Archive for the Category Frühling
Es ist so frühlingsmild;
man kann es gar nicht fassen,
dass Kälte hier bleibt aus.
Der Park, ein grünes Bild;
nur kahle Bäume lassen
fahl Winterflair heraus.
Blauhimmels Spiegel, See,
erwacht im Sonnenscheine,
der Wasservögel Hort.
Eisblind, mit erstem Schnee,
vor kurzem still, alleine,
lebendig nun der Ort.
Zwei Schwäne, zart und sanft
im Tanz durchs Wasser gleiten
als weiße Majestät.
Und an des Ufers Ranft
Stockenten, Nilgäns‘, streiten
um Futter, das erspäht.
Die Halsbandsittichschar
tobt hoch in den Platanen,
als sei schon Frühling da.
Der Weihnachtsbaum lässt klar
die Jahreszeit dich ahnen:
Noch ist der Winter nah‘.
© Ingrid Herta Drewing, 28.12.2012
Dezember 29th, 2012 | Frühling, Natur, Winter | Tags: Blauhimmel, Dezember, Frühlingsmilde, See, Sonne, Wasservögel, Weihnachtsbaum Winter | 0 Comments
Der Juni greift mit kühler, nasser Hand
und stürmisch rüttelnd in die Blüten, Bäume.
Es schleicht sich Kälte ein in unser Land,
das kürzlich schon vom Sommer durfte träumen.
Sogar die Vögel hüllen sich in Schweigen,
wenn jetzt der Regen gar zu garstig dräut.
Die Köpfe tief sie ins Gefieder neigen,
im Nest die Jungen werden gut betreut.
Und dennoch duften süß die Lindenblüten,
verheißungsvoll, es scheint doch Sommer nah,
der uns sehr bald die Kälte wird vergüten
mit Sonnenschein und blauem Himmel klar.
Dann mag, wenn uns die Hitze sollte plagen,
so mancher wünschen sich die kühlen Tage.
© Ingrid Herta Drewing
Juni 5th, 2012 | Frühling | Tags: Juni, Kälte, Lindenblüte, Regen | 0 Comments
Im Frühling wird die Erde
ein wahres Wunderland,
ein Sprießen, grünes Werden,
ein Wachsen in den Herden,
als schenke eine Hand,
gelenkt von großer Güte,
nun endlich auch den Armen,
all jenen, die sich mühten,
dies’ Paradies der Blüten
in göttlichem Erbarmen.
Ingrid Herta Drewing
Juni 2nd, 2012 | Frühling | Tags: Blüte, Frühling, Paradies | 0 Comments
Der Morgen hell und blau,
die Luft so rein und klar
und dennoch lieblich, lau,
des Frühlings Blütenschau,
ein Duften, wunderbar!
Froh sattelst du dein Pferd
und reitest in den Wald.
Wie hell grünt Baum und Erd’!
Der Mai hat ’s uns beschert,
und jung wird, was schien alt.
Du siehst dies Wachsen, Streben;
da geht das Herz dir auf:
Wie herrlich ist das Leben!
Ein Pegasus im Schweben
nimmt seinen Himmelslauf.
© Ingrid Herta Drewing
Mai 29th, 2012 | Frühling, Lebensfreude, Natur | Tags: Blauhimmel, Lebensfreude, Pegasuss, Ritt, Schöpfung, Sonne, Wald | 0 Comments
So zart das Blütenkleid, der wilde Mohn,
dies’ leuchtend rote Feuer in den Wiesen!
Ein leichter Wind die Gräser wiegt, sie fließen
in sanften Wogen, lichter Strahlen Lohn.
Frühsommer spielt schon in den Sonnenuhren;
am Mittagshimmel das Gestirn hoch glüht
und kost die Wälder und die grünen Fluren,
die Auen, Gärten, die hier neu erblüht.
Da regt in allem hell sich die Natur,
sogar der Griesgram scheint jetzt gut gestimmt.
Die Freude zieht, mild lächelnd, ihre Spur,
die vielem nun den grauen Schatten nimmt.
So mag man auch die Pfingstbotschaft verstehen
und miteinander menschlich umzugehen.
© Ingrid Herta Drewing
Mai 27th, 2012 | Besinnliches, Frühling, Lebensfreude | Tags: Freude, Licht, Menschlichkeit, Mohn, Pfingsten, Wiesenwogen | 0 Comments
Nun lässt der Mai uns aber heftig schwitzen.
Mit schwülen Tagen gibt er sich recht sommerlich;
war ’s jüngst noch kalt, so plagt uns nun die Hitze.
Man schaut auf den Kalender, und man wundert sich.
Gewitter toben so, als sei August,
und manche Tropennacht verweigert dir den Schlaf.
Man denkt an Klimawandel, und bewusst
wird jetzt ersetzt der Rasenmäher durch das Schaf.
Doch dann bricht aus ein ruhender Vulkan,
und dessen Asche dicht verhüllt der Sonne Schein.
Es kühlt sich merklich ab; ein Kältewahn
zieht ein, obgleich es eigentlich sollt’ Sommer sein.
Da mag das Wetter hier erscheinen wie verhext,
doch du erkennst genau: Das Klima ist komplex.
© Ingrid Herta Drewing
Mai 23rd, 2012 | Frühling, Klimawandel, Natur, Wetter | Tags: Hitze, Mai, Tropennacht, Vulkanausbruch | 0 Comments
Ein sanfter Vormittag, Blauregendüfte
umschmeicheln mich; ich sitz’ auf dem Balkon,
genieße hier die milden Maienlüfte
und auch der Amsel süßen Flötenton.
Zurückgekehrt, am Himmel Schwalben schweben,
als sei gegeben alle Zeit der Welt,
die sie, anmutig gleitend, leicht erleben
in ihrem lichten, blauen, klaren Feld.
Und in der Efeuwand Grünfinken hüpfen,
die sich hier in dem Grün zu Hause fühlen,
zu Neste tragen; bald wird Nachwuchs schlüpfen
und flügge in dem Blättergarten spielen.
Beglückt empfinde ich den Frühlingsmorgen,
fühl‘ mich in meiner kleinen Welt geborgen.
© Ingrid Herta Drewing
Mai 22nd, 2012 | Besinnliches, Frühling | Tags: Blauregenduft, Grünfinken, Schwalben | 0 Comments
Der Mittag breitet still die sanften Flügel
weit über Dorf und Tal und Feldern aus.
Die Sonne gleißend strahlt hoch überm Hügel,
und wohlig schnurrt die Katze vor dem Haus.
Sie ruht dort auf der Bank im Sonnenschein
und träumt vom Mäusefang, der ihr so liegt.
Die Ringeltaube, auf dem Dach allein,
gurrt tief, damit ihr Partner zu ihr fliegt.
Und unterm Kirschbaum spielt Marie-Luise,
wiegt zärtlich in den Traum ihr Puppenkind.
Dann hält auch sie ein Schläfchen auf der Wiese.
Im Blütenbaum singt leis’ der Frühlingswind.
Der Maler, angetan von der Idylle,
mischt seine Farben, rückt zurecht die Brille.
© Ingrid Herta Drewing
Mai 18th, 2012 | Besinnliches, Frühling | Tags: Blütenbaum, Katze, Mittag, Sonne, spielendes Kind, Stille | 0 Comments
Es mimt der Mai hier launig den April,
lässt wechseln Graupel, Regen, Sonnenlicht.
Mal lacht des Himmels Blau, dann ist dort dicht
die Wolkenmeute, die nicht ruhen will.
Schon neigen sich die zarten Blumenköpfe;
die Hagelkörner prasseln gar zu wild.
In Nestern zittern zierliche Geschöpfe,
denn in den Büschen, Bäumen tobt der Wind.
Mir fehlt der milde Mai, der sonst so wonnig
beglückt’ mit süßen Düften, Blüten, zart,
wenn seine hellen Tage, warm und sonnig
uns froh gestimmt auf Frühlings sanfte Art.
Ach, Mai, leg ab die Maske! Wir erwarten
dein lieblich’ Bild schon sehnsuchtsvoll im Garten.
© Ingrid Herta Drewing
Mai 16th, 2012 | Frühling, Natur, Wetter | Tags: April, Frühlingswetter, Hagel, Mai, Regen, Wärme, Wetterkapriolen | 0 Comments
Rotgolden sinkt die Sonne nun,
schenkt Abendglanz dem See.
Die Enten, Gänse, Schwäne ruhn
im Zauber aus der Höh’.
Die Küken kuscheln sich im Nest;
in sichrer Hut der Schwingen
der Mutter schlafen sie bald fest,
was auch die Nacht mag bringen.
Sogar die Möwen still nun sind,
die sonst laut eifernd schreien.
Im Schilf sirrt sanft der Abendwind,
wiegt Vogelkinder zart und lind,
die träumend hier gedeihen.
© Ingrid Herta Drewing
Mai 14th, 2012 | Frühling, Natur, Orte | Tags: Abendwind, Ente, Gänse, Möwen, Scan, Schilf, Schilfrohrsänger, See, Sonnenuntergang | 0 Comments