
Das ist Kunst.Dies Etikett
zeigt nur eine vage Sicht,
wie man etwas findet nett,
was den eignen Sinn anspricht.
Kritiker, die zum Behuf
solche Etiketten kleben,
zeigen kritisch im Beruf
was zur Kunst sich darf erheben.
Auch wird gern durch Marketing
vieles schnell als Kunst kredenzt,
was, im besten Seller-Swing,
hochgejubelt kurz nur glänzt.
Doch, wer malt und komponiert,
sich verschrieben dem Gedicht,
fühlt sich kaum davon berührt,
denn er braucht solch Schein-Sein nicht.
Kunst trägt ihren Wert in sich,
lässt den Schaffenden vergessen
Zeit und Raum, er ruht in sich,
kann’s nur kreativ ermessen.
© Ingrid Herta Drewing,2017
Juni 17th, 2017 | 0 Comments
Category: Gesellschaftskritisches, Kunst | Tags: Bestseller, Etikett, Kreativität, Kritiker, Kunst, Kunstmarkt, Marketing, Wert, Wert an sich
Es träumt die Sommernacht,
in Mondes Silber glänzt der See,
wo sanft in weißer Pracht
zieht seine Kreise sacht
ein Schwanenpaar im Pas de Deux.
Von Ferne Klänge tönen,
Beethoven spielt wer am Klavier,
kann so die Nacht verschönen,
uns mit Musik verwöhnen;
hier auf Parkbank lauschen wir.
Dort weilend am Gestade,
als halte zart uns die Magie
auf einem ihrer Pfade
und schenke uns die Gnade
der Liebe, Zauber,Harmonie.
© Ingrid Herta Drewing,2017
Juni 16th, 2017 | 0 Comments
Category: Fauna, Frühsommer, Liebe, Mond, Musik, Nacht | Tags: Beethoven, Harmonie, Liebe, Mondscheinsonate, Musik, Schwanenpaar, See, Sommernacht, Vollmond, Zauber
Wenn ich bedenke, wie unfassbar groß
die Welt, das All, so gänzlich alles ist,
erkenne ich, wie klein mein irdisch‘ Los,
das sich an Nichtigkeiten täglich misst.
Und dennoch ist dies‘ eine kleine Leben
in sich etwas, das wirklich ist und wahr,
auf dieser schönen Erde mit zu schweben
im dunklen All und doch im Lichte klar.
Ein „Spiel der Zeit“, so nannten es die Alten,
dies‘ Menschenleben, das sich hier erfüllt
im Sinnen, Lieben, Walten und Gestalten,
ein helles Dasein, Fragen ungestillt.
Geschenk des Schöpfers, das auch ich gewann
und freudig, dankbar darf ich’s nehmen an.
© Ingrid Herta Drewing
Juni 15th, 2017 | 0 Comments
Category: Autobiografisches, Glauben, Lebensfreude, Sonette | Tags: Dankbarkeit, Dasein, Licht, Liebe, Menschenleben, Natur, Schönheit, Sterne, Unendlichkeit, Weltall
Es schreiten die Junitage
jetzt freudig im blauen Gewand,
als habe die Lustansage
der Sonne die Schatten gebannt.
Der Wald grüßt in lindem Grünen.
Die Wiese, ein wogendes Feld,
beherbergt blühende Bühnen,
von Klatschmohnfeuern erhellt.
Auch Frühlingsvögel noch singen,
die Brut wird jetzt flügge und lebt,
darf sich in die Lüfte schwingen,
wo sie hier nun himmelhoch schwebt.
Es glänzen die klaren Tage,
beglücken mit wachsendem Licht,
bis an Johannis die Sage
von Schwinden und Sonnwende spricht.
© Ingrid Herta Drewing,2017
Juni 14th, 2017 | 0 Comments
Category: Frühsommer | Tags: Blauhimmel, flügge, Frühsommer, Jungvögel, Leben, Licht, Schweben, Sommersonnenwende, Vögel
Zur 5-Wörter-Vorgabe
(“ Glück, verboten, Brille, Fest, Fassade“)
Zum Verschönern der „Fassade“
trug Ernst August keine Brille,
doch im Haar recht viel Pomade,
dass zur Pfingstfest-Promenade
endlich sich sein Glück erfülle.
Stolz auf sich, fast hingerissen,
wagte er es, auszuloten
in Gesellschaft, recht beflissen,
fremde Hände kühn zu küssen.
Doch dem Hausherrn schien’s verboten.
Dies sei doch sehr despektierlich,
sagte der, entzog die Hand,
was bei Damen wohl manierlich,
sei bei ihm höchst ungebührlich,
zeige Augusts Unverstand.
Schnell nahm der die Brille wieder:
Statt der Tochter sieht bei Licht
er den Vater, der sehr bieder,
ernst auf ihn hier schaut hernieder,
streng verweisend auf die Pflicht.
Und Ernst August, unumwunden,
bittet höflich um Pardon.
Jetzt da er zur Sicht gefunden,
da erkennt er ihn als Kunden
und zieht leicht blamiert davon.
© Ingrid Herta Drewing,2017
Juni 13th, 2017 | 0 Comments
Category: 5- Wörter-Gedichtsvorgabe, Schmunzelgedicht | Tags: Brillenträger, Eitelkeit, Handkuss, ohne Brille, Peinliche Situatuion, Verwechslung

Als stünde es in Abendscheines Flammen,
so schön erblüht der Rose Angesicht,
Und lieblich flicht ihr milder Duft im Licht
der Sonne, die so heiß im Mittag spricht,
mir hier des Sommers Leichtigkeit zusammen.
Und immer wieder neue Knospen sprießen,
die Blüten sich entfalten, wohl geborgen.
Was sorgsam war verhüllt, darin verborgen,
darf freudig ich erschauen jeden Morgen,
wenn ich beginn‘ die Pflanze zu begießen.
Es will mir fast als Sinnbild auch erscheinen,
wie sie hier zelebriert ihr Wachsen, Blühen,
das Reifen, vor dem Welken noch ein Mühen,
wie unser menschlich‘ Leben, dies Erglühen,
das uns nur kurz auf Erden wird vereinen.
© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2017
Juni 11th, 2017 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Leben, Lebensfreude, Licht, Liebe, Rosen | Tags: Blühen, Dasein, Gloria Dei, Leben, Licht, Liebe, Menschenleben, Reifen, Rose, Rosenstock, Schönheit, Symbol, Tod, Wachsen, Welken

Der Rosen Schönheit
für den Winter bewahren,
vom Duft noch träumen.
© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing
Juni 11th, 2017 | 0 Comments
Category: Haiku & Co, Rosen | Tags: Bild, Blütenduft, Rosen, Schönheit, Sommer, Traum, Winter
Manchmal schmerzen noch die Narben
jener Wunden, die das Leben
mir mit Freud und Leid gegeben,
wenn gar Liebe, Sehnen starben,
Hoffnung wollt nach Falschem streben.
Vieles, was mir schien erhaben,
fand sich doch im Flachen wieder.
Auch des Glückes reiche Gaben
schwanden, Honig aus den Waben
troff als trüber Zucker nieder.
Dennoch hält mich dieses Leben
tief verbunden; die Natur,
die den Blick ins Licht mag heben,
lässt mich ständig neu verweben
hier auf ihrer schönen Spur.
© Ingrid Herta Drewing,2017
Juni 9th, 2017 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Leben, Natur | Tags: Enttäuschung, Erfahrungen, Freude, Leben, Lebensfreude, Leid, Liebe, Natur, Schönheit, Sehnen, Treue, Vertrauen

Unterm Blauhimmel
weiße Spitzen im Grünen,
Holunderblüten.
© Ingrid Herta Drewing,2017
Juni 8th, 2017 | 0 Comments
Category: Flora, Frühsommer, Haiku & Co | Tags: Frühsommer, Holunder, Naturschönheit, Sonniger Tag

Mit diesen kleinen Rosen hier,
die zwar nur virtuell,
send ich ganz liebe Grüße Dir,
auch Wünsche sind zur Stell.
Humor, Gesundheit, Lebensglück
Dich mögen stets begleiten!
So sonnig wie heut‘ Tages Blick
so seien Deine Zeiten!
Gott schütze Dich, mein Sarah-Kind!
Auf allen Deinen Wegen,
auch wenn sie manchmal dornig sind,
geleite Dich sein Segen!
© Ingrid Herta Drewing,2017
Juni 8th, 2017 | 0 Comments
Category: Geburtstag | Tags: Geburtstag, Gesundheit, Glück, Gottes Segen, Humor