Archive for the Category Leben
Es rinnen des Sommers Stunden.
Das Wasser in meiner Hand,
im Klaren noch schöpfend, gefunden,
tropft herbstbereit auf das Land
Gleich einem Baum gibt mein Leben,
vergänglich, sich Farbträumen hin,
sich schützend vor fröstelndem Beben
und Winters eisigem Sinn.
Zwar klingen die Abschiedslieder
verlorener Liebe,Verzicht,
doch leuchtend des Phönix‘ Gefieder
verspricht nach der Asche das Licht.
© Ingrid Herta Drewing,2014
September 7th, 2014 | Besinnliches, Leben, Vergänglichkeit | Tags: Abschied, Auferstehung, Herbst, Licht, Schöpfung, Sommer, Vergänglichkeit | 0 Comments
Goldruten grüßen,
und zart in den Wiesen
erwachen die Herbstzeitlosen.
Der Hagebutten rot Gesicht,
dort zwischen Heckenrosen,
verheißt uns Ernte, nicht Verzicht,
mag uns den Tag versüßen.
Die Blätter schweben,
und seidene Weben
erglänzen silbern in Lüften.
Der Sommer nun von Abschied spricht,
doch schenkt er seine Düfte
und in Septembers sanftem Licht
ein mild gestimmtes Leben.
© Ingrid Herta Drewing,2014
September 5th, 2014 | Flora, Frühherbst, Jahreszeiten, Leben, Schöpfung | Tags: Altweibersommer, Blätter, Hagebutten, Licht, Rosen, September, Spätsommer, Spinnwebenfäden, Wärme | 0 Comments
Es sperren, wenn du Gutes suchst,
sehr oft den Weg dir Argwohns Schwellen,
verirrst dich häufig, und du fluchst,
weil sich dein Tag nicht mag erhellen.
So vieles, was wir hier erleben,
schreibt bös sich ins Bewusstsein ein,
beeinflusst unser menschlich Streben
und lässt uns häufig mutlos sein.
Doch gib nicht auf, auch du wirst sehen,
dass noch im Dunkel Licht bewegt,
den Strauchelnden aufrecht zu stehen,
wenn er die Hoffnungsflamme hegt!
© Ingrid Herta Drewing,2014
August 29th, 2014 | Ermunterung, Leben | Tags: Böses, Erfahrungen, Hoffnung, Leben, Mutlosigkeit, Rückschläge, Zuversicht | 0 Comments
Es hat die graue Nebelkatze
am Morgen hier schon vorgefühlt,
betatscht mit ihrer feuchten Tatze
die Landschaft, die noch Sommer spielt.
Doch musste sie der Sonne weichen,
die hell ihr Lied am Mittag singt
und mildert frühen Abschieds Zeichen,
wenn Himmel blaue Bänder schwingt.
Wir kennen wohl die Herbst-Signale;
es zogen jüngst die Schwalben fort.
Der dritten Jahreszeit Spirale
beginnt zu drehen sich vor Ort.
© Ingrid Herta Drewing,2014
August 27th, 2014 | Abschied, Herbst, Leben, Natur | Tags: Herbst, Herbstbeginn, Kühle, Nebel, Regen, Schwalben, Sommer, Vogelzug | 0 Comments
Es tragen die hohen Bäume
in ihrem zerfurchten Gesicht
vergangener Zeiten Träume
von klaren, hellhohen Räumen
und Sommern in goldenem Licht.
Seit hunderten Jahren bilden
sie standhaft den prächtigen Wald,
den Wettern trotzend; mit Milde
bereichern sie die Gefilde
und geben dem Boden hier Halt.
Und in ihren grünen Kronen
erzählen die Blätter dem Wind,
dass Vogelgäste dort wohnen
und lieblich singend es lohnen,
weil sie willkommen sind.
© Ingrid Herta Drewing,2014
August 21st, 2014 | Landschaft, Leben, Natur | Tags: Alte Bäume, Bodenhalt, Grüne Lunge, Leben, Sommer, Vogelnester, Wald | 0 Comments
Wir träumten, der Sommer sei ohne Ende,
so himmelweit dieser Liebe Hallen,
wo einer den andern behände fände,
gemeinsam glücklich ins Licht gefallen.
Der Herbststurm verwehte ihn mit den Blättern,
und als im Grau die Nebel uns fanden,
fehlte die Himmelsleiter zum Klettern,
wir kamen traurig einander abhanden.
Und hör ich heut singen die Liebesweisen,
so schleicht sich sanft leise Wehmut ins Herz.
Da möcht ich zurück in die Zukunft reisen,
jedoch klingt banal, nostalgisch die Terz.
Und doch wärmt im Winter dies sommerlich Bild,
der Rose Duft zärtlich noch Träume erfüllt.
© Ingrid Herta Drewing,2014
August 13th, 2014 | Erinnerungen, Leben, Liebe | Tags: Einsamkeit, Erinnerungen, Liebe, Nostalgie, Sehnsucht, Sommerglück, Verlust, Zuversicht | 0 Comments
Leg ab den Silbermantel, lösch die Kerzen!
Es wird die Nacht dich sanft ins Dunkel leiten,
dir Balsam hier in Träumen zart bereiten,
und heilen der betrübten Seele Schmerzen.
Das Abschiedslied, des Tages helle Weise ,
verklingt in einer trauten Melodie.
Die Bäume rauschen leise; Harmonie
begleitet dich auf dieser Zauber-Reise.
Da brauchst du kein Gepäck und keine Schuhe,
dir wachsen Flügel, einem Adler gleich
schwebst du hinauf auf goldnen Schwingen,leicht
in Sphären stiller Freude, Licht und Ruhe.
Erblickst die kleine Welt, siehst sie in Frieden;
ein Garten Eden wird erblühn hienieden.
© Ingrid Herta Drewing,2014
August 11th, 2014 | Besinnliches, Glauben, Leben, Paradies, Phantasie | Tags: Abschied, Adler, Harmonie, Melodie, Nacht, Schöpfung, Seele, Traum, Vision, Zauber-Reise | 0 Comments
Am Tagesende, wenn das Abendrot
die Landschaft noch in warmen Farben flutet,
an Land gezogen, ruht das kleine Boot,
das in den Wogen sich sonst tüchtig sputet,
erfasst mich häufig doch ein sorgend‘ Sinnen,
was einmal sein wird ohne mein Beginnen?
Wird wer die Bücher lesen, die dort sind?
In vielen Jahren hab ich sie gehortet.
Sie wiesen mir schon, als ich noch ein Kind,
den Weg zur Welt, in Sprache klar bewortet.
Werden sie dann, am E-Book-Nutz gemessen,
als Ballast abgetan, entsorgt, vergessen?
So manche Dinge, die mir viel bedeuten,
reiht man dann wohl als Nachlass nutzlos ein.
Vielleicht erfreuen sie des Flohmarkts Leute,
bereichern eines Kenners irdisch‘ Sein?
Ich wünsche mir, dass vieles wird behalten,
bezeugt den Nachkommen noch mein Gestalten!
© Ingrid Herta Drewing,2014
August 7th, 2014 | Abschied, Besinnliches, Erinnerungen, Leben, Tod | Tags: Abendrot, Bedeutung, Bibliothek, Enkel, Kinder, Leben, Nachlass, Spuren, Vergessen | 0 Comments
Früh morgens dringt durch angelehnte Fenster
der Wecker aufgeregtes Piepen,Tuten,
und es erschrecken diese Lärmgespenster
die Menschen, die noch gerne träumend ruhten.
Die ersten Autos starten bald ihr Brummen;
das Kehrmaschinchen durch die Straße klingt,
Motorradknattern, Sehnsucht nach Verstummen
hat Nachtschichtler, der um den Schlaf nun ringt.
Hell lachen Kinder, Schüler zieh’n zur Schule,
und nebenan bellt deshalb Nachbars Hund.
Es weint das Neugebor’ne der Familie Uhle.
Das währt nicht lang, das Kind ist ja gesund.
Dann wird es in der Straße fühlbar still;
ich hör’ im Garten eine Amsel singen,
bis kurz vor ein Uhr Klirren zeigen will,
dass man das Mittagsmahl zu Tisch wird bringen.
Anschließend waltet sanft des Mittags Ruh’.
Geschmeidig dehnt sich auf der Balustrade
der Kater, schnurrt und schließt die Augen zu,
ist müde von der Morgenpromenade.
© Ingrid Herta Drewing,
August 2nd, 2014 | Leben, Orte | Tags: KatzeEin Vormittag in meiner Straße Früh Morgens dringt durch angelehnte Fenster der Wecker aufgeregtes Piepen, Leben, Mittag, Mittagsruhe, Motorradknattern, Schüler zieh’n zur Schule, Sommer, Straße, Tuten | 0 Comments
Wir Menschen unersättlich scheinen.
Genügsam und im Kern zufrieden,
sind wir wohl selten da hienieden,
auch miteinander nicht im Reinen.
Nur selten wahren wir den Frieden.
Maßlosigkeit gepaart mit Macht,
der dumpfe Wahn der Egomanen!
Sie schreiben Hass auf ihre Fahnen,
und grell des Krieges Fratze lacht.
Vergessen sind Vernunft und Mahnen.
Vereint sollt‘ man Probleme lösen,
die zahlreich hier auf Erden sind,
damit dann Kind und Kindes Kind
nicht fürchten müssen sich vor bösen
Gefahren, die wir schufen blind!
© Ingrid Herta Drewing,2014
August 1st, 2014 | Aktuelles, Friede, Gedankenlyrik, Gesellschaftskritisches, Kinder, Leben | Tags: Elend, Gemeinsamkeit genügsamkeit erde Schöpfung, Hass, Krieg, Leid, Maßlosigkeit, Tod, Unvernunft | 0 Comments