Archive for the Category Fauna

 
 

Linde Zeit

Es treibt der Buchs nun Blättchen zart und grün,
und auch mein Rosmarin trägt blaue Blüten.
Die Mauersegler schon am Himmel zieh’n
und schweben in der Sonne heller Güte.

Des späten Frühlings wundervolle Pracht
erglänzt, erquickt uns hoffnungsvoll im Mai,
denn endlich ist des langen Winters Macht
unwiderruflich hier jetzt ganz vorbei.

Da kann die Amsel froh ihr Liedchen schmettern,
des Morgens früh die Ringeltaube gurren,
im Hofe friedlich dort bei warmem Wetter
der Kater in der Mittagssonne schnurren.

Der Frühling neu belebt die kleine Welt,
ein Blütenmeer im Licht, das uns gefällt.

© Ingrid Herta Drewing,2013

Summ, summ,summ…!

Unterschriften von Millionen
Menschen unter Petitionen
bringen offenbar Erfolg.
Für zwei böse Pestizide
ist zu Ende die Ägide;
Rettung naht dem Bienenvolk!

© Ingrid Herta Drewing,2013

Am Warmen Damm in Wiesbaden

So friedlich hat der Frühling sie vereint;
Nilgänse gehen neben Krähen ,Tauben,
und auch die Enten haben, wie es scheint,
nichts einzuwenden, wenn sie Futter rauben.

Das alles watschelt, hüpft,fliegt auf der Wiese
hier unter Blütenbäumen nah dem Teich.
Magnolien,üppig blühend; zarte Grüße
verschenkt nun auch der Kirschbaum hier so reich.

Ich sitz‘ auf einer Bank, blick‘ zum Theater,
genieß den lauen Lenz mit allen Sinnen;
Beschaulichkeit, mein innerer Berater,
weiß um ein hoffnungsfrohes, neu‘ Beginnen.

Auf Schillers Marmor-Schulter Friedenstauben:
Den Kuss der ganzen Welt! Ich mag’s gern glauben.

© Ingrid Herta Drewing

Im Grünen

Da kuschelt sich die Ringeltaube
ins Grün der großen Efeuwand
und baut ein Nest in ihrer Laube,
zupft Blatt um Blättchen mit Verstand.

Die Amsel tut ’s ihr emsig gleich
in dieser Laubenkolonie,
für viele Vögel Raum und Reich,
auch Finken finden Sympathie.

Recht fleißig nun die Sänger wirken,
erwarten bald die neue Brut.
In zartem Grün der Gruß der Birken,
mit ihnen meint’s hier Frühling gut.

© Ingrid Herta Drewing

Ergänzung

Was wären ohne Algen die Polypen;
auch ohne Schwammes Nahrung gäb’s sie nicht.
Ihr Kalkgerüst nur blieb‘ in Wassers Trübe,
Korallenschönheit drohte der Verzicht.

Allianzen der Natur, so die Symbiosen,
ergänzend Wirken heißt das Lob.
Der Krabben Arbeit nutzt dem Wald, Mangroven,
entgiftet Wasser sacht im Biotop.

Und manchmal legt sogar ein kleines Tier
die Grundlage für vieler Arten Leben.
Im Pantanal kann Apfelschnecke hier
dem Riesenotter sichern ’s Überleben .

Auch Menschen sollten friedlich sich ergänzen,
Gemeinsamkeit lässt Leben erst erglänzen.

© Ingrid Herta Drewing

Lichtgesang

Das Licht darf sich dem Tag verschenken,
bringt leuchtend Farbe in die Welt.
Dies‘ Sternenlied lässt dich bedenken,
dass, weit entrückt, ein fernes Lenken
auch unser Dasein hier erhält.

Ein jeder Atemzug, dein Leben,
ist eingebettet in dies‘ All,
in dem der Blau- Planet im Schweben
die Regeln kennt für das Verweben
der Vielfalt hier im Erdenfall.

In Demut Dank den treuen Händen,
der Macht der Gnade, die uns trägt
und täglich auch an allen Enden
beglückt in gütigem Verschwenden
der Liebe, die das Leben wägt.

© Ingrid Herta Drewing

Frühlingsboten

Zugvögel,
hier hungernd
im winterkalten Land,
ziehen in Scharen südwärts,
Frühlingssuche.

© Ingrid Herta Drewing

Frühlingsfreude

Geweckt von hellem Sonnenlicht
dies‘ Leuchten im Forsythienstrauch,
der blühend nun von Frühling spricht,
goldgelb erglänzt der Blüten Hauch.

Die Amsel hat sich eingefunden,
baut fleißig für die Brut ihr Nest.
Das Hähnchen flötet viele Stunden,
singt werbend hier zum Hochzeitsfest.

Sanft ist der Frühling eingezogen,
befreit mit milder Luft das Land,
streicht lächelnd seinen Blütenbogen
und reicht uns zart zum Tanz die Hand.

© Ingrid Herta Drewing

Vorfrühlingswald

Im Wäldchen regt es sich,ein Rascheln,Knistern;
durch trockne Blätter huscht die Rötelmaus.
Und ich bemerk‘ des Frühlings sanftes Flüstern:
ein Knospen, Sprießen im Busch-Bäumehaus.

Die Buschwindröschen, die vom Schlaf erwacht,
nun zeigen hier ihr zartes Sterngesicht,
die Buchen säumend, sonnenhell entfacht,
ein Blütenteppich, leuchtend weiß im Licht.

An seiner Schmiede werkelt flink der Specht;
sein Trommeln laut im Walde widerhallt.
Der Amsel, Meise Lied,Gesang, der echt,
verspricht uns, dass der Lenz hier bleibe bald.

Des Frühlings Boten die Signale senden,
und ich weiß wohl, dass vieles sich wird wenden.

© Ingrid Herta Drewing