Archive for the Category Natur
Der Winter lässt die Stadt jetzt innehalten;
zum Wochenende kam er reingeschneit.
Nun trägt sie, still bereit, dies’ weiße Kleid
und mag geraume Zeit beschaulich walten.
Die Autos, aufgereiht,in Schnee gehüllt,
dort ruhen in den sonntagsstillen Straßen,
als ob ihre Besitzer sie vergaßen
und hätten ihren Tank nicht aufgefüllt.
Fast zeitlos wirkt dies’ winterliche Bild.
Nur zarter Rauch sich in den Himmel kräuselt,
verstecktes Leben,das hier zaghaft säuselt,
in einer reinen,weißen Welt, so mild.
© Ingrid Herta Drewing
Januar 20th, 2016 | Licht, Natur, Schnee, Stadt, Winter | Tags: Beschaulichkeit, Schnee, Stille, Winter | 0 Comments
Verstrickt im Wintergrau,
das hier den Tag bestimmt,
wo matt das Leben glimmt,
ersehnst du klares Blau,
das hell den Himmel stimmt.
Die Luft dir, mild und lau,
des Frühlings Kunde bringe,
schon früh der Vogel singe!
Der Duft der Blütenschau
erquickend zu dir dringe!
Noch heißt es hier, zu warten,
bis Lenz sich bettet lind,
kein kalter Regen rinnt,
und Sonnenlicht im Garten
die goldnen Fäden spinnt!
© Ingrid Herta Drewing,2016
Januar 15th, 2016 | Besinnliches, Flora, Freude, Frühling, Lebensfreude, Licht, Natur | Tags: Blüten, Düfte, Frühling, Licht, Nebelgrau, Regen, Sehnsucht, Sonne, Vogelsang, Winter | 0 Comments
Ich mach’ mir manchen Reim auf diese Welt,
obschon mir vieles hier scheint ungereimt.
Warum, das frage ich, regiert das Geld,
wird hier, wer ehrlich ist, so oft geleimt?
Warum beherrschen immer noch Despoten
mit Terror, Grauen hart „ihr“ armes Land
und lähmen Tatkraft, Leben mit Verboten?
Warum geh’n viele ihnen dort zur Hand?
Warum zerstören wir, was unser Leben
erhält, der Erde Schönheit, die Natur,
als sei uns dafür ein Ersatz gegeben?
Warum verbreiten wir des Wahnsinns Spur?
Wer gibt die Antwort auf so viele Fragen?
Ich wüsst’ sie gern, anstatt nur laut zu klagen.
© Ingrid Herta Drewing,
Januar 9th, 2016 | Besinnliches, Freiheit, Friede, Gesellschaftskritisches, Gewalt, Hoffnung, Leben, Liebe, Nachdenkliches, Natur | Tags: Despoten, Erde, Geld, Hass, Kriege, Liebe, Menschen, Menschlichkeit, Natur, Schönheit, Unterdrückung, Zerstörung | 0 Comments
Verdunkelnde Zottel-Tier‘ ziehen
am Himmel schwer dräuend dahin.
Der Südwesten kann sie nicht fliehen,
hofft weiter auf Wetter-Gewinn.
Noch immer das Grau,und der Regen
tropft kalt dir auf Schnauze und Pelz.
Es fehlen die Sternchen, der Segen,
der schneeweiße Winterschmelz.
Die nasskalten Tage verhöhnen
den Winter, der heuer entgleist.
Er wollt‘ den Nordosten versöhnen
mit Schnee, hat blitzschnell vereist.
Dort kam der Verkehr zum Erliegen,
die Trassen der Bahn eisig blank;
dem Winter auf Brechen und Biegen
galt kaum der Reisenden Dank.
Wir träumen vom Bilderbuch-Wetter
und laden den Winter gern ein,
zeigt er uns die Schneelandschaft netter,
Blauhimmel und Sonnenschein!
© Ingrid Herta Drewing,2016
Januar 5th, 2016 | Landschaft, Natur, Sonne, Wetter, Wiesbaden, Winter | Tags: bahn, Blauhimmel, Eis, Grau, nasseKälte, Nordosten, Reisende, Schnee, Sonnenschein, Südwesten, Verkehr, Winter, Wolken | 0 Comments
Als hätten Elfen über Nacht
gewirkt den Bäumen Sternen-Spitzen,
die zart im Morgenlicht erwacht,
von hellem Sonnenschein bedacht,
hier weiß erstrahlen, funkeln, blitzen.
Was gestern grau war, nass und kahl,
will heute klar im Licht erglänzen.
Die Nebelfee, ihr Frostgemahl
sie tauschten Küsse, reich an Zahl,
mit Raureif Äste zu umkränzen.
Du siehst des Winters Meisterstück
und magst kaum deinen Augen trauen.
Geblendet von der Schönheit Blick,
genießt du nun das kleine Glück,
darfst die Natur im Glanz erschauen.
© Ingrid Herta Drewing,2016
Januar 4th, 2016 | Flora, Kälte, Landschaft, Lebensfreude, Natur, Stimmungen, Winter | Tags: Äste, Bäume, Glanz, Licht, Raureif, Schönheit, Sonne, Winter | 0 Comments
Im Nebelbett schläft noch das Land.
Der Wintermorgen lässt es träumen.
Es schenkt der Raureif ihm sein Pfand.
Dort, wo kein Vogel singt,
kein Eichhörnchen jetzt springt,
bemalt er fröstelnd Bäume.
Im hellen Sonnenglanz erwacht,
ein Zaubermärchen die Gefilde
in filigraner, weißer Pracht.
Ein Funkeln leuchtend spricht,
und lächelnd hier im Licht
erlebst du Winters Milde.
© Ingrid Herta Drewing,(Üb. 2015)
Januar 3rd, 2016 | Landschaft, Natur, Nebel, Winter | Tags: filigrane Äste, Glitzern, Raureif, Sonne, Winter, Zaubermärchen | 0 Comments
Als hätte Frühling hier schon vorgefühlt
und angehalten alle Winter-Uhren,
zur Sonnenwende mild das Wetter spielt.
Es fehlen Schnee und Frostes kalte Spuren.
Statt dessen tanzen hoch am Himmel Stare.
Dezembers Milde! Auch in Floras Reich
verwechseln Pflanzen sprießend jene klaren
Signale:Pollen fliegen frühlingsgleich.
Das mag gewiss den Schneeräumdienst erfreuen.
Wer hat nicht gern an Feiertagen frei?
Jedoch, ist’s Klimawandel,den wir scheuen,
fehlt nicht nur Kindern dann das Winterkonterfei.
Wie schön wär’s doch, wenn alle Jahreszeiten
hier ausgewogen könnten uns begleiten!
© Ingrid Herta Drewing,2015
Dezember 21st, 2015 | Aktuelles, Deutschland, Fauna, Flora, Jahreszeiten, Klimawandel, Natur, Schnee, Vögel, Wetter, Winter | Tags: Dezember, frühlingshaft, Klimawandel, Milde, Pollenflug, Schneemangel, Stare, Weidenkätzen | 0 Comments
Die Glockenblümchen blühen
gleich blauen Warte-Weilchen,
Maßliebchen-Sterne glühen;
wohl flüstern bald auch Veilchen.
Statt Winters Kälte-Corps
erwacht des Frühlings Flor.
Die Meisen zwitschernd stieben,
und Amseln üben’s Flöten.
Die Vögel, die geblieben,
nun wissen nichts von Nöten.
Des Wetters Wärme lässt
sie feiern schon ihr Fest.
Da sollte ich mich freuen
an Lieblichkeit und Milde,
doch fürchte ich, Bereuen
folgt diesem Frühlingsbilde.
Des Klimawandels Spur
zeigt’s:Kurz vor Zwölf die Uhr!
© Ingrid Herta Drewing,2015
Dezember 5th, 2015 | Aktuelles, Fauna, Flora, Jahreszeiten, Klimawandel, Natur, Umwelt, Wetter, Wiesbaden, Winter | Tags: Befürchtung, Frühling, Klimawandel, Maßliebchen, Singvögel, Wärme | 0 Comments
Nebel gefiedert
kauern des Herbstes Vögel
im kahlen Geäst.
Trübe fließt Laternen-Licht,
und Konturen verschwimmen.
Schweigende Schritte,
nasse Blätterteppiche.
Noch wärmt der Mantel.
Doch Kälte greift ins Gesicht
und schwingt hauchzarte Fähnchen.
© Ingrid Herta Drewing
November 28th, 2015 | Natur, Nebel, Spätherbst, Tanka & Co | Tags: kalte Luft, Nebel, November | 0 Comments
Matt taumelt nun herab das letzte Blatt,
mein kleiner Apfelbaum ist kahl geworden,
und Nebel dicht sich ausgebreitet hat,
eiskalte Luft strömt in das Land von Norden.
Da fühl ich sanft geborgen mich zu Hause,
wo wohlig doch noch Licht und Feuer wärmt.
Behaglichkeit in meiner kleinen Klause,
es knistert im Kamin, die Flamme schwärmt.
Und mögen dann auch Eis und Schnee bedecken
den See, die Felder, Wälder und die Stadt,
es kann mich Winters Frost hier nicht erschrecken,
weil seine Macht da nichts zu sagen hat.
Bald leuchtet, blüht ein klarer Tag im Garten,
lässt mich des Winters Schönheit froh erwarten.
© Ingrid Herta Drewing,2015
November 27th, 2015 | Besinnliches, Feuert, Geborgenheit, Heimat, Leben, Natur, Nebel, Schnee, Sonette, Winter | Tags: Behaglichkeit, Eis, Feuer, Frost, Geborgenheit, Nebel, Schnee, Winter, ZUhause | 0 Comments