Schon zeigen sich des Haselbaumes Kätzchen,
obwohl Kalender noch von Winter spricht.
Doch fehlen zum Bestäuben jene Schätzchen,
die Bienen; ihnen schmeckt das Wetter nicht.
Sie träumen noch bei ihren Honigwaben
von Licht und Wärme, milder Frühlingszeit,
wenn Bäume,Wiesen ihrer Blüten Gaben,
den Nektar, für sie halten auch bereit.
Und wir um Weihnachts-Winterschnee betrogen,
befürchten, dass im März die kalte Macht,
der Blütenpracht, mal wieder nicht gewogen,
ein frostig Schneekleid wirkt in dunkler Nacht.
© Ingrid Herta Drewing
Januar 28th, 2014 | 0 Comments
Category: Fauna, Flora, Frühling, Wetter, Winter | Tags: Bienen, Blüte, Blütenpracht, Frühling, Haselbaum, Honigwaben, Kätzchen, Schnee, Winter
Es springt die Zeit aus jener fernen Quelle
und fließt im muntren Lebensfluss dahin,
umspült auch deines kleinen Glückes Schwelle,
verändert dir im Strömen Sicht und Sinn.
Gleich Inseln, diese schönen Augenblicke,
die du erleben darfst, doch halten nicht!
Doch nimmt die Zeit auch Leid und Schmerzgeschicke,
schenkt Freude, Liebe, nicht nur den Verzicht.
Mit ihr wirst du dereinst zum Meer gelangen,
in welches letztlich alle Wasser münden,
in seinen Tiefen ruhen; kein Verlangen
wird drängen dich, dein Sein dort zu ergründen.
Du fühlst von sanfter Welle dich gehoben,
dein Leben mit dem Ewigen verwoben.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Januar 27th, 2014 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Glauben, Leben, Liebe, Paradies | Tags: Erfahrung, Ewigkeit, Freude, Glück, Gott, Leben, Leid, Liebe, Meer, Ruhe, Zeit
Fast schon vorbei der Januar;
wie schnell die Zeit entflieht!
Es zeigt hier bald der Februar
sein närrisches Gemüt.
Der Narren fünfte Jahreszeit
ist jetzt schon voll im Schwange.
Der Winter trägt sein Schneemann-Kleid
und lässt den Frühling bangen.
Der hatte sich jüngst sanft gerührt,
ließ gar die Knospen schwellen.
Nun wird er grob zurückgeführt,
der Kälte Hunde bellen.
Noch zeigt der Winter hier im Land
sein eisig‘ Regiment,
behält es bleich und kalt als Pfand
mit frostigem Talent.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Januar 26th, 2014 | 0 Comments
Category: Fastnacht, Frühling, Schnee, Winter | Tags: Fastnacht, Frost, Frühling, Schneemann, Winter
Ich seh’ dem Leben gern beim Wachsen zu,
und Tulpen mir erlauben dies seit Tagen.
Zur Rettung vor dem Frost ins Haus getragen,
sie keimten auf, nun wachsen sie im Nu.
Schon blicken aus dem grünen Blätterbette,
geschlossen noch, die Blütenkelche rot.
Es ist, als ob sie wer gerufen hätte
und sie sich reckten zart, vom Licht umloht.
Drei kleine Tulpen nur im Blumentopf,
jedoch sie können mir die Hoffnung geben,
das Glück und Freude selbst dem ärmsten Tropf
beschert sind durch die Kraft, die schenkt das Leben.
Nun warte ich noch einen Tag verhalten,
erlebe sie in leuchtendem Entfalten.
© Ingrid Herta Drewing
Januar 25th, 2014 | 0 Comments
Category: Flora, Frühling, Leben | Tags: Leben, Pflanzen, Tulpen, Wachstum
Kühl sind die Tage, und die Nebel halten
die Stadt gefangen und den Atem an.
Ich möcht’ den Vorhang weit aufreißen, walten
dass endlich Sonne man erblicken kann.
Zwar können wir die Räume schön erhellen,
wir schaffen künstlich unser eignes Licht,
jedoch der Sonne warme Strahlenquelle
ersetzt uns dieses Scheinen dennoch nicht.
Wer sehnt sich nicht nach blauem Himmel, Weite,
nach Wärme und der hellen Sonnenglut?
Denn fern von Smog frei atmen, das bereitet
uns Wohlgefühl, tut Körper, Seele gut.
Auch ich ersehne Wetterbesserung,
damit das Sonnenlicht mich bringt in Schwung.
© Ingrid Herta Drewing
Januar 25th, 2014 | 0 Comments
Category: Allgemein, | Tags:
Der Winter wirft sein bleiches Tuch
weit über Täler, Felder.
Die Tieren fliehen seinen Fluch,
sich bergend in den Wäldern.
Hier wehren Eichen, Fichten noch
dem Nordwind in der Höh‘.
Doch schließlich sind auch sie im Joch,
bedeckt mit Firn und Schnee.
Der Wintersonne blasses Licht
kann nicht den Tag erwärmen,
und Schneesturm zeigt sein Frostgesicht,
lässt eisig Pfeile schwärmen.
Da fühlst du dich zu Haus geborgen,
entfachst ein Feuer im Kamin,
begegnest so der Kälte Sorgen,
die mit dem Rauch von dannen zieh’n.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Januar 23rd, 2014 | 0 Comments
Category: Leben, Natur, Winter | Tags: Eis, Frost, Schneesturm, Tiere, Wälder, Winter
Ich mag sie nicht,die grauen Wintertage,
die immerzu so neblig,trübe sind.
Mir fehlt des blauen Himmels Lustansage
und Sonnengold, das in die Seele rinnt.
Die Farben, deren Leuchten ein Erwachen
des Lebens schenken, nicht nur vagen Traum,
die Weite, Licht erfüllt, der Kinder Lachen,
die munter spielen, klettern auf den Baum.
Ich lob den Tag mir, der, beschwingt von Leben,
sich lieblich hier als Augenweide zeigt,
die frühen Vögel, die auf Dächer schweben
und singen, wenn die Sonne strahlend steigt.
Noch heißt es wohl, zu darben und zu warten
auf Frühlings zartes Lächeln hier im Garten.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Januar 22nd, 2014 | 0 Comments
Category: Frühling, Lebensfreude, Sonette | Tags: Farben, Frühling, Leichtigkeit, Licht, Schöpfung, Sehnssucht, Sonne, Vogelgesang
Barfüßig tanzen
auf grüner Morgenwiese,
kühl den Tau spüren.
Den Südwind fühlen,
der mir mild die Wange streift,
des Frühlings Schwingen.
Und nasenselig
folgen in ein Blütenreich,
Mimosendüfte.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Januar 21st, 2014 | 0 Comments
Category: Frühling, Haiku & Co, Lebensfreude | Tags: Frühling, Lebensfreude, Leichtigkeit, Mimosenduft, Tanzen, Wiese
Not kennt keine Morgenstund’,
Dem Glücklichen Gebot.
Hochmut kommt,
hat Gold im Mund.
Vor dem Fall
sind viele Hunde.
Keine Stunde,
schlägt
des Hasen Tod.
Wer andern eine Grube gräbt,
ist noch kein Meister.
Lüge mit Weile,
vom Himmel gefallen,
Eile.
Der blinde Übermut
hat kurze Beine,
ist der einäugige König,
fällt selbst hinein,
tut es selten gut.
© Ingrid Herta Drewing
Januar 20th, 2014 | 0 Comments
Category: Gesellschaftskritisches, Verrücktheiten | Tags: Ausbeuter, Eile, Hochmut, Meister, Übermut
Die Hyazinthen, Tulpen sind erwacht.
Es wachsen aus dem Grün die Duft-Geschöpfe.
Der Sonne Gold vertrieb die Nebelnacht
und wärmt die Erde in den Blumentöpfen.
Wird es hier wirklich nun schon Frühling werden?
Die Pflanzen regen sich im Knospenkleid.
Doch fürchte ich, der Frost wird sie gefährden
und stärken Winters Kraft zum Kälte-Leid.
Die Vögel, die zu früh zu uns gezogen,
genarrt von milder Luft und Frühlings Blick,
sie kehren um, um Futter hier betrogen,
und fliegen in den warmen Hort zurück.
Wir schalten unsre Heizung an und fragen,
ob hier sei Klimawandel zu beklagen.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Januar 19th, 2014 | 0 Comments
Category: Fauna, Flora, Frühling, Jahreszeiten, Winter | Tags: Frühblüher, Hyazinthen, Klimawandel, Licht, Sonne, Tulpen, Zugvögel