein, so gleißend, nicht geliehen,
und es die Quelle selbst, die dieses Licht
erzeugt in stetem, eifrigem Bemühen,
nicht Fenster, Spiegel, Reflektieren Pflicht.
Die Zeit vergeht, und auch der Sonne Bogen
verändert sich in dieses Tages Lauf.
Nun blickt das Fenster stumpf, es hat getrogen.
Vorbei! Geborgtes Strahlen hörte auf.
Ingrid Herta Drewing
Juni 17th, 2011 | Besinnliches, Fabeln und Parabeln | Tags: Blendwerk, Fenster, Leuchten, Schein, Spiegel | 0 Comments
Dass du noch lebst, lässt wirklich mich erstaunen.
Es schlägt dein Herz so langsam nur im Takt,
als folge es jetzt eines Traumes Laune
und wäre sanft in Watte eingepackt.
Als rührten hier nun alle Sensationen
dich nicht mehr; sanft in weichen Schnee gehüllt,
im Winterschlaf vermeidend die Aktionen,
dass nichts, wie sonst, vor Freude überquillt.
Doch du bist wach, nimmst diese Welt wohl wahr;
dein blauer Blick erschaut hier alles klar,
und dennoch wahrst du auch Distanz zum Leben.
In deiner Einsamkeit, die keiner sah,
bist du gedanklich aber vielem nah
und lächelnd auch bereit, dich hinzugeben.
Ingrid Herta Drewing
Juni 16th, 2011 | Besinnliches | Tags: Distanz, Einsamkeit, Gefühl, Interesse, Leben | 0 Comments