Archive for the Category Gesellschaftskritisches
Als Ele suchte TTIP-Schlüssel,
da fühlte er sich fremd, verkannt.
Jedoch mit Pfründen-Riecher, Rüssel
durchstöberte er Topf und Schüssel,
bis lukrativ er ihn auch fand.
Schnell hatte er sich umbenannt,
verließ das Dorf am Flüsschen Düssel,
nennt sich ganz stolz nur„ Ele Fand“,
fast unverfänglich, doch bekannt.
Er ist nun Lobbyist in Brüssel,
poliert geheim den TTIP-Schlüssel,
geht Groß-Konzernen gern zur Hand.
© Ingrid Herta Drewing,2016
Februar 28th, 2016 | Gesellschaftskritisches, Typisierung | Tags: Brüssel, Düssel, Ele, Konzerne, Lobbyist, Pfründen, Schlüssel, TTip | 0 Comments
Wie kann der Mensch sich zeigen so verroht
und Schulen, Krankenhäuser bombardieren,
zu schicken viele Kinder in den Tod,
um grausam hier nur Macht zu demonstrieren?
In Trümmergrau und Tod der Tag versinkt.
Des Krieges Fratze scheint zu triumphieren,
wenn Leben weicht, das Land im Leid ertrinkt
und Tausende hier Heim und Halt verlieren.
Die Schuld an diesem ferngelenkten Tod
schiebt eine Macht der andern in die Schuhe.
Im Hochmut ignorier’n sie Syriens Not,
im Bombenhagel findet’s keine Ruhe.
Wann endlich schließt ihr dauerhaften Frieden,
hört auf damit, dies‘ Land zu bombardieren?
Wann ist’s den Menschen endlich dort beschieden,
zu leben, nicht nur Leid, Not,Tod zu spüren?
© Ingrid Herta Drewing,2016
Februar 18th, 2016 | Gesellschaftskritisches, Gewalt, Kinder, Krieg, Terror, Tod, Trauer, Wahn | Tags: Aleppo, Bomben, Elend, Flüchtlinge, Hochmut, Kinder, Krieg, Kriegsmächte, Leid, Not, Schulen, Syrien | 0 Comments
Jetzt weilt der Frühling nicht nur in den Träumen.
Des Südens milde Luft schließt zu uns auf;
auch schwellen Knospen hier an Busch und Bäumen.
Frühblüher bietet man schon an zum Kauf.
Jedoch erstaunt es mich, dass Osterhasen
bereits im Supermarkt steh’n im Regal,
denn mancherorts liegt Schnee noch auf dem Rasen,
und Narren feiern munter Karneval.
Als gelte es das Fasten aushebeln,
lockt nicht nur das gewohnte Sortiment,
um uns mit Süßigkeiten zu vernebeln,
wie schwer der Körper sich von Pfunden trennt.
Und dennoch mahnt mich die Erfolgs-Diät,
relativiert, was so im Einkaufswagen
gelandet ist; und ich entscheide spät,
bewusst dem ganzen Süßkram zu entsagen.
© Ingrid Herta Drewing,2016
Februar 2nd, 2016 | Diät, Ernährung, Frühling, Gesellschaftskritisches | Tags: Diät, Fastenzeit, Frühblüher, Frühling, Karneval, Oster-Süßigkeiten, Osterhasen, Supermarkt | 0 Comments
Der Jecken Zeit ist nun gekommen,
sie feiern munter Karneval.
Die Tradition bleibt unbenommen;
doch mancher Mensch denkt auch beklommen
an Terrorismus und Skandal.
Was früher, leicht und unbekümmert,
bestimmte närrisch‘ frohe Stunden,
wirkt nun im Grunde wie zertrümmert.
Man fühlt, es hat sich was verschlimmert,
hofft, dass noch Sicherheit gefunden.
Fast mag es manchem hier erscheinen,
als sei’s ein Tanz auf dem Vulkan,
wo vieles nicht mehr ist im Reinen.
Bedenken, Ängste sich vereinen
mit Krise, Leid, Not, Krieges-Wahn.
© Ingrid Herta Drewing,2016
Januar 30th, 2016 | Aktuelles, Fastnacht, Gesellschaftskritisches, Krieg, Krise, Lebensfreude, Menschen | Tags: Ängste, Fastnacht, Flüchtlingselend, Furcht, Jecken, Krieg, Krise, Leid, Narr, Not, Sicherheit, Straßenkarneval, Tanz auf dem Vulkan, Terrorismus, Verunsicherung | 0 Comments
Wer oft mit falschem Zungenschlag
nur Hasserfülltes spricht,
der ist, obwohl er eine Plag‘,
doch auch ein armer Wicht.
Die Bosheit ihm das Herz zerfrisst,
er schwarz nur sehen mag,
des Lebens Güte ganz vergisst,
nichts Schönes ihm behag‘.
Wenn’s für ihn nur Zerstörung gibt,
stets Argwohn ihn treibt an,
erscheint, weil er nichts wirklich liebt,
erbärmlich er sodann.
© Ingrid Herta Drewing,2016
Januar 29th, 2016 | Gesellschaftskritisches, Typisierung | Tags: Argwohn, Bosheit, Güte, Hass, Leben, Liebe, Neid, Wahn, Zerstörung | 0 Comments
Ich mach’ mir manchen Reim auf diese Welt,
obschon mir vieles hier scheint ungereimt.
Warum, das frage ich, regiert das Geld,
wird hier, wer ehrlich ist, so oft geleimt?
Warum beherrschen immer noch Despoten
mit Terror, Grauen hart „ihr“ armes Land
und lähmen Tatkraft, Leben mit Verboten?
Warum geh’n viele ihnen dort zur Hand?
Warum zerstören wir, was unser Leben
erhält, der Erde Schönheit, die Natur,
als sei uns dafür ein Ersatz gegeben?
Warum verbreiten wir des Wahnsinns Spur?
Wer gibt die Antwort auf so viele Fragen?
Ich wüsst’ sie gern, anstatt nur laut zu klagen.
© Ingrid Herta Drewing,
Januar 9th, 2016 | Besinnliches, Freiheit, Friede, Gesellschaftskritisches, Gewalt, Hoffnung, Leben, Liebe, Nachdenkliches, Natur | Tags: Despoten, Erde, Geld, Hass, Kriege, Liebe, Menschen, Menschlichkeit, Natur, Schönheit, Unterdrückung, Zerstörung | 0 Comments
Da gibt es Worte,
sanft mit zarten Flügeln.
Sie schweben leicht dahin
und strahlen über Hügeln,
beleben Seele, Sinn.
Doch andre harte,
losgelöst von Zügeln,
sie schmerzen, ihr Gewicht
vermag es, platt zu bügeln,
was sprießt und drängt zum Licht.
Auch jene Worte,
die geheuchelt‘ glatten
in ihrem Lügenkleid,
betrügen und begatten
einander bös‘ im Neid.
Ich lieb das klare Wort
und auch die Poesie,
die ihm die Rosen flicht‘,
hell klingt in Harmonie
und wahr,lebendig spricht.
© Ingrid Herta Drewing,2016
Januar 7th, 2016 | Gesellschaftskritisches, Leben, Licht, Nachdenkliches, Poesie, Sprache, Wahrheit, Worte | Tags: Aufwertwörter, Güte, heuchellei, Klarheit, Leben, Liebesworte, Lügen, Menschlichkeit, Poesie, Rosen, verurteilung, Wahrheit, Worte | 0 Comments
Nie wieder Krieg!Das wollten wir,
hier endlich „Friede“ sagen.
Nach all dem Leid, den Klagen
und Nöten war uns deutlich hier:
Gemeinsam löst man Fragen.
Es reichten sich zum Bund die Hand,
die einst verfeindet waren,
um Frieden zu bewahren,
zu der EU kam Land um Land;
sich Achtundzwanzig scharen.
Doch nun wächst wieder ein Gezücht
aus Natio-Egomanen,
hisst nur die eignen Fahnen
und zeigt sich solidarisch nicht,
macht Fehler wie die Ahnen.
Auch ziehen wieder unter Waffen
Soldaten in die Kriege,
weltweit für falsche Siege.
Verteidigung sei so zu schaffen,
verkündet Polit-Riege.
Solang die Rüstungs-Industrie
weltweit die Fäden spinnt,
ist Friede Traum, mein Kind.
Doch trägt mich Glaube,Phantasie.
Noch hoff‘ ich, er beginnt!
© Ingrid Herta Drewing,2015
Dezember 22nd, 2015 | Friede, Gesellschaftskritisches, Glauben, Hoffnung, Krieg | Tags: EU, friedenswunsch, Krieg, Nationalismus, Rüstungsindustrie, Verbrüderung, Verbündete | 0 Comments
Nasskalt und grau,
aus allen Wolken fällt der Regen.
Dezember zeigt ein trüb‘ Gesicht;
kein Sternen-Zauber auf den Wegen,
kein Schneepelz mag die Bäume hegen,
die kahl in der Alleen Sicht.
Seid endlich schlau,
und wendet menschliches Versagen!
Benennt es klar, seht eure Pflicht!
Das Klima greift uns an den Kragen;
mit Hitze, Sturm,Hochwasser-Plagen
zeigt es, den Hochmut duldet’s nicht.
Nicht noch mehr Schau,
wie vorgeführt seit vierzig Jahren!
Gebt doch der Wissenschaft Gewicht!
Ihr wisst um Fakten, habt’s erfahren,
es gilt die Erde zu bewahren
als Lebensraum, der Kinder Licht.
Löst auf den Stau!
Schon Club of Rome sah Wachstumsgrenzen.
Ressourcen-Knappheit heißt Verzicht
auf vieles, was nur Luxus-Glänzen,
dieweil in Not viel‘ Existenzen,
Paris sei mehr als ein Bericht!
© Ingrid Herta Drewing,2015
Dezember 1st, 2015 | Aktuelles, Gesellschaftskritisches, Klimawandel, Leben | Tags: Club of Rome, Klimagipfel in Paris, Klimawandel, Lebensraum, Ressourcen, Wachstumsgrenzen | 0 Comments
Wer die Schönheit
der Natur nicht kennt,
der weiß auch nicht,
was wir verlieren,
wenn wir sie zerstören.
© Ingrid Herta Drewing,2015
November 10th, 2015 | Aphorismen, Gesellschaftskritisches, Nachdenkliches, Natur, Umwelt | Tags: | 0 Comments